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Dragons stutzen Tigern die Krallen

Dragons stutzen Tigern die Krallen

Die Artland Dragons haben in der Beko Basketball Bundesliga ihren fünften Sieg in Folge geholt und damit einen großen Schritt in Richtung Play-off-Qualifikation gemacht. Bei den WALTER Tigers Tübingen gewann die Mannschaft von Dragons-Headcoach Stefan Koch am Ende souverän 75:57 (35:30) und schob sich aufgrund der gleichzeitigen Niederlage von ALBA Berlin wieder auf den dritten Tabellenplatz vor. Die Quakenbrücker Basketballer brauchten ein Viertel, um ins Spiel zu kommen, überzeugten aber in den folgenden drei Abschnitten. Schlüssel zum Sieg war eine deutliche Rebound-Überlegenheit (42:25) sowie eine bessere Dreier-Trefferquote (44 Prozent im Vergleich zu 6). Bester Werfer bei den Dragons war in erneuter Abwesenheit ihres Kapitäns Darren Fenn (Rückenprobleme) Tyrese Rice mit 19 Punkten. Für die Gastgeber aus Tübingen punktete Anatoly Kashirov am häufigsten (17 Zähler).
Vor 2.700 Zuschauern in der Tübinger Paul-Horn-Arena erwischten die Dragons keinen guten Start in die Partie. Zwar brachte Bryan Bailey seine „Drachen“ in der 4. Minute 5:4 in Front, doch dann schien der Korb für die Quakenbrücker wie vernagelt. Hinzu kam, dass Dragons-Spielmacher Rice schon in der 6. Minute mit seinem zweiten Foul vorerst auf der Bank Platz nehmen musste. So baute Johannes Herber die Tigers-Führung mit einem Dreier auf 5:11 aus (6.). Zwar blieb die Koch-Truppe zunächst dran (11:15/8.), ließ dann aber auch einfache Punkte an der Freiwurflinie liegen, so dass die Gastgeber ihren Vorsprung durch Nicolai Simon auf 12:21 ausbauten. Nathan Peavy war es, der das Viertelergebnis mit einem Dreier nicht ganz so deutlich aussehen ließ.

Im zweiten Abschnitt fanden die Gäste aus dem Artland nach und nach ihren Rhythmus in der Offensive. Johannes Strasser und Bailey verkürzten mit ihren Dreiern den Rückstand auf zwei Zähler (25:27/14.). Nur eine Minute später sorgte Rice mit einem Drei-Punkte-Spiel (Korberfolg plus Freiwurf) für die erste Dragons-Führung seit Beginn des ersten Viertels (29:27). Bei den Norddeutschen lief es nun besser; Peavy schloss den 11:-0-Lauf in der 17. Minute zum 33:27 ab. Zwar kamen die Tiger durch Dane Watts noch einmal auf drei Zähler heran, doch Ruben Boumtje Boumtje stellte den 35:30-Halbzeitstand her.

In die zweite Hälfte starteten die Dragons mit einem Dreier von Adam Hess. Mit einem 0:6-Lauf machten die Süddeutschen das Spiel aber wieder spannend (38:36/23.). Wie sooft in dieser Saison war Verlass auf Rice. Der US-Guard verschaffte seiner Mannschaft mit einem Dreier zum 41:36 wieder etwas Luft. Zwar waren auch die Tübinger immer wieder erfolgreich, doch der Doppelschlag von Rob Kurz von jenseits der 6,75-Meter-Marke ließ den „Drachen“-Vorsprung erstmals zweistellig anwachsen (51:40/26.). Bis zum Ende des Abschnitts schaffte es die Mannschaft von Tigers-Headcoach Igor Perovic nicht, die Gäste entscheidend einzuschränken und ging mit einem Zehn-Punkte-Rückstand ins Schlussviertel.

Zu Beginn der letzten zehn Minuten zeigte Dragons-Forward Kurz weiterhin ein sicheres Händchen aus der Distanz. Korbleger von Kashirov und Branislav Ratkovica konterte der US-Amerikaner mit Dreiern zum 59:48 und 50:62 (32.). Strasser traf drei Minuten später seinen dritten von drei Dreiern zum 67:52, der schon fast eine Vorentscheidung brachte. Dann setzte auf beiden Seiten allerdings eine Wurfflaute ein, die die Gastgeber als erste mit einem Kashirov-Korb zum 67:56 beendeten. Die Koch-Truppe hingegen punktete erst nach mehr als vier Minuten wieder durch ihren Topscorer Rice, der vier weitere Zähler zum 73:57 folgen ließ, so dass der Dragons-Sieg nicht mehr in Gefahr geriet.

Stimmen zum Spiel:

Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Wir haben heute mit mehr Energie gespielt als gegen Gießen, sind aber im Angriff zu sorglos mit dem Ball umgegangen. Die 18 Ballverluste sind sicherlich auch der guten Tübinger Verteidigung zuzuschreiben; wir haben aber in Schnellangriffen zu sorglos gespielt und den Ball zu sorglos gepasst. Defensiv waren wir okay, allerdings nicht so gut, wie es die 57 zugelassenen Punkte vermuten lassen, denn Tübingen hat von außen einfach nicht getroffen. Dennoch haben wir die letzten drei Viertel zusammengerechnet 60:36 gewonnen, was ein guter Wert ist. Es war ein guter Sieg für uns, der fünfte in Folge, der fünfte ohne Darren Fenn. Das hätten sicherlich nicht viele Leute gedacht, das wir das schaffen. Aber wir wissen auch, dass wir nächstes Wochenende in Bamberg besser spielen müssen als heute.“

Igor Perovic (Headcoach WALTER Tigers Tübingen):
„Wir hatten große Probleme von außen und konnten so keine Würfe machen. Der Beginn war gut, damit war ich zufrieden, dann haben wir aber das Spiel aus der Hand gegeben und gegen eine starke Mannschaft verdient verloren. Unsere Spieler sind nach einer langen Saison sehr müde, das ist ein Problem für uns. Zudem fehlt uns Kenny Williams, ein weiterer Grund hierfür ist unsere kurze Bank. In den nächsten zwei Wochen bis zum Spiel gegen Göttingen müssen wir nun unsere Akkus wieder aufladen und die Saison gut beenden.“

WALTER Tigers Tübingen - Artland Dragons 57:75 (30:35)

Die Viertel im Überblick: 21:15, 9:20, 16:21, 11:19

WALTER Tigers Tübingen:
Herber (9 Punkte/1 Dreier), Ratkovica (6, 7 Assists), Markovic (4), Simon (8), Kashirov (17), Maibaum (n.e.), Oliver (2), Thomas, Watts (9, 7 Rebounds), Crawford (2), Lukic.

Artland Dragons:
Rice (19/1), Seggelke, Mangold (n.e.), Strasser (11/3), Niebuhr (n.e.), Bailey (13/1, 5 Assists), Peavy (9/1, 11 Rebounds), Kurz (14/4), Hess (6/1), Boumtje Boumtje (6), Hartenstein (n.e.).

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