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Ein Kracher vor Silvester

Ein Kracher vor Silvester

ratiopharm ulm sichert sich mit einem 88:86-Erfolg (52:52) in Braunschweig den 7. Auswärtssieg und damit die Teilnahme am Pokal-Viertelfinale.
Das Jahr 2011 endete für ratiopharm ulm mit einem Happy End: In einem Basketballkrimi gewinnt der Tabellenzweite das erste Mal seit vier Jahren bei den New York Phantoms aus Braunschweig und macht dank des 88:86-Erfogs die Teilnahme am Pokal-Viertelfinale zwei Spieltage vor Ende der Vorrunde klar. "Mein Fazit nach diesem harten Auswärtsprogramm ist absolut positiv", so Head Coach Thorsten Leibenath nach drei Auswärtsspielen in den letzten sieben Tagen. "Dass wir heute noch einmal eine solche Energieleistung abrufen konnten, war selbstverständlich."

Zu erwarten waren in der Volkswagenhalle allerdings 40 hart umkämpfte Minuten. Und die Braunschweiger starteten den "Fight" mit einem Offensiv-Feuerwerk, dem ratiopharm ulm zunächst wenig entgegenzusetzen hatte. 4:10 betrug der Rückstand nach knapp drei Minuten. Während die Ulmer Defense mit den kantigen Niedersachsen zu kämpfen hatte, war es in der Offensive vor allem Dane Watts, der sein Team im Spiel hielt. Mit acht Punkten in den ersten zehn Minuten war der Forward auch für den ersten Gleichstand zuständig (16:16, 7.). Die erste Führung erzielte dann Isaiah Swann aus dem Dreipunktland (19:18, 8.) - was aber nichts an der Tatsache änderte, dass sich beim letzten Ulmer Spiel des Jahres 2011 von Beginn an zwei gleichwertige Kontrahenten beharkten (23:26, 10.).

Erst zu Beginn des zweiten Viertels konnte Braunschweig das Momentum mit sieben Punkten in Folge kurzzeitig an sich reißen (29:26, 13.). Doch Ulm antwortete prompt mit einer eigenen Serie: zwei Punkte von Trice und fünf von Esterkamp legten die Gäste auf, ehe der Kapitän seinem Dreier zum Ausgleich einen Bonusfreiwurf hinterherschickte (37:36, 15.). Mit dem sechsten erfolgreichen Braunschweiger Dreier eroberte LaMarr Greer die Führung für sein Team zurück (41:44, 17.). Doch auch darauf hatte ratiopharm ulm eine Antwort und zwar in Person von Per Günther, der mit seinen ersten Punkten, drei an der Zahl, das 46:46 erzielte (19.). Bis zur Halbzeit (52:52) schickte der Nationalspieler dann noch sechs Zähler hinterher.

Und auch der dritte Durchgang war nichts für schwache Nerven, allerdings für Freunde des spektakulären Offensivbasketballs ein wahres Fest: Bereits nach 24 Minuten hatte ratiopharm ulm 61 Punkte erzielt - Braunschweig 57. Wenngleich mit zunehmender Spieldauer bei beiden Teams die Trefferquoten sanken, gelang es ratiopharm ulm sich bis zur 27. Minute erstmals abzusetzen (66:57). "In der zweiten Halbzeit ist es uns wie in Bonn gelungen, in der Verteidigung eine Schippe drauf zulegen", erklärt Leibenath die Erfolgsstrategie. Dass der Vorsprung vor Beginn des letzten Viertels allerdings nur noch fünf Punkte betrug (70:65), lag an der Turnoverstatistik, die mittlerweile auf elf angewachsen war.

Den Rhythmus und ihre komfortable Führung hatten die Ulmer zu Beginn des letzten Viertel zunächst verloren: 70:68 stand es, als noch gut sieben Minuten zu spielen waren. Doch Braunschweig konnte aus der Ulmer Schwächephase kein Kapital schlagen: Vier Punkte, ein Rebound und ein Steal von Rocky Trice waren für das 74:68 (35.) verantwortlich. Als dann Steven Esterkamp mit seinem dritten Dreier und seinem 18. Punkt knapp drei Minuten vor dem Ende das 81:70 erzielte, schien der 7. Ulmer Auswärtserfolg schon unter Dach und Fach: Doch ein als unsportliches Foul geahndetes Vergehen von Keaton Nankivil zog zwei Freiwürfe und Ballbesitz für Braunschwieg nach sich. Daraus machten die Niedersachesen fünf Punkte bzw. das 81:78 (39.). Was nun folgt, war zunächst ein Dreier von Isaiah Swann (84:78) und dann die vielleicht nervenaufreibendste Schlussphase der Saison: Mit zwei wilden Dreiern eroberte sich Braunschweig die Führung zurück (84:85) und da ratiopharm ulm in der letzen Minute vier Freiwürfe vergab und sich 12 Sekunden vor dem Ende einen Ballverlust leistete, hatte Rich Metzler beim Stand von 88:86 kurz vor der Sirene die Verlängerung in der Hand. "Dass wir es am Ende so spannend gemacht haben, war unnötig - kann aber passieren", so Leibenath, der aber keinen Zweifel daran lässt, dass dieser Erfolg "verdient war".

Für ratiopharm ulm spielten:
Swann (12, 3 Dreier), Günther (12, 4 Assists), Esterkamp (18, 3 Dreier), Watts (15, 8 Rebounds), Bryant (12, 9 Rebounds), Mason-Griffin (2), Betz (5, 3 Rebounds), Trice (8, 4 Rebounds, 2 Steals), Nankivil (4).

Auswärtsfahrt:
Fans, die nicht nur dem ersten Auftritt des FC Bayerns in der ratiopharm arena entgegenfiebern (Mi, 4. Jan, 18.15 Uhr live auf Sport 1), sondern den Südgipfel auch in der bayerischen Landeshauptstadt miterleben wollen (15. Februar), können sich beim Fan-Club Fan-Attack Tickets für das ausverkaufte Spiel sichern. Anmeldungen bis 15. Januar hier: http://www.fanattackulm.de/index.php/anmeldeportal. Ebenfalls im Fan-Attack-Angebot: die Auswärtsfahrten nach Göttingen (14.01.2012) und Gießen (04.02.2012).
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