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Dramatischer 70:68-Erfolg in Bayreuth

Dramatischer 70:68-Erfolg in Bayreuth

Welch spannende und dramatische Begegnung erlebten die 3150 Zuschauer in der Bayreuther Oberfrankenhalle am Samstagabend! Nach 40 Spielminuten setzten sich die WALTER Tigers Tübingen gegen den heimischen BBC Bayreuth vor einer beeindruckenden und extrem lautstarken Kulisse knapp mit 70:68 (43:33) durch. Die Schützlinge von Tigers-Cheftrainer Igor Perovic brachten den Sieg letztendlich über die Zeit, die Schwaben mussten jedoch im letzten Angriff noch um das wichtige Erfolgserlebnis bangen.
Die Oberfranken hatten im Schlussabschnitt noch 14 Sekunden Zeit, um sich in die Verlängerung zu kämpfen oder gar mit einem erfolgreichen Dreier den Todesstoß für die Tübinger zu setzen. Doch der letzte Bayreuther Angriff lief zu unstrukturiert, Steve Wachalski, Jared Reiner und Jaivon Harris vergaben die finalen Verzweiflungswürfe und nach dem letzten Wurfversuch packte sich Dane Watts den letzten Rebound in dieser dramatischen Partie. Die Uhr war abgelaufen und der wichtige Auswärtssieg geschafft! Ein etwas glücklicher, aber auch nicht unverdienter Sieg der Schwaben, obwohl die Tübinger drei von vier Viertel abgeben mussten. Augenzeuge des Spiels war auch der ehemalige Meistertrainer Georg Kämpf, der mit den Tübingern in der Saison 2003/2004 in die Beko Basketball Bundesliga aufgestiegen ist.

Erneute Schwäche von der Freiwurflinie

Grenzenloser Jubel bei den etwa 50 Tübinger Fans sowie den 30 Tigers-Sponsoren in der Oberfrankenhalle, große Enttäuschung und Ernüchterung bei den Bayreuther Anhängern, die ihre Mannschaft aber von der ersten Spielminute an bravourös von begeisternd anfeuerten. Bester Akteur der Neckarstädter war Watts mit 25 Punkten und zehn Rebounds, einzig von der Freiwurflinie versagten dem 24-jährigen US-Amerikaner mehrfach die Nerven. Nur vier von elf Würfen (36%) fanden den Weg durch die Reuse. Insgesamt ließen die Schwaben satte 17 Würfe von der Linie liegen und machten es sich am Ende noch selbst recht schwer. So haderte auch Perovic in der Mannschaftskabine: „Wir müssen diese Chancen einfach besser verwerten, sonst werden wir von anderen Mannschaft böse bestraft“, so der 36-Jährige zu seinen Spielern, die er natürlich aber auch lobte. „Es war nicht einfach hier zu bestehen, doch wir haben beherzt gekämpft und am Ende verdient gewonnen. Wir dürfen uns nun aber nicht ausruhen, müssen weiter hart arbeiten, damit wir noch viele Partien gewinnen können“, zeigte sich Perovic nach vorne blickend sehr entschlossen.

Dane Watts dominiert erstes Viertel

Für beide Mannschaften stand vor der Begegnung viel auf dem Spiel. Für die BBC-Truppe von Cheftrainer Andreas Wagner war es ein weiteres, richtungsweisendes Spiel im Kampf um den Klassenerhalt. Die Schwaben konnten sich mit einem Sieg weiter in Richtung Mittelfeld der Tabelle vorarbeiten und sich die größten Abstiegssorgen vom Leib halten. Die Tübinger erwischten den besseren Start und knüpften nahtlos an die tolle Derby-Leistung gegen Ludwigsburg an. Nur insgesamt drei Mal konnte der Gastgeber durch Marcus Ginyard (2:0, 1.) und Jared Reiner (4:2, 1.; 6:4, 2.) in Führung gehen. Im weiteren Verlauf des ersten Viertels spielten dann fast nur noch die Perovic-Schützlinge. Mit einem 10:0-Lauf zogen die Schwaben auf 14:6 davon (5.). Und auch im weiteren Spielverlauf liefen die Oberfranken einem Rückstand hinterher. Nach zehn Minuten führten die WALTER Tigers mit 32:18. Dabei kam Watts im ersten Spielabschnitt auf beachtliche 13 Punkte, darunter drei erfolgreiche Dreier.

