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Dragons ringen Tübingen nieder

Dragons ringen Tübingen nieder

Die Artland Dragons haben auch ihr zweites Heimspiel in der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) gewonnen. Gegen die WALTER Tigers Tübingen erkämpfte sich die Mannschaft von Dragons-Headcoach Stefan Koch vor 2.891 Zuschauern in der Artland Arena einen 108:103 (93:93, 38:48)-Sieg nach Ver-längerung. Wie schon in Gießen brauchten die Quakenbrücker zu viel Zeit, um die richtige Energie und Intensität auf das Parkett zu bringen. Kapitän Darren Fenn rettete seine Mannschaft mit einem Dreier in letzter Sekunde in die Verlängerung, wo endlich auch die wichtigen Würfe fielen. Am besten für die Dragons traf wieder einmal David Holston mit 26 Punkten. Für Tübingen erzielte Vaughn Duggins die meisten Zähler (27).
Die Dragons starteten gut in die Partie, ließen die schwäbischen Gäste dann aber besser ins Spiel kommen. Aus einer 4:2-Führung machte die Mannschaft von Tigers-Headcoach Igor Perovic in der 7. Minute nach einem Dreier von Louis Campbell einen 13:18-Rückstand. Koch reagierte zwar mit einer Auszeit, trotzdem wollte seinen „Drachen“ nichts so recht gelingen, während Tübingen vor allem im Nah- und Mitteldistanzbereich fast alles traf. So zogen die Tigers bis zum Ende des Abschnitts auf 15:26 davon.

Zu Beginn des zweiten Viertels schienen sich die „Drachen“ gefangen zu haben. Anthony King und Nathan Peavy verkürzten in der 13. Minute auf 22:28. Doch die Gäste ließen sich davon nicht verunsichern. Ganz im Gegenteil. Mit einem 2:10-Lauf bauten Reggie Redding und Co. die Führung sogar auf 14 Zähler aus, den bis dahin höchsten Vorsprung (24:38/15.). Die Dragons kämpften zwar, kamen aber nicht richtig in ihren Rhythmus. Dennoch brachte Anthony Hilliard die Quakenbrücker vor der Halbzeitpause durch zwei Freiwürfe auf 38:48 heran.

Die Kabinenansprache von Koch zeigte ihre Wirkung sofort. Die Dragons traten mit mehr Energie auf, so dass Fenn sein Team in der 22. Minute auf 44:48 heranbrachte. Perovic' Auszeit kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Seine Tigers befreiten sich mit einem 1:8-Lauf aus der brenzligen Situation (45:55/23.). Immer wenn die Dragons es schafften, sich ein bisschen heranzuarbeiten, hatte Tübingen die passende Antwort. Peavy brachte die Quakenbrücker auf 52:58 heran, doch Duggins war nicht zu stoppen und erzielte fünf Punkte in Folge zum 52:63 (28.). Trotzdem gaben die Artländer „Drachen“ nicht auf. Mit viel Herz und einem Holston-Dreier kam die Koch-Truppe vor dem Schlussabschnitt bis auf 63:65 heran.

Im letzten Viertel raubte zunächst wieder einmal Campbell den Dragons mit seinen Dreiern die Nerven. Der US-Guard sorgte dafür, dass der Rückstand der Koch-Truppe einfach nicht geringer wurde (67:74/33.). Dennoch gaben Fenn und Co. die Partie noch nicht verloren. Mit einem Kraftakt glichen die Quakenbrücker durch einen erneuten Holston-Dreier aus (76:76/35.) und erzielten durch einen weiteren Dreier von Peavy die erste Führung seit der 3. Minute (81:79/36.). Wie schon in Gießen wurde die Partie nun zu einem echten Krimi. Velimir Radinovic brachte die Gäste eine Minute vor dem Ende 86:90 in Front. Bei noch 16 Sekunden auf der Spieluhr hatte Hilliard die Möglichkeit an der Freiwurflinie für die Dragons auszugleichen, traf aber nur einen zum 90:91. Im Gegenzug traf Duggins beide Freiwürfe, so dass den Dragons nur noch 5 Sekunden blieben, um das Spiel mit einem Dreier in die Verlängerung gehen zu lassen. Doch diese fünf Sekunden waren genug Zeit für Johannes Strasser und Fenn. Der deutsche Guard passte den Ball zu seinem frei stehenden US-Center, der den Dreier eiskalt versenkte.

Vom Publikum getragen legten die Dragons in der Verlängerung zunächst vor und hatten sogar die Chance, ihren Vorsprung auf sechs Zähler auszubauen. Doch Strasser und Fenn vergaben diese Möglichkeit, so dass Josh Young im Gegenzug mit einem Drei-Punkte-Spiel (Korberfolg plus Freiwurd) das Spiel wieder eng machte (97:96/43.). Aber Koch konnte sich nun auf seinen Spielmacher verlassen. Holston traf zwei wichtige Dreier zum 100:96 und 103:98. Allerdings konterte Redding gleich mit einem Distanzwurf. Campbell verkürzte bei noch 16 Sekunden auf der Spieluhr mit zwei Freiwürfen zum 104:103, doch auch Holston behielt die Nerven an der Freiwurflinie. Den letzten Angriff der Tübinger wehrten die Dragons ab und sicherten sich den glücklichen 108:103-Sieg.

Stimmen zum Spiel:

Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Tübingen hatte einen sehr guten Plan für dieses Spiel, was ein Lob an Igor ist. Seine Spieler haben diesen Plan sehr gut umgesetzt. Das wirklich Positive für uns ist das Ergebnis. Ansonsten haben wir heute über weite Strecken eine Kopie des Spiels in Gießen gesehen. Wir haben lange gebraucht, um Intensität zu entwickeln. Wir spielen mit wenig Energie und Selbstvertrauen. Deshalb sind wir einfach nur froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben.“

Igor Perovic (Headcoach WALTER Tigers Tübingen):
„Es war ein tolles Spiel von beiden Mannschaften. Ich denke, wir haben es nicht verdient, dieses Spiel zu verlieren, aber so ist das nunmal. Einer muss verlieren, einer muss gewinnen. Wir haben heute gut und schlau gespielt. Am Ende haben wir den Preis für unsere Unerfahrenheit gezahlt, als Darren Fenn den ganz offenen Dreier trifft, den wir natürlich verteidigen wollten. Die Dragons haben verdient gewonnen, weil sie fast die ganze Zeit zurücklagen, gekämpft und dann die wichtigen Würfe getroffen haben.“

Artland Dragons - WALTER Tigers Tübingen 108:103 (93:93, 38:48)

Die Viertel im Überblick: 15:26, 23:22,25:17, 30:28, 15:10

Artland Dragons:
Omamogho, Hilliard (20 Punkte/1 Dreier), King (11), Strasser (5/1), Njei, Holston (26/5, 10 Assists), Grünheid (5), Doeinck (n.e.), Fenn (20/2, 6 Rebounds), Peavy (21/2, 6 Rebounds), Hess, Hartenstein (n.e.).

WALTER Tigers Tübingen:
Nash (5, 6 Rebounds), Simon (9/1), Duggins (27/3), Vargas (n.e.), Albus (n.e.), Campbell (16/4, 6 Rebounds), Radinovic (5), Redding (24/2, 6 Rebounds, 6 Assists), Young (8), Spoden, Hodzic (9).
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