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Dragons besiegen Ludwigsburg

Dragons besiegen Ludwigsburg

Die Artland Dragons haben am 12. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga einen ungefährdeten Sieg geholt. Vor 3.000 Zuschauern in der ausverkauften Artland Arena gewann die Mannschaft von Dragons-Headcoach Stefan Koch 95:79 (44:37) gegen EnBW Ludwigsburg. Die Quakenbrücker Basketballer hatten zunächst Probleme ins Spiel zu kommen, fingen sich dann jedoch je länger die Partie andauerte. Dragons-Neuzugang Brandon Thomas, der mit 17 Punkten einen guten Einstand feierte, erzielte in der 36. Minute die höchste Dragons-Führung (86:68). Obwohl die Gäste aus Ludwigsburg noch einmal auf elf Zähler herankamen, geriet der Sieg aber nicht mehr in Gefahr. Bester Dragons-Werfer war Nathan Peavy mit 22 Punkten. Für Ludwigsburg erzielte Mark Dorris die meisten Zähler (ebenfalls 22).
Die Gäste aus Ludwigsburg starteten mit mehr Energie in die Partie und gingen durch einen Dreier von Jeff Greer 6:11 in Front (4. Minute). Aber die Dragons kämpften sich ins Spiel und erzielten mit einem 6:0-Lauf die erste Führung (12:11/6.). Kurz darauf kam Thomas zu seinen ersten Minuten im „Drachen“-Trikot. Doch die Quakenbrücker ließen nun immer wieder einfache Ludwigs¬burger Punkte zu, so dass die Schwaben wieder auf 15:20 davonzogen (10.). Zum Viertelende verkürzte Darren Fenn noch auf 17:20.

Der Dragons-Kapitän war es auch, der mit einem Dreier gleich zu Beginn des zweiten Viertels den 20:20-Ausgleich erzielte. Als Goran Jeretin einen Ludwigsburger Schnellangriff mit einem Foul an Alex Harris stoppte, entschieden die Schiedsrichter auf drei Freiwürfe für den Gefoulten, weil sie eine Wurfbewegung von Harris, der rund drei Meter hinter der Drei-Punkte-Linie stand, erkannt hatten. Nicht nur das Publikum tat seinen Unmut über kund, sondern auch Koch, der ein technisches Foul verhängt bekam. Von den fünf fälligen Freiwürfen verwandelte Harris zwei, Donatas Zavackas einen zum 20:23. Beim anschließenden Ballbesitz verloren die Gäste das Spielgerät an Thomas, der den Schnellangriff mit einem Drei-Punkte-Spiel (Korberfolg plus Freiwurf) zum 23:23 (12.) abschloss. Die Dragons hatten nun das Momentum auf ihrer Seite und gingen durch Peavy 30:25 in Front (14.). Doch abschütteln ließen sich die Süddeutschen zunächst nicht, im Gegenteil: John Bowler glich zum 35:35 aus (17.). Kurz vor der Halbzeit verschaffte sich die Koch-Truppe aber wieder ein wenig Luft, auch durch Anthony Hilliards Buzzer-Beater von jenseits der 6,75-Meter-Linie zum 44.37.

Nach der Halbzeitpause brachte Dorris seine Ludwigsburger zunächst auf 50:44 heran (23.). Nach einem Foul von Bowler an Fenn beim Dreier-Versuch verhängten die Schiedsrichter auch noch ein technisches Foul an den EnBW-Center. Fenn traf nur einen der drei fälligen Freiwürfe, Johannes Strasser beide für das technische Foul zum 53:44. Den anschließenden Ballbesitz schoss Peavy zum 55:44 ab (23.). Dann drehte Dorris auf Ludwigsburger Seite auf. Der US-Guard führte sein Team mit acht Punkten in dieser Phase auf 63:58 heran (28.). Aber die Dragons behielten die Ruhe. Je ein Dreier von Thomas und Holston sorgten für das 73:60.

Die Artländer „Drachen“ starteten mit einem 6:0-Lauf in den Schlussabschnitt (79:62/33.). Allerdings brachten Zavackas mit einem Dreier und Dorris die Gäste wieder auf 81:68 heran, so dass sich Koch zu einer Auszeit gezwungen sah (35.). Mit einem Dreier von Holston und einem Korb von Thomas zogen die Dragons auf 86:68 davon (36.). Aber die Ludwigsburger gaben sich noch nicht geschlagen und kamen noch einmal auf 88:77 heran (38.). Doch Peavy und Holston, wieder mit einem Dreier, brachten die Quakenbrücker endgültig auf die Siegerstraße.

Stimmen zum Spiel:

Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Ludwigsburg hat sich sehr gut verkauft. Man darf nicht vergessen, dass sie ohne ihren Starter auf der Position eins, Jerry Green, und mit einem angeschlagenen Alex Harris gespielt haben. Dennoch haben sie ihren Plan mit einer großen Zielstrebigkeit verfolgt, das gebührt viel Anerkennung. Wir haben heute wieder 95 Punkte gemacht in einem Spiel, in dem wir den Ball nicht besonders gut geworfen und nicht besonders gut bewegt haben. Das zeigt wie viel Talent wir haben. Das Thema bleibt aber die Verteidigung. Wir waren wieder zu nachlässig, haben zu viele Dinge zugelassen. So lange wir das nicht abstellen, werden wir keinen Schritt nach vorne machen.“

Markus Jochum (Headcoach EnBW Ludwigsburg):
„Wir sind ganz gut gestartet, uns war klar, dass uns hier eine intensive Verteidigung und viel Druck erwartet. Wir haben es nicht geschafft, unser Spiel weiter aufzuziehen, haben nicht mehr unsere guten Optionen gesucht und den Spielfluss verloren. Trotzdem sind wir im Spiel geblieben, doch dann gab es zu viele frustrierende Dinge, die man wegstecken muss, was wir aber nicht getan haben. Außerdem hatten wir heute eine kleine Rotation und waren auch etwas müde. Dennoch geht der Sieg für Artland vollkommen in Ordnung, wenn vielleicht auch ein bisschen zu hoch.“

Artland Dragons - EnBW Ludwigsburg 95:79 (44:37)

Die Viertel im Überblick: 17:20, 27:17, 29:25, 22:17

Artland Dragons:
Hilliard (9 Punkte/1 Dreier), King (6), Jeretin, Strasser (4), Njei, Holston (19/3, 6 Assists), Grünheid (4), Doeinck, Fenn (14/2), Thomas (17/1), Peavy (22, 6 Rebounds), Hartenstein (n.e.).

EnBW Ludwigsburg:
Olden (n.e.), McCray (1), Koch, Lischka (9/1), Zavackas (17/1), Looby (4), Harris (11, 5 Assists), Greer (3/1, 6 Rebounds), Dorris (22/2), Bowler (12).
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