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Ein Abend für Gewinner: Hagen siegt - Gießen bleibt drin

Ein Abend für Gewinner: Hagen siegt - Gießen bleibt drin

Es war kein Abend für Verlierer. Der 83:73 (45:40)-Sieg von Phoenix Hagen gegen die LTi GIESSEN 46ers geriet fast zur Nebensache. In der mit 3.065 Zuschauern wieder einmal ausverkauften ENERVIE Arena feierte Phoenix Hagen den gelungenen Ausklang einer starken Saison, während die Gäste aus Gießen am Ende heilfroh über den Klassenerhalt waren.
Über 200 lautstarke Fans begleiteten die Hessen an die Volme. Mit einem Sieg hätten sich die 46ers aus eigenen Kraft retten können. Doch zu einem nervenzerfetzenden Engpass in Sachen Siegen kam es erst gar nicht, denn die Konkurrenten im Abstiegskampf aus Bayreuth und Weißenfels konnten keinen Druck auf Gießen ausüben. Die Bayreuther waren von Beginn an chancenlos im Bamberger Angriffswirbel und verloren mit 52:85. Und auch der Mitteldeutsche BC, der daheim gegen Göttingen unbedingt einen Sieg brauchte, sollte keine Gefahr für das Team von Steven Key darstellen.

Die Augen waren dann auch mehr auf den Live-Ticker als auf das Spielfeld gerichtet. Der 0:13-Fehlstart des MBC verzückte die Gießener Fans. „Und wir steigen niemals ab...“ schallte es durch die ENERVIE Arena. Der 22:21-Vorsprung der eigenen Mannschaft nach zehn Minuten geriet fast zur Nebensache. Im Hagener Dreierwirbel verloren die Gießener im zweiten Abschnitt den Überblick. Hagen zog auf 37:30 davon und führte zur Pause mit 45:40. Von „fehlender Aggressivität in dieser Phase“ sprach Steven Key nach der Partie.

Doch das scherte zu diesem Zeitpunkt schon längst niemand mehr. Mit 19:40 lag der MBC zur Halbzeit hinten. Und allen war klar, was das bedeutet. Die zweite Hälfte in Hagen war dann auch nur wenig dazu geeignet, die Basketball-Annalen zu bereichern. Dank Mark Dorris, der vor der Pause punktlos blieb, setzte sich Phoenix bis auf 59:48 ab. Die Fans übten sich derweil in einer Teilzeit-Verbrüderung: „Hagen und der MTV!“ Die Stimmung war ein wenig ungewöhnlich, aber fraglos gut. Jeder wusste: Der MBC war zu diesem Zeitpunkt längst geschlagen.

„The final countdown“ dröhnte in der letzten Viertelpause aus den Boxen. „Will things ever be the same again?“ heißt es in dem Europe-Klassiker. Wahrscheinlich nicht. Für die Hagener Fans war das Schlussviertel auch der Abschied von einer Mannschaft, die ihnen so viel Freude bereitet hat und die so viel mehr erreicht hat, als vor Saisonbeginn selbst die kühnsten Optimisten angenommen hatten. Der 83:73-Sieg, den Hagen letztlich von der Freiwurflinie sicherte, war der 15. Erfolg in dieser Saison und katapultierte die Feuervögel auf den elften Platz. Und Ingo Freyer wäre nicht Ingo Freyer, wenn er nach dem Spiel nicht gleich gefragt hätte: „Wie hat Tübingen gespielt?“ Ganz ruhig Ingo, sie haben verloren. Platz zwölf ist schließlich nicht genug!

Trainerstimmen:

Ingo Freyer: "Ich freue mich, dass wir vor vollem Haus und in einer tollen Atmosphäre zum Abschluss gewonnen haben. Als Elfter die Saison zu beenden, ist sehr gut für uns. Es war sicher keine tolles Spiel heute. Gießen war unter Druck, aber als die anderen Ergebnisse bekannt wurden, ist die zweite Hälfte ziemlich lau verlaufen. Ich freue mich jetzt schon auf die neue Saison."

Steven Key: "Unser Ziel war es, sehr aggressiv zu spielen. Wir haben vielleicht ein paar Pfiffe zu wenig bekommen. Für uns ist es wichtig, aggressiv zu spielen, sonst bekommen wir Probleme wie im zweiten Viertel. Hagen ist ungeheuer stark im Eins-gege-Eins, sie haben unglaubliche Würfe getroffen. Auch wenn wir verloren haben: Wir bleiben drin! Und wir können neu anfangen in der nächsten Saison. Wenn wir da spielen wie zuletzt, werden wir besser abschneiden. Ob ich dann noch der Trainer sein werde, steht noch nicht fest."

Phoenix Hagen: Bell (26/4), Dorris (15), Burtschi (13/2), Pryor (8), Jonusas (8/2), Kruel (6), Terwilliger (5/1), Seward (2).

LTi GIESSEN 46ers: Smith (16/1), Ovcina (16), Peacock (11, 10 Reb.), Brooks (10), Jeffers (9/1), Freese (6), Jordan (5/1), Perl, Schwartz, Baumann.

Stationen: 12:10 (5.), 21:22 (10.), 37:30 (15.), 45:40 (20.), 51:46 (25.),
62:54 (30.), 68:61 (35.), 83:73 (40.).

Zuschauer: 3.065 (ausverkauft)

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