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Dragons stoppen Berlins Siegesserie

Dragons stoppen Berlins Siegesserie

Die Artland Dragons schwimmen weiter auf einer Erfolgswelle. Im Spitzenspiel des 14. Spieltages der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) besiegte die Mannschaft von Dragons-Headcoach Stefan Koch Tabellenführer ALBA BERLIN am Dienstagabend 97:89 (48:50). Nach einem miserablen ersten Viertel, in dem die Quakenbrücker 31 Punkte kassierten, steigerten sich die „Drachen“ vor 3.000 Zuschauern in der ausverkauften Artland Arena von Minute zu Minute und erzielten nach einem zwischenzeitlichen 16-Punkte-Rückstand kurz vor das Halbzeit den 48:48-Ausgleich. Mehr Intensität in der Verteidigung gab dann den Ausschlag für den Sieg, zu dem Dragons-Topscorer David Holston 25 Punkte beisteuerte. Für die Berliner traf Derrick Allen am häufigsten (18 Zähler).
In den ersten Minuten des Spiels zeigten beide Teams ein sicheres Händchen vor allem von der Drei-Punkte-Linie. Einen Dreier von DaShaun Wood konterte Holston zum 3:3. Eine Minute später ließ Wood einem Dreier von Brandon Thomas einen weiteren Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Marke zum 8:8 folgen (3. Minute). Während sich die Quakenbrücker, bei denen Bryan Bailey und Adam Hess wieder im Kader standen, dafür Anthony Hilliard und Goran Jeretin nicht, dann zunehmend schwerer taten, trafen die Gäste aus der Hauptstadt weiter hochprozentig. Nachdem Berlins Kyle Weaver die Chance zum Drei-Punkte-Spiel (Korberfolg plus Freiwurf) vergab, sicherte sich Torin Francis den Rebound und ließ den Dragons-Rückstand auf 14:24 anwachsen (7.). Zum Viertelende kam es für die Koch-Truppe noch schlimmer: Ein Dreier von Heiko Schaffartzik sorgte für das 17:31. Guido Grünheid verkürzte noch auf 19:31.

Auch im zweiten Abschnitt lief es für die Artländer „Drachen“ zunächst nicht besser. In der 12. Minute baute Weaver die Berliner Führung auf 16 Punkte aus (21:37). Doch dann leisteten sich die „Albatrosse“ ein paar Unkonzentriertheiten, so dass Holston Mitte des Abschnitts den Rückstand mit einem Drei-Punkte-Spiel auf 33:41 verringerte. Der Abstand zwischen den beiden Teams blieb nun vorerst konstant, doch die Berliner wurden zunehmend nervöser. In der 18. Minute holte Koch seine Mannschaft noch einmal in einer Auszeit zusammen, die Wirkung zeigte. Johannes Strasser brachte die Dragons mit einem Dreier 42:48 heran. Angetrieben von der überragenden Kulisse folgten Punkte von Nathan Peavy, Thomas und Anthony King zum 48:48-Ausgleich. Lediglich die Zähler von Allen zum 48:50 störten den Zwischenspurt vor der Halbzeitpause ein wenig.

Nach den Kabinenansprachen blieben die Quakenbrücker in ihrem Rhythmus. Holston, Thomas und Bailey erzielten mit ihren Dreiern die erste Führung seit der 2. Minute (58:54/23.). Kurz darauf beschwerte sich Wood etwas zu vehement bei den Unparteiischen, die ein technisches Foul gegen den US-Spielmacher verhängten. Holston verwandelte beide Freiwürfe, den anschließenden Ballbesitz schloss King zum 64:56 ab (25.). Zwei weitere Dreier von Peavy und Strasser sorgten für die 74:64-Führung der Koch-Truppe.

Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts konterte Thomas einen Dreier von Marko Simonovic ebenfalls von außen zum 77:69. Francis brachte die Berliner in der 33. Minute auf 78:72 heran, aber die Quakenbrücker hatten immer wieder die passende Antwort. Knapp zwei Minuten vor dem Spielende baute Peavy die Dragons-Führung mit einem Drei-Punkte-Spiel auf 91:82 aus. Zwar kamen die Gäste durch Taylor noch einmal heran (92:86) und versuchten das Spiel durch Fouls noch zu drehen, konnten den Dragons den Sieg aber nicht mehr nehmen.

Stimmen zum Spiel:

Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Ich möchte das letzte Spiel des Jahres nutzen, um mich bei unseren Fans für die Unterstützung nicht nur bei diesem Spiel, sondern im ganzen Jahr zu bedanken. Die Fans unterstützen uns mit einer Intensität und in einem Maße, das wir als Mannschaft als äußerst angenehm empfinden. Genauso wichtig, wie es für uns war in diese kleine Pause mit einem Auswärtssieg in Oldenburg zu gehen, so wichtig war es für uns mit diesem Heimsieg wieder aus der Pause herauszukommen. Als es im zweiten Viertel 21:37 stand, hatte ich schon befürchtet, dass wir bis zu Halbzeitpause in einen fast uneinholbaren Rückstand geraten. Aber ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat Kampfgeist bewiesen, die Intensität in der Verteidigung gesteigert und sich so zurück ins Spiel gekämpft. Darum haben wir verdient gewonnen.“

Gordon Herbert (Headcoach ALBA BERLIN):
„Wir haben gesehen, dass Basketball ein Spiel mit Vierteln ist. Im ersten Viertel haben wir gut gespielt, im zweiten, dritten und vierten die anderen. Im ersten Viertel und zu Beginn des zweiten hatten wir das Momentum noch auf unserer Seite. Dann haben sie eine aggressivere Verteidigung gespielt. Bailey hatte großen Einfluss auf ihr Spiel. Mir haben einige Dinge in unserer Verteidigung nicht gefallen. Wir hatten zu viele Ballverluste in den ersten zehn Sekunden eines Angriffs und haben ihnen so einfache Punkte gestattet.“

Artland Dragons - ALBA BERLIN 97:89 (48:50)

Die Viertel im Überblick: 19:31, 29:19, 26:16, 23:23

Artland Dragons:
King (7 Punkte, 9 Rebounds), Strasser (9/3 Dreier), Njei (n.e.), Holston (25/2, 5 Assists), Bailey (3/1), Grünheid (9), Doeinck (n.e.), Fenn (4), Thomas (18/3), Peavy (19/1), Hartenstein (n.e.).

ALBA BERLIN:
Staiger (n.e.), Schultze (2), Schaffartzik (8//1, 8 Assists), Allen (18, 6 Rebounds), Francis (6), Simonovic (12/4), Wood (15/2), Weaver (10, 6 Rebounds), Idbihi (2), Taylor (16/1).
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