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Dragons müssen sich knapp geschlagen geben

Dragons müssen sich knapp geschlagen geben

Die Artland Dragons haben das Spitzenspiel in der Beko Basketball Bundesliga verloren. Am 23. Spieltag unterlag die Mannschaft von Dragons-Headcoach Stefan Koch dem amtierenden Meister Brose Baskets aus Bamberg nach langem Kampf knapp 69:75 (39:42). Die 3.000 Zuschauer in der ausverkauften Artland Arena und viele mehr vor den Fernsehbildschirmen sahen ein intensiv geführtes Basketballspiel, dass dem Prädikat „Spitzenspiel“ gerecht wurde.
Dabei erspielten sich die Bamberger erst in der Schlussminute die entscheidenden, Sieg bringenden Punkte und ließen die „Drachen“ mit leeren Händen zurück. Bester Spieler der starken Dragons wurde Darren Fenn mit 19 Punkten und elf Rebounds; bei den Gästen avancierte Casey Jacobsen mit 16 Punkten zum erfolgreichsten Werfer.

Zu Beginn der Partie erarbeiteten sich die Bamberger leichte Vorteile und gingen durch Jacobsen in der 5. Minute 4:9 in Front. Doch mit je einem Dreier von Fenn und Johannes Strasser eroberten sich die Dragons die erste Führung zum 10:9. Zwei Minuten später brachte Alexander Seggelke seine „Drachen“ mit einem weiteren Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Marke 18:13 nach vorne. Die Quakenbrücker Basketballer waren nun im Spiel und bauten ihren Vorsprung durch zwei Freiwürfe von Nathan Peavy sogar auf 24:18 aus. Kurz vor dem Ende des ersten Abschnitts brachte Reyshawn Terry die Gäste mit einem Dreier noch auf 24:21 heran.

Im zweiten Viertel setzten sich die Gastgeber aus den Artland erstmals in der 13. Minute mit einem Dreier von Tyrese Rice zum 31:27 etwas ab. Aber das Spiel blieb spannend, da sich keines der beiden Teams nennenswerte Vorteil verschaffen konnte. In der 17. Minute glich Kyle Hines zum 34:34 aus. Wieder war es Rice, der seine Dragons mit einem Treffer aus der Distanz in Führung brachte. Das sollten allerdings die letzten Quakenbrücker Punkte vor der Halbzeitpause gewesen sein, während die Franken sich eine 39:42-Führung erarbeiteten.

Nach der Rückkehr aus den Umkleidekabinen lief es für die Dragons zunächst gar nicht gut. Jacobsen baute die Bamberger Führung auf acht Zähler aus, so dass Koch sich nach knapp einer Minute in diesem Abschnitt schon zu einer Auszeit gezwungen sah. Im Anschluss kämpfte sich die Koch-Truppe wieder heran (47:49/24.) und hatte sogar zweimal die Möglichkeit auf den Ausgleich, vergab diese aber. Die Mannschaft von Baskets-Headcoach Chris Fleming schaffte es anschließend sich wieder etwas Luft zu verschaffen (52:58), doch die Dragons konterten mit einem Fenn-Dreier und einem Drei-Punkte-Spiel von Rice (Korberfolg plus Freiwurf) zum 58:58 (29.). In den Schlussabschnitt gingen die Quakenbrücker mit einem knappen 60:61-Rückstand.

Im letzten Viertel legten beide Teams in der Verteidigung noch einmal zu. In den ersten fünf Minuten erzielten die fränkischen Gäste nur sechs Zähler, die Dragons allerdings nur zwei, so dass Koch eine erneute Auszeit nahm. Diese zeigte Wirkung, denn durch fünf Punkte in Folge vom wieder genesenen Bryan Bailey glichen die „Drachen“ zum 67:67 aus (37.). Doch wie schon im Hinspiel war es wieder ein Jacobsen-Dreier, der die Dragons auf die Verliererstraße brachte. Zwar kamen die Quakenbrücker durch zwei Bailey-Freiwürfe noch einmal auf 69:71 heran und hatten bei zwei vergebenen Hines-Freiwürfen die Chance, die Partie auszugleichen, doch Rice rannte sich fest. Im Gegenzug schickten die Dragons wieder Hines an die „Foullinie“, der bei noch acht verbleibenden Sekunden dieses Mal beide Würfe sicher verwandelte und die Bamberger uneinholbar 69:73 in Führung brachte.

