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Eisbären halten die Wölfe in Schach

Eisbären halten die Wölfe in Schach

Dank eines exzellenten vierten Viertels haben die Eisbären Bremerhaven in der Beko Basketball Bundesliga einen ungefährdeten 92:71 (54:40)-Heimsieg gegen den Mitteldeutschen BC eingefahren. 3150 Zuschauer in der Stadthalle Bremerhaven sahen eine abwechslungsreiche Partie, die bis zur 30. Minute offen war. Im Schlussabschnitt, der mit 19:5 deutlich an die Eisbären ging, spielten Topscorer Torrell Martin & Co dann ihre mannschaftliche Überlegenheit aus und zogen den Gästen aus Weißenfels mit einer hartnäckigen Zonenverteidigung den Zahn.
Bereits nach eineinhalb Minuten nahm Gäste-Coach Björn Harmsen seine erste Auszeit. Doch was war passiert? Die Eisbären hatten die Wölfe kalt erwischt und führten dank 7 Punkten von Topscorer Torrell Martin mit 7:3. Auch in der Folge boten die Gastgeber ihren Fans schönen Offensivbasketball. Einziges Problem: Der MBC hatte mächtig Zielwasser für die Distanzwürfe getrunken. Die ersten 5 Dreier der Wölfe flutschten allesamt durch die Eisbären-Reuse. Das war der Hauptgrund dafür, dass die Hausherren nach 10 Minuten „nur“ mit 28:21 führten.

Der Beginn des zweiten Viertels war eine Kopie des ersten Spielabschnitts. Dieses Mal dauerte es nur rekordverdächtige 48 Sekunden, ehe MBC-Coach Harmsen eine Auszeit anzeigte. Erneut hatten die Eisbären 5 Punkte in Folge erzielt, es stand 33:21. Aber auch das war allenfalls eine Momentaufnahme, denn die Wölfe trafen weiter fröhlich von draußen und hielten so einigermaßen Anschluss. Weil sie mit den eingewechselten Jan Lipke und John Allen zwei Spieler in ihren Reihen hatten, die Torrell Martin und Philipp Schwethelm quasi Eins zu Eins ersetzten konnten und auch Andrew Drevo kurz vor der Halbzeit aufdrehte, führten die Eisbären zur Pause doch recht komfortabel mit 54:40.

Das sollte sich zum Anfang der zweiten Hälfte ändern, denn der MBC kam wild entschlossen aus der Kabine. Der Bremerhavener Vorsprung schmolz schnell bis auf 8 Punkte zusammen, allerdings hatten die Eisbären mit dem blendend aufgelegten Philipp Schwethelm einen eiskalten Vollstrecker auf dem Feld. Der Nationalspieler übernahm in kritischer Phase viel Verantwortung und steuerte 7 Zähler zum 63:53 bei. Am Gesamtbild aber änderte sich (noch) nichts. Die Gastgeber konnten die Wölfe dank deren bärenstarker Trefferquote aus der Distanz einfach nicht abschütteln. Im Gegenteil. Nach 30 Minuten waren die Gäste den Hausherren bedrohlich nah auf den Fersen (73:66).

Dieses Szenario kam den Eisbären-Fans und auch Trainer Doug Spradley bekannt vor. Sollten die Seestädter trotz eines deutlichen Vorsprungs wie schon gegen Ulm und Düsseldorf noch in Bedrängnis geraten? Erstaunlicherweise vertraute Spradley in dieser Phase fast ausschließlich seinen Bankspielern. Die große Rotation machte sich bezahlbar, denn Bremerhaven zog erneut auf 79:68 davon. Und Leistungsträger wie Torrell Martin, der kurz nach seiner Wiedereinwechslung fünf wichtige Punkte zum 85:71 beisteuerte, hatten genügend Kraft für die Schlussminuten. Nicht zuletzt dank ihrer Umstellung auf eine Zone landeten die Eisbären unter dem Strich einen deutlichen Heimsieg, der die Stimmung im Eisbärenkäfig überkochen ließ.

Punkteverteilung Eisbären: Lipke 7, Canty 2, Drevo 17, Allen 13, Schwethelm 16, Copeland 3, Martin 19, Callahan 5, Denison 8, Shtein 2

Beste Werfer MBC: Ross 19, Radinovic 15, Dramicanin 11

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