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Ein Highlight aber kein Sieg

Ein Highlight aber kein Sieg

Per Günther verlängert seinen Vertrag in Ulm bis 2013, kann die 85:95-Niederlage (49:58) gegen die EnBW Ludwigsburg aber auch nicht verhindern.
Die erfreulichste Nachricht des 31. Spieltages erfuhren die 2.900 Zuschauer in der Kuhberghalle bereits vor dem Tip-off. Nachdem Big John Bryant seiner jüngst getätigten Vertragsverlängerung die emotionalen Worte, "Ich bin ein Ulmer", folgen ließ, gab auch Per Günther die Verlängerung seines Engagements um weitere zwei Jahre bekannt. Günther und Bryant werden also gemeinsam bis 2013 das Trikot von ratiopharm Ulm tragen.

Und so positiv das Spiel begann, so ging es zunächst auch weiter. Nach einem perfekten Start (7:2, 3. Minute), versenkte Lee Humphrey in der 5. Minute bereits seinen zweiten Dreier (13:9). Und wenn es bei einem Schützen einmal läuft, dann hält er eben weiter drauf. Das 16:11 erzielte der Kapitän ebenfalls aus dem Dreipunkteland. Doch die Gäste kämpfen nicht umsonst um einen der letzten Play-off-Spots: In der achten Minute klinkte Donatas Zavackas per Dreier zur ersten Ludwigsburger Führung ein. Und was in der Folge geschah, lässt sich am besten mit einem Blackout beschreiben - zumindest aus Ulmer Sicht. Mit einem 14:0-Lauf setzten sich die Schwarz-Gelben bis zur Viertelpause auf 16:25 ab.

Erst in der 11. Minute gelang es Coleman Collins die Negativserie zu stoppen (18:28). Doch die Bürde des Ludwigsburger Runs wog schwer. Erst ein mächtiger Dunking von Big John leitete in der 13. Minute eine Ulmer Serie ein: Mit zehn unbeantworteten Punkten verkürzte ratiopharm Ulm auf 33:34 (15.). Nachdem Humphrey mittlerweile seinen vierten Dreier versenkt hatte, war es Per Günther vorbehalten, in der 16. Minute die Führung zurückzuerobern (39:36). Doch Ludwigsburg konterte. In Person von John Bowler powerten sie sich zurück. Ein brachialer Collins-Dunk (41:45, 17.) sorgte für Entlastung - und eine mehrminütige Pause. Denn Collins hatte den Ball mit so viel Vehemenz ins Netz gezimmert, dass der Korb leicht nach unten gebogen wurde. Es waren allerdings die Gäste, die von der technischen Unterbrechung profitierten: Zur Halbzeit führten sie mit 49:58.

Mit einem neuen Korb ging es dann in die zweiten zwanzig Minuten. Doch das änderte wenig an der Ludwigsburger Treffsicherheit: Mit einer 2:7-Serie brachten sie die größte Differenz zwischen sich und ratiopharm Ulm (51:65, 33.). Erst dank zweier Dreier (Humphrey, Benzing) kamen die Gastgeber zurück ins Spiel (57:65, 26.). In der 29. Minute konnte Sebastian Betz sogar auf 67:72 verkürzen. Doch eine Serie von Ballverlusten beendete die Aufholjagd: Das vierte Viertel begann mit einem 14-Punkte-Rückstand (67:81).

Und der Rückstand wollte nicht schmelzen. Denn immer wenn ratiopharm Ulm, wie durch einen weiteren spektakulären Collins-Dunk, emotionale punktete (72:85, 36.), hatte Ludwigsburg die trockene Antwort. Näher als den 85:95-Endstand kamen die Ulmer nicht mehr heran. Entsprechend ernüchtert fiel dann auch das Urteil von Coach Taylor aus: "Ich kann heute nicht zufrieden sein. Vor allem was die Verteidigung und die Intensität angeht. Uns fehlten die Konzentration und der Fokus. Ich hätte mir mehr Stolz von meiner Mannschaft gewünscht."

Für Ulm spielten
Mason-Griffin (5), Günther (9), Betz (2), Sonderleiter , Wenzl, Heberlein, Benzing (14), Humphrey (19, 5 Dreier), Fitzgerald (4), Collins (19), Bryant (13, 17 Rebounds).
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