Anschließend geriet der Tigers-Express merklich ins Stocken. Bezeichnend war ein Airball von Spielmacher Branislav Ratkovica in der 13. Minute. Überhaupt kämpfte sich der Tabellenvorletzte nun besser ins Spiel, vor allem Neuzugang Ekene Ibeke ackerte unter den Körben und sammelte wichtige Rebounds für seine Farben. Die Schwaben ließen sich jedoch nicht aus der Fassung bringen und lagen konstant einige Punkte in Front (36:23, 13.; 37:30, 16). Nach genau einer Viertelstunde mussten beide Teams eine kleine Zwangspause einlegen, die Anzeigenuhr war kurzfristig ausgefallen. Wenige Zeigerumdrehungen später konnten die drei Unparteiischen die Partie jedoch wieder anpfeifen. Das Bayreuther Spiel war geprägt von einer Presse übers komplette Spielfeld, doch Ratkovica brachte den Ball stets sicher in die gegnerische Hälfte und setzte seine Mitspieler immer wieder gut in Szene. Insgesamt neun Assists gelangen dem 25-jährigen Point Guard der Schwaben. Mit einem Vorsprung von zehn Punkten (43:33) gingen beide Kontrahenten in die Halbzeitkabinen und kühlten sich von der hitzigen Stimmung im ansonsten kalten und schneebedeckten Bayreuth ab.

Tigers halten Vorsprung

Im dritten Viertel änderte sich nicht viel. Die Bayreuther warfen weiterhin alles in die Waagschale, doch die Tübinger zogen ihr Spiel meist souverän durch. Nach einem technischen Foul von Ratkovica (25., 50:43) wurde die Partie noch hitziger, aber die Wagner-Truppe konnte den Rückstand bis zum Viertelende nicht egalisieren. So vergab auch die Heimmannschaft zu viele Möglichkeiten von der Freiwurflinie (neun von 18, 50%). Johannes Herber, Kenny Williams, Ratkovica, Watts, Anatoly Kashirov und Radovan Markovic trugen sich im dritten Spielabschnitt allesamt in die Punkteliste der Gäste ein. In der 28. Minute kassierte auch der starke Ginyard (zehn Punkte, fünf Rebounds) ein technisches Foul, Markovic traf die beiden Freiwürfe souverän zum 55:49. Nach 30 gespielten Minuten gingen die Tübinger mit einem 59:52-Vorsprung in die letzten zehn Spielminuten, und diese waren dann höchst dramatisch bis zur Schlusssekunde.

Spannende Schlussminute

Nach 35 Zeigerumdrehungen hatten die Schwaben einen komfortablen Vorsprung von neun Zählern (65:56). Die Bayreuther freilich waren noch lange nicht tot und gaben sich zu keiner Sekunde frühzeitig geschlagen. Der bis dahin blass wirkende Scharfschütze Pete Campbell streute innerhalb von wenigen Sekunden zwei Dreier zum 62:65 ein und die Franken witterten wieder Morgenluft. 53 Sekunden vor Spielende glich Steve Wachalski aus mit einem Wurf jenseits der 6,75 Meter Linie zum 67:67. Irre Stimmung, Nervenkitzel und Dramatik pur in der Oberfrankenhalle. So mitreißend, toll und genial kann Basketball sein! Im Gegenzug brachte Watts seine WALTER Tigers vor Ablauf der 24-Sekunden-Uhr wieder in Front - 69:67 für die Perovic-Truppe. Ibekwe (36.) und Campbell (39.) waren zu dieser Spielphase schon mit dem fünften Foul ausgeschieden, BBC-Spielmacher Drew Neitzel folgte seinen Kameraden in der Schlussminute auf die Bank. Wachalski traf nur einen seiner beiden Freiwürfe zum 68:69. Noch waren 16 Sekunden zu spielen. Watts wurde gefoult und musste an die Linie. Der US-Amerikaner vergab beide Möglichkeiten, sicherte sich aber den wichtigen Offensivrebound. Erneutes Foul an Watts und wieder der undankbare Gang an die Linie. Zumindest ein Zähler gelang dem Tübinger Power Forward zum 70:68. Die restlichen 14 Sekunden sind bekannt, die Bayreuther konnten das Spielergebnis nicht mehr ändern und die Tübinger Anhänger feierten ausgelassen ihre Lieblinge.

Chris Oliver hatte nicht den besten Tag erwischt und ärgerte sich selbst über seine mäßige Leistung. Dem 25-jährigen Small Forward gelangen in knapp 33 Minuten nur fünf Punkte und drei Rebounds. Somit haben die Schwaben jedoch eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch ohne ihren zweitbesten Scorer wichtige Spiele gewinnen können. Bester Spieler der Bayreuther war Reiner mit 18 Punkten und 13 Rebounds.

Nächstes Heimspiel gegen Oldenburg

Mit dem Erfolg in Oberfranken gelang erstmalig in dieser Spielzeit eine kleine Serie von drei Siegen hintereinander. Am Samstag treffen die WALTER Tigers im heimischen Dschungel (20 Uhr – Paul Horn-Arena) dann auf die EWE Baskets Oldenburg und wollen ihre Miniserie natürlich weiter ausbauen. An die Norddeutschen haben die Tübinger gute Erinnerungen, gelang in der Huntestadt doch der erste von insgesamt vier Auswärtserfolgen in der Spielzeit 2010/2011. Tickets gegen den deutschen Meister aus dem Jahr 2009 gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, im Tigers Onlineshop unter www.walter-tigers.de sowie am Spieltag ab 18.30 Uhr an der Abendkasse.

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