Stimmen zum Spiel:

Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Bamberg verdient den allergrößten Respekt für diese herausragenden Saison, ganz besonders Chris Fleming, dessen Arbeit die Grundlage dafür ist. Ich bin enttäuscht, dass wir dieses Spiel verloren haben und wie wir es verloren haben. In der Schlussphase hat man ganz deutlich den Unterschied zwischen den beiden Teams gesehen. Bamberg hat gute Entscheidungen getroffen, mit mehr Fokus und Intensität gespielt. Das resultiert in besseren Prozentzahlen. Defensiv sieht man den Unterschied daran, dass Bamberg zehn Ballgewinne hatte, wir nur zwei. Wir haben uns beim 67:67 selbst die Chance genommen, dieses Spiel zu gewinnen, indem wir Entscheidungen getroffen haben, die uns in die falsche Richtung gebracht haben.“

Chris Fleming (Headcoach Brose Baskets):
„Wir hatten großen Respekt vor Artland, denn sie sind neben uns derzeit die beste Mannschaft. Sie waren gut vorbereitet und haben mit viel Selbstvertrauen gespielt, den Ball gut bewegt und gut geworfen. Im zweiten Viertel und nach der Halbzeit haben wir dann besser verteidigt, das war der Schlüssel für uns. Darren Fenn hat heute ein sehr gutes Spiel gemacht, gut geworfen, Pick and Roll gespielt und uns am Brett vor Probleme gestellt, das war nicht einfach zu verteidigen. Ich bin froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben, denn wir hatten nicht die beste Trainingswoche. Am Ende hat Kyle Hines das Spiel entschieden, was mich für ihn besonders freut, da er eine schwere Woche hinter sich hat. Seine Oma wurde beerdigt, was ihn emotional sehr mitgenommen hat. Wie ich gehört habe, spielen wir in dieses Saison noch einmal gegeneinander, darum spare ich mir jetzt noch weitere Worte dafür auf.“

Artland Dragons - Brose Baskets 69:75 (39:42)

Die Viertel im Überblick: 24:12, 15:21, 21:19, 9:14

Artland Dragons:
Rice (11 Punkte/2 Dreier, 7 Assists), Seggelke (5/1), Strasser (5/1), Bailey (13/1), Fenn (19/4, 11 Rebounds), Peavy (9), Hess (4/1), Boumtje Boumtje, Hartenstein.

Brose Baskets:
Goldsberry (5/1), Terry (11/1), Suput (8, 6 Rebounds), Tadda (3/1), Pleiß (5), Roberts, Jacobsen (16/3), Gavel (12/2), Hines (15, 6 Rebounds).

Pokalauslosung: Dragons treffen auf Bamberg

Die Artland Dragons müssen beim Beko BBL TOP FOUR im Halbfinale gegen die Brose Baskets aus Bamberg antreten. Das ergab die Auslosung am heutigen Samstag durch SPORT1-Experte Stephan Baeck. Die Partie wird am Samstag, 2. April, ab 20 Uhr in der Bamberger Stechert Arena ausgetragen. Bei einem Sieg treffen die Dragons im Finale um den Beko BBL-Pokal am Sonntag, 3. April, (16.45 Uhr, Stechert Arena) auf den Gewinner der zweiten Halbfinalbegegnung des Tages zwischen den DEUTSCHE BANK SKYLINERS und den New Yorker Phantoms Braunschweig (16.45 Uhr).
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