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Dragons kämpfen sich zum Sieg

Dragons kämpfen sich zum Sieg

Die Artland Dragons haben das Jahr 2011 mit einem Sieg beendet. Bei den FRAPORT SKYLINERS setzte sich die Mannschaft von Dragons-Headcoach Stefan Koch am Freitagabend 49:44 (19:21) durch und schob sich in der Tabelle der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) auf Rang drei vor. Im Spiel mit den zweitwenigsten Punkten in der Liga-Geschichte gewann keine der beiden Mannschaften einen Schönheitspreis. Den Rekord mit den wenigsten Punkten zur Halbzeit – bisher 43 – sicherten sich die zwei Klubs. In der zweiten Halbzeit setzten sich die Dragons zweimal zweistellig ab, ließen die dezimierten Hessen – nur sechs Spieler kamen zum Einsatz – aber wieder herankommen. Für die Dragons punktete nur Nathan Peavy zweistellig (zehn Zähler); bei den SKYLINERS glänzte Jermareo Davidson mit einem Double-double (19 Punkte, 13 Rebounds).
Die Dragons, bei denen wie schon gegen Berlin Goran Jeretin und Anthony Hilliard nicht im Kader standen, erwischten den besseren Start und gingen schnell 5:0 in Führung (2. Minute). Allerdings konterten die hessischen Gastgeber mit einem 0:6-Lauf und übernahmen die Führung. Die Partie war geprägt von Fehlwürfen auf beiden Seiten, so dass nur wenige Punkte erzielt wurden. Brandon Thomas brachte die Quakenbrücker mit einem Freiwurf 10:8 in Front (9.). Dabei blieb es auch bis zum Viertelende.

Im zweiten Abschnitt lief es im Angriff zunächst bei den Frankfurtern besser. Vor allem Davidson bereitete der Koch-Truppe Probleme und brachte seine Mannschaft mit zehn Punkten innerhalb von zwei Minuten 14:20 nach vorne. Kochs Auszeit zeigte ein wenig Wirkung, denn seine Mannschaft kam durch einen Dreier von Johannes Strasser und einen Korbleger von Bryan Bailey auf 19:20 heran (17.). Bis zur Halbzeitpause gelang den Dragons dann kein Punkt mehr, aber auch die Skyliners erzielten nur noch einen Freiwurf durch Davidson zum 19:21.

Aus der Kabine kamen die Dragons mit einem etwas sicheren Händchen und holten sich die Führung durch zwei Dreier von Peavy zurück (25:23/22.). Nach einem anschließenden 9:0-Lauf der Artländer „Drachen“ betrug der Vorsprung in der 27. Minute elf Punkte. Doch dann geriet der Dragons-Angriff wieder ins Stocken, so dass Frankfurt durch einen Dreier von Jimmy McKinney und zwei Freiwürfe von Quantez Robertson vor dem Schlussabschnitt auf 36:28 herankam.

Wieder starteten die Dragons besser als die Hausherren ins Viertel und bauten durch Bailey ihre Führung dieses Mal sogar auf zwölf Zähler aus (42:30/34.). Allerdings ließ die Mannschaft von SKYLINERS-Headcoach Muli Katzurin einen 0:9-Lauf zum 42:39 folgen (37.). Das Momentum war nun eindeutig auf Seiten der Frankfurter, doch die Quakenbrücker behielten die Ruhe und zogen durch Bailey und Peavy wieder auf 46:39 davon. Zwar verkürzte Davidson noch einmal auf 46:41, doch gegen die müden Frankfurter – vier Akteure standen die vollen 40 Minuten auf dem Parkett – geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr.

Mit dem elften Erfolg im 15. Beko BBL-Spiel sicherten sich die Dragons zudem die Teilnahme an der Qualifikationsrunde zum Beko BBL-Pokal. Diese wird voraussichtlich Anfang Februar ausgetragen. Die Paarungen müssen noch ausgelost werden.

Stimmen zum Spiel:

Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Es war sicherlich kein schönes Spiel. Wir haben im Angriff mit zu wenig Zielstrebigkeit agiert und sind dann in fragwürdige Situationen geraten, in denen wir zu unschlüssig waren. Der tolle Rhythmus der vergangenen beiden Spiele war wie weggeblasen. Dennoch ist es ein guter Sieg für uns, weil es immer sehr schön ist, das Jahr mit einem Erfolg zu beenden. Außerdem haben wir wie schon im Spiel gegen Berlin die Ruhe bewahrt und endlich mal eine Partie über die Verteidigung gewonnen. Natürlich waren die Möglichkeiten der Frankfurter limitiert, dennoch haben wir vor allem in der Eins-gegen-eins-Verteidigung mehr Fokus als zuletzt gezeigt. Und zu guter Letzt haben wir mit diesem Sieg definitiv die Teilnahme an der Qualifikationsrunde zum Beko BBL-Pokal geschafft.“

Muli Katzurin (Headcoach FRAPORT SKYLINERS):
„Wir haben das Spiel zu Beginn des dritten Viertels verloren. Wir haben nicht gepunktet und Artland hat einige Würfe getroffen. Dadurch haben sie Selbstvertrauen gewonnen. Aber wir hatten unsere Chancen, und das Team verdient eine Menge Respekt. Wir wissen, gegen wen wir gespielt haben. Artland hat im letzten Monat den besten Basketball der Liga gespielt. Unsere Wurfquote war nicht hoch genug, um das Spiel zu gewinnen. Alle Spieler haben viel Einsatz gezeigt und alles gegeben; ich bin sehr stolz auf das Team. Sie haben das Tempo gut kontrolliert. Chapeau an die Spieler.“

FRAPORT SKYLINERS - Artland Dragons 44:49 (21:19)

Die Viertel im Überblick: 8:10, 13:9, 7:17, 16:13

FRAPORT SKYLINERS:
Thompson (n.e.), Herber (5 Punkte, 3 Assists), Oldenburg (n.e.), Davidson (19, 13 Rebounds), Theilig (n.e.) Franke (n.e.), Nolte, Klisura (n.e.), McKinney (13/1 Dreier), Robertson (7/1), Burtschi.

Artland Dragons:
King (6), Strasser (5/1, 6 Rebounds), Njei (n.e.), Holston (7/1, 6 Assists), Bailey (8), Grünheid (2), Doeinck (n.e.), Fenn (4), Thomas (7, 6 Rebounds), Peavy (10/2, 6 Rebounds), Hess, Hartenstein (n.e.).

Njei bleibt ein „Drache“

Acha Njei bleibt den Artland Dragons bis Saisonende erhalten. Der deutsche Guard war zu Beginn der Spielzeit als Ersatz für den verletzten Christian Hoffmann verpflichtet worden und hatte zunächst einen Vertrag bis Jahresende unterschrieben. Weil nicht abzusehen ist, wie lange Hoffmann, der aufgrund eines drohenden Ermüdungsbruchs im Schienbein pausieren muss, noch ausfällt, hat der Quakenbrücker Beko Basketball-Bundesligist den Vertrag mit Njei verlängert. „Acha hat bisher einen sehr guten Job gemacht und besitzt ein hohes Maß an Rollenakzeptanz“, sagt Dragons-Headcoach Stefan Koch. „Er hat seine Aufgaben immer gut gelöst und ist gut in die Mannschaft integriert.“
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