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Dreierfestival ebnet Hagener Sieg

Dreierfestival ebnet Hagener Sieg

Nach den zwei Überraschungserfolgen gegen ALBA BERLIN (74:70) und die Telekom Baskets Bonn (79:73) haben die Tübinger Bundesliga-Basketballer das dritte Spiel innerhalb von einer Woche beim Tabellennachbarn Phoenix Hagen mit 91:99 (36:52) verloren. Und diese Niederlage geht absolut in Ordnung, denn die Mannschaft von Phoenix-Trainer Ingo Freyer legte vor 2979 Zuschauern einen souveränen Start-Ziel-Sieg auf das Parkett.
75 von 99 Zählern erzielten die Feuervögel mittels Treffer jenseits der 6,75 Meter Linie (15/31) sowie Freiwürfen (30). Die Schwaben hatten große Probleme gegen die schnellen Guards des Gastgebers um die US-Amerikaner Mark Dorris (26 Zähler), Kevin Bell (22) und Quentin Pryor (13), dazu ackerte Landsmann Jacob Burtschi wie besessen unter den Körben. Zwölf Punkte und 15 Rebounds sammelte der Hagener Power Forward und stellte die Mannschaft von Tigers-Cheftrainer Igor Perovic im Angriff sowie in der Verteidigung vor große Probleme. Bei den Gästen war erneut Spielmacher Branislav Ratkovica bester Mann. 22 Punkte, neun Assists und vier Rebounds standen für den 25-jährigen Serben zu Buche. Auch Perovic blieb nichts anderes übrig als seinem Trainerkollegen zum Erfolg zu gratulieren: „Hagen hat verdient gewonnen. Sie haben sehr schnell gespielt und viele wichtige Würfe von außen getroffen. Wir konnten unseren Spielplan leider nicht umsetzen und liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Gegen Spielende konnten wir nochmals verkürzen, zu mehr hat es leider nicht mehr gereicht“, so Perovic, der krankheitsbedingt auf Nico Simon (Erkältung) verzichten musste.

Die Partie begann für die Tübinger denkbar schlecht. Nach 106 Sekunden führte die Freyer-Truppe bereits mit 8:0 und Perovic bat zur ersten Auszeit. Mit Erfolg: Die Gäste kamen nun etwas besser ins Spiel und verkürzten bis zur fünften Minute auf 6:10. Nun kam die erste Serie von "Dreiern" auf Seiten der Hagener. Pryor, Bell und Zygimantas Jonusas trafen aus der Distanz und erhöhten auf 19:10 (8.). Eine Zeigerumdrehung später stand es sogar 25:12, ehe Ratkovica und Radovan Markovic in den letzten 60 Sekunden des ersten Viertels auf 17:25 verkürzen konnten.
Die Tigers starteten gestärkt in den zweiten Spielabschnitt und holten durch den guten Ratkovica und Kenny Williams zum 22:26 (12.) auf. Näher als vier Zähler kamen die Schwaben über die restliche Begegnung nicht mehr heran und die Phoenix-Mannschaft spielte sich fortan in einen wahren Offensivrausch. Mit einem 7:0-Lauf schraubten die Hausherren den Vorsprung auf 47:32 (17.). Hagen schloss die Angriffe sehr schnell und erfolgreich ab, während die Neckarstädter kein Mittel gegen das Spiel des Gegners fanden. Mit einem Rückstand von 16 Punkten (36:52) gingen die Schwaben in die Halbzeitpause und in dieser zeigte sich Perovic mit dem Gezeigten seiner Schützlinge überhaupt nicht zufrieden. „Wir müssen aggressiver spielen, das Spiel und das Tempo besser kontrollieren“, forderte der 36-Jährige von seinen Spielern.

Doch auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Spiel nicht wesentlich. Hagen dominierte weiter das Spielgeschehen und traf in der Offensive fast nach Belieben. Zumindest taute Tigers-Spieler Chris Oliver nun ein wenig auf und erzielte im dritten Spielabschnitt 13 seiner insgesamt 17 Punkte, daneben kam Anatoly Kashirov auf acht Zähler (14 Punkte gesamt). Doch die fünf besten Hagener Korbschützen in der Saison 2010/2011 (Burtschi, Bell, Pryor, Dorris, Jonusas) drückten dem Spiel weiter ihren Stempel auf. Jene fünf Akteure erzielten alle 24 Punkte des Gastgebers im dritten Viertel. Dorris, Bell und Burtschi trafen eine zweite Serie von Distanzwürfen zum 69:53 (27.). Die Tübinger versuchten den Rückstand zu minimeren, doch auf weniger als neun Punkte (62:71, 29.) erlaubte die Freyer-Truppe es nicht. Mit 64:76 gingen die Unistädter in den Schlussabschnitt.

Auch hier änderte sich nichts großartiges, nach 36 Minuten führte der Gegner mit 89:75 und die eigenen Anhänger feierte ihre Mannschaft schon gebührend. Doch im Anschluss trafen die Hagener Scharfschützen nichts mehr und die Tigers konnten mit einem 9:0-Lauf nochmals auf 89:84 verkürzen. In den letzten 120 Sekunden versuchten die Tübinger den Gegner mit schnellen Fouls nochmals an die Linie zu bringen und hofften auf ausreichend Fehlversuche, um selber im Angriff das Unmöglich noch möglich zu machen. Doch Jonusas (zwei), Bell (vier), Matt Terwillger (zwei) und Dorris (zwei) blieben eiskalt und trafen alle restlichen zehn Freiwürfe souverän. Am Ende stand eine 91:99-Niederlage für die Neckarstädter zu Buche.

Unglücklicherweise knickte Tigers-Center Kenny Williams in der Schlussphase noch um, in der 36. Minute war für den 25-jährigen US-Amerikaner ohnehin Schluss. Mit fünf Fouls musste „fear the beard“ auf der Bank Platz nehmen. Wie schwer die Verletzung von Williams letztendlich ist, zeigt sich erst am Montagmorgen bei Mannschaftsarzt Dr. Jürgen Fritz im Winghofer Medicum in Rottenburg.

Vor der zweiwöchigen Spielpause aufgrund des Beko BBL ALLSTAR Days am 22. Januar in Trier, treffen die Perovic-Schützlinge auf die Trierer von Trainer Henrik Rödl. Das Hinspiel konnten die Gäste mit 68:63 für sich entscheiden, am kommenden Samstag (15.01. – 20 Uhr – Paul Horn-Arena) findet das Rückspiel im Tübinger Dschungel statt. Dann mit hoffentlich besseren Ende für die WALTER Tigers…
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