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Durchatmen, aber nicht aufatmen: Heimsieg gegen Göttingen bringt Ruhe

Durchatmen, aber nicht aufatmen: Heimsieg gegen Göttingen bringt Ruhe

Die Silvesterfeier dürfte moderat, aber doch entspannt ausfallen. Mit dem sechsten Saisonsieg, einem 83:77 (44:44) gegen den Tabellenletzten BG Göttingen, verschaffte sich Phoenix Hagen vor eigenem Publikum eine kleine Verschnaufpause im Abstiegskampf der Beko BBL.
Selten verlief die Pressekonferenz nach einem Spiel so entspannt für Trainer Ingo Freyer. Kurz vor dem Jahreswechsel hatte seine Mannschaft zuvor nach einer durchaus schwierigen Hinserie den dritten Sieg nacheinander eingefahren: „Wir sind unserem großen Ziel, dem Klassenerhalt, ein wenig näher gekommen.“ Ein „Feierabend-Bierchen“ durfte es anschließend schon sein. Mehr aber auch nicht, denn am Samstag und Sonntag stehen Trainingseinheiten an, um am Montag bei den Artland Dragons bestehen zu können.

Ausverkauft war die ENERVIE Arena gegen Göttingen, und das erstmalig in dieser Saison. 3.209 Fans waren zwischen den Jahren schon vor Spielbeginn bestens drauf. Die Laune stieg weiter, als Adam Constantine zum 7:1 dunkte (2.). Phoenix Hagen, das wieder mit Brandon Brooks antreten konnte, lieferte ein sauberen Start ab. Jordan Hasquet beendete einen kurzweiligen ersten Abschnitt mit vier Punkten zum 26:17.

Doch Göttingen erwies sich als ausgesprochen zäher Gegner, der vor allem in der ersten Halbzeit auch die schweren Würfe traf. Als dann noch die Dreier der Niedersachsen fielen, kam Phoenix defensiv ins Schwimmen. Insbesondere Forward Sean Evans beschäftigte die Feuervögel und zeigte sich auch für die 40:38-Führung der Veilchen verantwortlich. Doch Phoenix Hagen hatte Zygimantas Jonusas (21 Punkte und 5 Dreier in der ersten Hälfte) und ging mit einem 44:44 in die Kabine. „Immerhin“, so war es in der Pause an vielen Stellen zu hören, „ist es nicht so wie gegen Tübingen und Frankfurt.“ Gegen diese „schlagbaren“ Gegner lag Phoenix schon nach Halbzeit eins jeweils aussichtslos zurück.

Das dritte Viertel stand im Zeichen von Raymond Sykes. Phoenix bekam jetzt einfach keinen Zugriff mehr auf den athletischen Göttinger Center, der nun die Bretter dominierte. Der Vorteil beim Rebound, den Phoenix zunächst hatte, war verloren. Zwei Dreier von Tristan Blackwood zum 60:56 als Weckruf und ein technisches Foul gegen Jerel Allen, das Jordan Hasquet zu insgesamt vier erfolgreichen Freiwürfen verhalf, ließen Hagen dennoch auf 70:62 davonziehen. Sechs Minuten lang gelang der BG jetzt kein Punkt mehr. Phoenix verpasste es in dieser Phase mehrfach, sich weiter als bis auf 74:62 abzusetzen (33.).

Und so wurde es noch einmal eng. Zwar konnten die Hagener Raymond Sykes jetzt besser vom eigenen Korb fernhalten. Die eigene Offensivabteilung vermeldete aber eine nennenswerte Flaute. In der vorletzten Minuten markierte Sykes per Tip-in das 78:75. Dann kam die Erlösung: Zygimantas Jonusas traf den so wichtigen Dreier zum entscheidenden 81:75. Mit dem 83:77-Sieg legte Phoenix Hagen einen weiteren Grundstein für den Klassenerhalt. „Mehr aber auch nicht“, wie Ingo Freyer schnell anmerkte. Und das, so Freyer weiter, wird sich womöglich schon am Montag in Quakenbrück zeigen: „Ein ganz starker Gegner, der mich vor einigen Tagen gegen Berlin schwer beeindruckt hat.“

Eine weitere positive Nachricht gab es für die Phoenix-Fans am Rande der Partie. Center Adam Constantine, der diesmal federführend bei der obligatorischen Humba war, wird zumindest einen weiteren Monat in Hagen bleiben. Ein neuer Aufbauspieler ist derweil nicht in Sicht. „Die Kandidaten, die auf dem Markt sind, überzeugen uns nicht. Wir haben mit Adam sowieso sieben Ausländer und werden uns bei der Suche noch etwas gedulden“, so Ingo Freyer.

Trainerstimmen:

Ingo Freyer: "Ich bin sehr froh, dass wir dieses wichtige Heimspiel gewonnen haben. Der Sieg war noch wichtiger als die beiden letzten, weil wir ihn gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf geholt haben. In der ersten Hälfte haben wir solide gespielt. Am Ende haben wir dann sehr gut verteidigt. Insgesamt konnten wir an die letzten Leistungen anknüpfen. Jetzt können wir gut ins neue Jahr starten. Wir müssen aber konzentriert bleiben und uns weiter verbessern."

Michael Meeks: "Gratulation an Hagen. Sie haben ein sehr aggressives Team. Wir haben vorher über die Guards und über Zygimantas Jonusas gesprochen, der unberechenbar ist und uns sehr weh getan hat. Ich bin trotz der Niederlage stolz auf meine Mannschaft, die sich nie hängen lässt. Wir haben gekämpft und alles gegeben. Wenn du unten steht, kannst du nur kämpfen oder aufgeben. Wir geben nicht auf. Unsere jungen Spieler arbeiten jeden Tag hart daran, um zu gewinnen."

Phoenix Hagen: Jonusas (26/6), Carter (17/1, 8 Ass.), Hasquet (12), Brooks (8/1), Blackwood (6/2), Kruel (6), Constantine (6), Seward (2), Rockmann, Spohr.

BG Göttingen: Evans (22, 10 Reb.), Sykes (22, 10 Reb.), Bauscher (15/2), Horne (10), Weber (5), Bailey (3/1), Mafra, Noch.

Zuschauer: 3.209 (ausverkauft)

Stationen: 10:7 (5.), 26:17 (10.), 33:32 (15.), 44:44 (20.), 54:56 (25.), 70:62 (30.), 76:66 (35.), 83:77 (40.).

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