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Dragons bleiben an der Spitze

Dragons bleiben an der Spitze

Die Artland Dragons haben sich den ersten Platz in der EuroChallenge-Gruppe H gesichert. Zwar verlor die Mannschaft von Dragons-Headcoach Stefan Koch am Dienstagabend bei Szolnoki Olaj 85:90 (44:48), gewann aber den direkten Vergleich, so dass ihnen vor dem letzten Spiel der Gruppensieg nicht mehr zu nehmen ist. Koch testete in einem für die Quakenbrücker Basketballer relativ bedeutungslosen Spiel viel und gönnte seinen Stammspielern Ruhe. Kein Akteur stand länger als 24 Minuten auf dem Parkett. Bester Werfer bei den Dragons war wie schon im Hinspiel Nathan Peavy mit 21 Punkten. Für Szolnoki punktete Obie Trotter am häufigsten (20 Zähler).
Es entwickelte sich von Beginn an ein offenes Spiel, sicherlich auch, weil die Ungarn verletzungsbedingt auf einen ihrer besten Spieler, Marton Bader, verzichten mussten, während bei den Dragons immer noch Adam Hess (Schulterverletzung) fehlte. Mitte des ersten Abschnitts glich Anthony King zum 11:11 aus, während Koch schon Acha Njei eingewechselt hatte. Zum Ende des Viertels zogen die ungarischen Gastgeber durch einen Dreier von Hristo Nikolov auf 17:26 davon. Dragons-Kapitän Darren Fenn verkürzte noch mit einem Drei-Punkte-Spiel (Korberfolg plus Freiwurf) auf 20:26.

Im zweiten Abschnitt baute Szolnoki seine Führung wieder aus, dieses Mal durch vier Punkte in Folge von Trotter zum 23:34 (13.). Da hatte der Dragons-Cheftrainer auch schon Florian Doeinck und Florian Hartenstein aufs Parkett geschickt. Die Quakenbrücker Basketballer ließen sich aber nicht beeindrucken und zwangen den ungarischen Trainer Peter Por nach zwei Dreiern von Peavy und Johannes Strasser zum 31:34 zu einer Auszeit (15.). Doch es lief weiterhin gut für die Gäste aus Deutschland. Anthony Hilliard brachte seine „Drachen“ in der 16. Minute 35:34 in Front, Peavy und Fenn legten mit Dreiern zum 43:39 nach. Kurz vor der Halbzeitpause ließen die Dragons in der Verteidigung etwas nach, so dass Szolnoki mit einer 44:48-Führung in die Pause ging.

Die Koch-Truppe kam mit viel Feuer aus der Kabine und legte angeführt von Guido Grünheid einen 10:0-Lauf hin. In der 24. Minute baute King den Vorsprung sogar auf 57:50 aus – die höchste Dragons-Führung. Weil Koch taktisch experimentiere und beispielsweise Peavy vermehrt auf der für ihn eher ungewohnten Small-Forward-Position spielen ließ, geriet der Rhythmus der Gäste aber immer wieder ins Stocken. Durch einen 0:9-Lauf holten sich die Ungarn die Führung zurück (57:59/26.). Ins Schlussviertel ging es dank Kings Korb zum 65:65 ausgeglichen.

Die Partie blieb spannend. In der 35. Minute setzten sich die Dragons durch Njei ein bisschen ab (71:67), lagen aber nach einem Dreier von Julien Mills kurz darauf wieder zurück (71:74). Nach dem fünften Foul von Brandon Gay gab es zudem noch ein technisches Foul gegen die Bank der Ungarn, so dass die Dragons wieder herankamen und Peavy sogar die Führung herstellte (81:79/38.). Nach dem fünften Foul von Hartenstein wiederholte sich das Spiel, auch die Dragons-Bank bekam ein technisches Foul, was die Gastgeber auf 81:84 davonziehen ließ (39.). Zwar brachte David Holston die „Drachen“ noch einmal in Front (85:84), doch zum Ende des Viertels trafen sie nicht mehr, während die Ungarn noch sechs Punkte erzielten und das Spiel für sich entschieden.

Stimmen zum Spiel:

Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Wir hätten gewinnen können, vom Ergebnis bin ich aber nicht enttäuscht. Viel mehr ärgert es mich, dass wir schon wieder 90 Punkte zugelassen haben und unsere Defensive nicht auf ein höheres Niveau bekommen. Unsere Offensive hat einen zu großen Effekt auf die Verteidigung. Wenn es im Angriff läuft, läuft es auch in der Verteidigung. Wenn es im Angriff nicht läuft, beeinflusst das auch unsere Defensive. Das hat etwas mit Mentalität zu tun. Diese müssen wir nun behutsam in die richtige Richtung lotsen. Ein Lob kann ich Florian Doeinck aussprechen, der achteinhalb Minuten auf dem Feld stand, in denen wir zwölf Punkte mehr als der Gegner erzielt haben. Er hat sich sehr reingehängt.“

Szolnoki Olaj - Artland Dragons 90:85 (48:44)

Die Viertel im Überblick: 26:20, 22:24, 17:21, 25:20

Szolnoki Olaj:
Nagy (n.e.), Horvath (18 Punkte/4 Dreier), Grebenár (10, 7 Rebounds), Soós, Fodor (7/1), Gay (7/1), Nikolov (8/2), Trotter (20/2, 4 Assists), Mills (12/1), Gaál (n.e.), Trepák (8), Szögi (n.e.).

Artland Dragons:
Hilliard (8), King (16), Jeretin (3/1), Strasser (3/1), Njei (2), Holston (8/1, 6 Assists), Grünheid (11/1), Doeinck (), Fenn (11/1), Peavy (21/4, 6 Rebounds), Hartenstein (2).
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