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Dragons gleichen Serie gegen Bamberg aus

Dragons gleichen Serie gegen Bamberg aus

Die Artland Dragons haben die Halbfinalserie in den Beko BBL-Play-offs ausgeglichen. Am Samstagnachmittag besiegte die Mannschaft von Dragons-Headcoach Stefan Koch den hohen Favoriten Brose Baskets aus Bamberg 86:72 (44:44) und ist damit erst die dritte Beko BBL-Mannschaft, der in dieser Saison ein Sieg gegen den amtierenden deutschen Meister gelang.
Vor 3.000 Zuschauern in der ausverkauften Artland Arena starteten die Quakenbrücker zwar gut, mussten dann aber einen 0:12-Lauf hinnehmen und liefen einem Rückstand hinterher. Diesen glichen die Dragons zur Halbzeitpause aus und übernahmen Mitte des dritten Viertels die Führung, die sie bis zum Schluss nicht mehr abgaben. Bester Dragons-Werfer war Tyrese Rice mit 24 Punkten. Für die fränkischen Gäste traf Predrag Suput am häufigsten. Durch den Dragons-Sieg steht fest, dass es in jedem Fall ein viertes Duell beider Teams am kommenden Samstag, 28. Mai (15 Uhr, Artland Arena) geben wird. Tickets für dieses Spiel gibt es ab kommenden Montag, 23. Mai, 10 Uhr.

Die Dragons zeigten trotz Verletzungssorgen – neben Alexander Seggelke (Handbruch) fällt auch Johannes Strasser (Meniskusschaden) mehrere Wochen aus – von Beginn an, dass sie dieses Spiel gewinnen wollten. Adam Hess zwang Bambergs Headcoach Chris Fleming mit seinem Treffer zum 10:4 zu seiner ersten Auszeit (6.). Danach kamen die fränkischen Gäste deutlich besser in die Partie und übernahmen mit einem 0:12-Lauf die Führung (10:16/8.), während die Quakenbrücker mit Foulproblemen zu kämpfen hatten. Rob Kurz holte sich in der 8. Minute sein drittes Foul ab, Nathan Peavy und der wieder genesene Dragons-Kapitän Darren Fenn waren mit zwei Fouls belastet. Zwar unterbrach Rice den Bamberger lauf mit einem Dreier zum 13:16, doch der Titelverteidiger ließ sich davon nicht beeindrucken und legte zum Ende des Viertels einen 0:8-Lauf zum 13:24 hin.

Im zweiten Abschnitt schafften es die Artländer „Drachen“ zunächst, den Rückstand zu verkürzen. Einen Dreier von Bambergs Casey Jacobsen konterte Peavy ebenfalls mit einem Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Marke zum 20:27 (13.). Doch weiter kamen die Gastgeber an die Baskets zunächst nicht heran, ganz im Gegenteil. Suput erhöhte den Rückstand mit fünf Zählern in Folge wieder auf zwölf Punkte (27:39/16.). Doch wieder kämpfte sich die Koch-Truppe heran, Fenn traf in der 17. Minute zum 35:39. Mit einem technischen Foul von Bryan Bailey, der sich über einen Foul-Pfiff der Unparteiischen zu vehement beschwerte, brachten sich die Dragons dann fast um den Lohn der Aufholjagd. Doch einen Dreier von Bambergs Anton Gavel konterte Hess zum 40:44 (20.). Die „Drachen“ verteidigten nun bissig, so dass Rice mit der Halbzeitsirene den 44:44-Ausgleich erzielen konnte.

Die Bamberger erwischten den besseren Start nach der Pause und gingen durch einen Suput-Dreier 49:54 in Front (23.). Doch Hess war ebenfalls aus der Distanz zur Stelle. In der 25. Minute erzielte Rice per Freiwurf die erste Dragons-Führung seit der 6. Minute (55:54), welche Bailey nach einem unsportlichen Foul von John Goldsberry mit zwei weiteren Freiwürfen auf 57:54 ausbaute. Die Gäste aus Franken zeigten nun Nerven. Reyshawn Terry setzte einen Dunk auf den Ring, im Gegenzug schlossen Hess und Fenn den 15:2-Lauf der Dragons zum 64:56 ab. Bei dieser Acht-Punkte-Führung blieb es vor dem Schluss¬abschnitt.

Gleich zu Beginn des letzten Viertels ließ Bailey die Dragons-Fans mit einem Dreier zum 69:58 jubeln, doch Brian Roberts konterte für die Bamberger. Dennoch hatte das Wurfglück die Franken nun verlassen, während die Koch-Truppe ihren Vorsprung weiter ausbaute. Nach einer Fleming-Auszeit hebelte Hess die Bamberger Verteidigung mit einem Dreier zum 80:66 aus. Zwar versuchten die Gäste mit einer aggressiven Verteidigung noch einmal heranzukommen, doch die „Drachen“ fanden immer ein Mittel und zeigten mit 88 Prozent Trefferquote von der Freiwurflinie Nervenstärke, so dass der Sieg nicht mehr in Gefahr geriet.

Stimmen zum Spiel:

Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Die Ausgangsposition war für uns sehr schwer. Wir haben in der Braunschweig-Serie Alexander Seggelke verletzt verloren, in dieser Serie Johannes Strasser. Wir haben zwar mit Cecil Brown einen Guard hier, aber weil zwei Deutsche verletzt sind, können wir ihn nicht einsetzen. Unsere Neun-Mann-Rotation ist dadurch reduziert, dazu kamen heute Foulprobleme. Als Bamberg beim 10:4 eine Auszeit genommen und dann durch Freiwürfe in Führung gegangen ist, haben wohl nicht mehr viele Leute etwas auf meine Mannschaft gegeben. Doch die Spieler haben Herz und Charakter gezeigt, ich bin stolz.“

Chris Fleming (Headcoach Brose Baskets):
„Es war ein verdienter Sieg für Artland. Wir haben das Spiel aus zwei Gründen verloren. Zum einen waren unsere Guards heute nicht in der Lage, das Tempo zu kontrollieren, vor allem offensiv. Dadurch haben wir komplett unseren Rhythmus verloren. Außerdem haben die Schiedsrichter vom ersten zum zweiten Viertel ihre Linie geändert, darauf hat sich Artland besser eingestellt. Wir haben in dieser Phase etwas gejammert, während Artland produktiven Basketball gespielt hat. Wir haben aber auch nicht damit gerechnet, dass wir diese Mannschaft 3:0 schlagen. Es ist eine gute Serie und das wird sie auch bleiben.“

Artland Dragons - Brose Baskets 86:72 (44:44)

Die Viertel im Überblick: 13:24, 31:20, 22:14, 20:14

Artland Dragons:
Rice (24 Punkte/2 Dreier, 5 Assists), Keller (n.e.), Mangold (2), Niebuhr (1), Bailey (12/1), Fenn (10), Peavy (16/1, 9 Rebounds), Kurz (2), Hess (13/3), Boumtje Boumtje (6), Hartenstein.

Brose Baskets:
Goldsberry (3/1), Terry (9/1), Suput (15/3), Tadda (2), Schmidt (n.e.), Stuckey, Neumann, Pleiß (2), Roberts (13/2, 4 Assists), Jacobsen (4/1), Gavel (13/1), Hines (11, 7 Rebounds).
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