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Dragons gewinnen Krimi in Braunschweig

Dragons gewinnen Krimi in Braunschweig

Die Artland Dragons haben das Niedersachsen-Derby bei den New Yorker Phantoms Braunschweig gewonnen. Die Mannschaft von Dragons-Headcoach Stefan Koch besiegte den Beko BBL-Rivalen in der Volkswagenhalle in einem an Spannung kaum zu überbietenden Spiel 72:71 (40:29). Ohne ihre beiden Startspieler Bryan Bailey (Daumenverletzung) und Nathan Peavy (Augenverletzung) zeigten die Quakenbrücker Basketballer in der ersten Halbzeit eine sehr gute Leistung und überzeugten im Schlussviertel nach 57:63-Rückstand durch ihr Kämpferherz. Bester Dragons-Werfer war David Holston mit 20 Punkten. Für die Braunschweiger traf Kyle Visser am häufigsten (21 Zähler).
Die Dragons gingen zu Beginn des Spiel durch Anthony King 6:2 in Führung (2. Minute). Die Partie blieb aber ausgeglichen. Einem Drei-Punkte-Spiel von Holston (Korbleger plus Freiwurf) folgten einfache Punkte von Visser zum 11:8 aus „Drachen“-Sicht (5.). Dann drehte die Koch-Truppe, die gut verteidigte, ein wenig auf und zog mit einem 6:0-Lauf auf 17:8 davon. Diesen Neun-Punkte-Vorsprung hielten die Quakenbrücker bis zum Viertelende.

Beide Mannschaften brauchten ein wenig, um in den zweiten Abschnitt zu kommen. Dann zeigten vor allem die Gäste aus dem Artland ihr sicheres Händchen von der Drei-Punkte-Linie, so dass die Dragons durch drei Dreier von Johannes Strasser und einem von Holston ihren Vorsprung auf 31:19 ausbauten (15.). Anthony Hilliard sorgte direkt im Anschluss mit einem Drei-Punkte-Spiel für die bis dahin höchste Dragons-Führung (34:19). Zwar schafften es die Braunschweiger angeführt von Visser wieder auf 34:25 zu verkürzen, doch Dragons-Kapitän Darren Fenn erlöste die Fans mit vier Punkten in Folge zum 38:25 (19.). In die Halbzeitpause gingen Fenn und Co., die nun erheblich mehr Braunschweiger Gegenwehr zu spüren bekamen, mit einer Elf-Punkte-Führung (40:29).

Die Gastgeber erwischten den besseren Start in die zweite Hälfte und hatten nun ihre Treffsicherheit wiedergefunden. Mit einem 2:9-Lauf kam die Mannschaft von Phantoms-Headcoach Sebastian Machowski auf vier Zähler heran (42:38) und zwang Koch zu seiner ersten Auszeit. Doch für die „Drachen“ lief es anschließend nicht wirklich besser. Nach einem unsportlichen Foul von Hilliard und einem technischen von King kamen die Ostniedersachen auf 44:43 heran (26.) und gingen kurz darauf das erste Mal seit Beginn des Spiels in Führung (46:47/27.). Wie schon gegen Bremerhaven machte sich bei den Dragons nun wieder die Unsicherheit bemerkbar. Die Braunschweiger nutzten dies sofort aus, um sich auf 49:53 etwas abzusetzen (29.). Zwar fingen sich die Dragons wieder und gingen durch einen weiteren Strasser-Dreier 54:53 in Führung, doch Braunschweig konterte und hatte einen kleinen Vorteil vor dem Schluss¬abschnitt (55:56).

Zwar brachte Hilliard seine „Drachen“ zunächst mit zwei Freiwürfen wieder in Front (57:56), doch ein 0:7-Lauf der „Phantome“ sorgte für die bis dahin höchste Führung der Gastgeber (57:63/33.). Im Anschluss an Fenns 59:63 hatte die Koch-Truppe mehrfach die Chance, das Spiel wieder knapper zu gestalten, aber ebenso wie bei den Braunschweigern, war auch bei den Quakenbrückern der Korb wie vernagelt. Dennoch gaben die Dragons nicht auf und erzielten in der 37. Minute durch King den 64:64-Ausgleich. Die Partie entwickelte sich nun zu einem Krimi. Hilliard brachte seine „Drachen“ mit vier Freiwürfen 70:66 in Front, doch Braunschweigs LaMarr Greer konterte mit einem Dreier zum 70:69 und Visser brachte die Dragons sogar wieder in Rückstand (70:71/40.). Aber Holston behielt die Nerven und vollstreckte sechs Sekunden vor dem Ende zum 72:71 mit einem Galerie-Wurf. Machowski nahm zwar noch einmal eine Auszeit, doch der letzte Wurf von Branko Jorovic verfehlte sein Ziel.

Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Ich bin natürlich sehr froh, dass wir gewonnen haben, auch wenn bei einem Sieg mit einem Punkt sicherlich ein wenig Glück dabei war. Es war wichtig, dass wir die Ausfälle von Bryan Bailey und Nathan Peavy und die verweigerte Freigabe für Frank Robinson weggesteckt haben. In der ersten Hälfte haben wir sehr gut gespielt, aber es gab Parallelen zum Bremerhaven-Spiel. Im dritten Viertel haben wir vor allem die Schnellangriffe sehr schlecht verteidigt. Im Gegensatz zum vergangenen Wochenende haben wir aber dieses Mal einen Weg gefunden, uns zu stabilisieren. Wir werden mit diesem Spiel keinen Schönheitspreis gewinnen. Der Sieg war aber in vielerlei Hinsicht wichtig, weil es unser ersten Auswärtssieg war und wir die drei Ausfälle weggesteckt haben.“

Sebastian Machowski (Headcoach New Yorker Phantos Braunschweig):
„Es hat sich wieder gezeigt, dass es schwierig ist gegen eine dezimierte Mannschaft zu spielen. Wir haben zu verhalten gespielt und zu schlechte Trefferquoten gehabt. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Aggressivität gezeigt, was sich in der Arbeit auf beiden Seiten unter den Körben gezeigt hat. Doch dann haben wir den Faden wieder verloren und das Spiel abgegeben. Am Ende fehlte dann das letzte Quäntchen Glück.“

New Yorker Phantoms Braunschweig - Artland Dragons 71:72 (29:40)

Die Viertel im Überblick: 10:19, 19:21, 27:15, 15:17

New Yorker Phantoms Braunschweig:
Kulawick (3 Punkte/1 Dreier), Mittmann (3/1), Visser (21, 9 Rebounds), Jorovic (13/2), Schneiders (5), Greer (9/1), Dennis (6, 6 Assists), Schröder, Gertz (n.e.), Theis (n.e.), McElroy (9/1), Melzer (2).

Artland Dragons:
Omamogho (n.e.), Hilliard (11), King (15, 8 Rebounds), Strasser (14/4 Dreier), Njei, Holston (20/2, 4 Assists), Grünheid (1), Doeinck (n.e.), Fenn (6), Hess (5/1), Hartenstein (n.e.).

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