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Ein Steal zum Sieg

Ein Steal zum Sieg

Am 5. Spieltag der Saison 2011/2012 in der Beko Basketball Bundesliga haben die Telekom Baskets Bonn mit 81:79 (23:19, 13:26, 24:20, 21:14) gegen die EWE Baskets Oldenburg gewonnen und bleiben damit weiterhin ungeschlagen. Vor 5.690 Zuschauern im Telekom Dome sowie zahlreichen Basketball-Fans vor den Fernsehschirmen entwickelte sich ab der ersten Minute eine intensive und hochklassige Partie, die sich erst in den Schlusssekunden der Begegnung entschied, als Simonas Seapinas den Einwurf zum letzten Angriff der „Donnervögel“ abfing.
Bonn erwischte den besseren Start in die Partie und setzte die Gäste in der Anfangsphase von jenseits der Dreierlinie enorm unter Druck. Gleich drei der ersten fünf Versuche von außen erreichten ihr Ziel (11:8, 4. Minute). Oldenburg ließ sich jedoch nicht abschütteln und spätestens im zweiten Viertel kamen die Gäste immer besser in Tritt. Zwei erfolgreiche Distanzschüsse brachte die Niedersachsen in der 12. Minute mit 25:23 in Front, die in der Folge vermehrt den Weg ans Brett suchten, was ihnen zweifelsfrei gut gelang (36:45, 20. Minute).

Für das optische Highlight des Abends sorgten einmal mehr Jared Jordan und Tony Gaffney, wobei Ersterer im Fastbreak die Vorlage gab, welche der Bonner Power Forward deutlich über Ringniveau zu fassen bekam und durch die Reuse stopfte (42:47, 23. Minute). Die Massen auf den Rängen waren restlich begeistert, nur die „Donnervögel“ schienen von der Flugeinlage wenig beeindruckt zu sein und krallten sich weiter an ihrer Führung fest (60:65, 30. Minute). Es dauerte bis zur Mitte des Schlussviertels, ehe die Telekom Baskets defensiv Fahrt aufgenommen hatten, was sich nach Ballgewinnen und gesicherten Rebounds in einfachen Zählern in der Transition niederschlug. Sechs Minuten vor dem Ende starteten die Jungs von Headcoach Michael Koch einen 11:0-Lauf und machten aus einem 64:71-Rückstand in nur zwei Minuten eine 75:71-Führung.

Ab da trug der pure Wille beide Baskets-Teams in Richtung Ziellinie. Oldenburg fing sich wieder und verkürzte auf 77:76 (37.). Endgültig kein Halten mehr gab es für die heimischen Fans, als Benas Veikalasr kurz darauf erneut von jenseits der 6,75 Meter-Linie zuschlug (80:76, 38. Minute). Oldenburg konterte erneut und hatte durch Bobby Brown an der Freiwurflinie gar die Möglichkeit zum Ausgleich - der US-Amerikaner verwandelte jedoch nur einen Bonus (80:79, 40. Minute).

Beiden Teams blieb noch ein Angriff, um Zählbares auf die Anzeigetafel zu bringen. Für die Hausherren suchte Jordan nach dem freien Mann, wurde jedoch an der Seitenauslinie gedoppelt und dabei gefoult, was aufgrund der von Oldenburg überschrittenen Teamfoulgrenze zwei Wurf bedeutete. Der Bonner Spielmacher setzte den ersten Wurf auf den Ring, versenkte dann aber den zweiten (81:79). Den „Donnervögeln“ blieb noch ein letzter Angriff, um die Verlängerung oder gar den Sieg zu erzwingen. Nach einem taktischen Foul hatte Oldenburg bei 6,4 Sekunden Restspielzeit Einwurf an der Seite, den Pass landete jedoch nicht in den Händen der Gäste, sondern bei Simonas Serapinas, der den Ball gedankenschnell weiterpasste - der Rest ging im Jubel über den fünften Sieg im fünften Spiel unter.

Die Telekom Baskets Bonn verteilten als Mannschaft 19 Assists, denen gegenüber 29 getroffene Würfe aus dem Feld standen. Entsprechend ging 65,5 Prozent aller Treffer eine direkte Vorlage voraus. Spielgestalter Jared Jordan stellte mit 15 Assists einen neuen persönlichen Beko BBL-Rekord auf. Der Amerikaner allein zeichnete für 51,7 Prozent aller Baskets-Feldkörbe verantwortlich.

Ein Grund für das erfolgreiche Comeback lag in der Verteidigung der eigenen Zone. Besonders im ersten (zwölf Punkte) und zweiten Viertel (14) kamen die „Donnervögel“ zu oft in die Zone der Hausherren, wo sie hochprozentig vollstreckten. Nach dem Seitenwechsel wurden den Niedersachsen im dritten Viertel nur noch zehn, im Schlussabschnitt gar nur sechs Zähler am Brett gewährt.
Für die Fans der Telekom Baskets Bonn beginnt nun eine dreiwöchige Durststrecke, bis am 13.11.2011 das nächste Heimspiel im Telekom Dome ansteht. Dann wartet allerdings mit dem amtierenden Deutschen Meister Brose Baskets aus Bamberg ein ganz besonderer Leckerbissen auf die Zuschauer im Telekom Dome.

Michael Koch (Trainer Bonn):

„Das heutige Spiel war genauso schwer, wie wir uns das vorgestellt hatten. Oldenburg ist sehr tief besetzt. Sie haben uns alles abverlangt. In der ersten Halbzeit haben sie unsere Abwehr ein ums andere Mal zerlegt. Im letzten Viertel haben wir dann auf Zonenverteidigung umgestellt, um damit vor allem Bobby Brown etwas aus dem Spiel zu nehmen. Wir waren nun auch viel aggressiver, haben endlich auch die nötigen Steals geholt und damit auch das Publikum ins Spiel gebracht. Mit dem letzten Ballgewinn hatten wir am Ende auch das Glück auf unserer Seite, das wir brauchten, um dieses Spiel zu gewinnen. Es hat sich heute bewahrheitet, was wir schon zur Halbzeit gesagt haben: Dass wir dieses Spiel niemals aufgeben wollten. Wir wollen die Playoffs erreichen. Da müssen wir auch einmal mit einer kleinen Rotation spielen um die nötigen Siege einzufahren.“

Predrag Krunic (Trainer Oldenburg):

„Ich möchte den Telekom Baskets Bonn und Mike Koch zu einem guten Spiel gratulieren. Ich bin mit meiner Mannschaft insoweit zufrieden, dass wir heute eine gute kämpferische Leistung gezeigt haben. Leider haben wir in der zweiten Halbzeit in einigen Situationen Kopf und damit auch unseren Rhythmus verloren. Am Ende war es dann aber ein Ballverlust, der das Spiel entschieden hat, leider mit dem glücklicheren Ende für Bonn.“

Telekom Baskets Bonn:

Serapinas (12/3 Dreier), Ensminger (16, 12 Minuten), Veikalas (13/3), Buljan (0), Mangold (6), Thülig (2), Jordan (14, 15 Assists), Hain (0), Gaffney (18/1), Wohlfarth-Bottermann (dnp)

EWE Baskets Oldenburg:

Brown (9/2), Bahiense de Mello (7/1), Razis (dnp), Majstorovic (9/1), Chubb (8), Smeulders (8), Sehovic (2), Paulding (8/1), Freese (dnp), Burrell (8), Hasbrouck (20/4)

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