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Eisbären verspielen Sieg und Pokalteilnahme

Eisbären verspielen Sieg und Pokalteilnahme

Beko Basketball Bundesligist Eisbären Bremerhaven ist mit einer unnötigen Niederlage nach Verlängerung ins Jahr 2011 gestartet. Durch das 93:100 (42:29/85:85) gegen ratiopharm Ulm haben die Seestädter gleichzeitig ihre Teilnahme am Beko BBL Pokal verspielt. 3180 Zuschauer in der Bremerhavener Stadthalle sahen ein rassiges Basketball-Spiel, das bis in die Schlussphase hinein spannend blieb.
Dass die Eisbären als Verlierer vom Platz gingen, hatten sie sich ausschließlich selber zuschreiben. Die nie aufsteckenden Gäste schafften trotz eines 14 Punkte Rückstandes vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit noch den Ausgleich und hatten die Nase nach 45 Minuten verdient vorn.

Nach verhaltenem Start legten die Eisbären angeführt von Andrew Drevo und Torrell Martin einen 12:0-Lauf auf das Parkett der Stadthalle. Das erste Viertel endete mit 17:8 für die Eisbären. Mit einer Pressverteidigung kauften die Gastgeber ihrem Gegner erfolgreich den Schneid ab. Ulm machte Fehler und die nutzten die Eisbären konsequent aus. Bis auf 23:8 wuchs der Bremerhavener Vorsprung an, ehe Ulm sich mit einem kleinen Zwischenspurt und
5 Zählern in Folge zurückmeldete.

Die Gäste waren jetzt besser im Spiel und daran hatte Nationalspieler Per Günther großen Anteil. Der kleine Point Guard zog wiederholt erfolgreich zum Korb und führte gut Regie. Nach 16 Minuten war Ulm bis auf 6 Zähler an den Eisbären dran. Aber auch das war nur eine Momentaufnahme, denn bis zur Halbzeit konnte sich Bremerhaven trotz schwacher Freiwurfquote wieder bis auf 42:29 absetzen.

Ein deutlich verbesserter John Bryant verhalf den Gästen aus Ulm in der Anfangsphase der zweiten Hälfte zu einer kleinen Aufholjagd. Bis auf 51:44 konnten Bryant & Co verkürzen, ehe Eisbären-Coach Doug Spradley die Notbremse in Form einer Auszeit zog. Die Hausherren hatten es in der Offensive jetzt deutlich schwerer zu punkten. Und sie sahen sich einem Duo John Bryant/Robin Benzing gegenüber, das dem Spiel eine überraschende Wendung gab. Während Benzing zielsicher aus der Distanz punktete, war Bryant unter dem Korb nicht zu stoppen. Ulm dominierte das dritte Viertel und war den Eisbären nach 30 Minuten bedrohlich nah auf den Fersen (62:61).

Doch die Gastgeber kämpften sich aus eigener Kraft ihrem Tief heraus. Ein 16:0-Lauf zum 78:61 ließ das Ergebnis aus Bremerhavener Sicht schlagartig wieder deutlich freundlicher aussehen. Ulm erzielte vier Minuten lang keine Punkte. Keine zwei Minuten später wendete sich das Blatt dann erneut. Ulm war plötzlich wieder am Drücker und traf wichtige Würfe. Beim Stand von 85:85 ging es überraschend in die Verlängerung. In der Overtime rissen die Gäste das Spiel dank ihres Trios Benzing, Bryant und Günther endgültig an sich. Während Ulm feierte, schlichen die Eisbären mit hängenden Köpfen vom Feld.

Punkteverteilung Eisbären: Lipke 2, Thomas 2, Drevo 12, Schwethelm 11, Copeland 8, Martin 24, Chaney 1, Denison 20, Shtein 13

Beste Werfer Ulm: Benzing 30, Bryant 21, Günther 20

Eisbären trennen sich von Richard Chaney

Flügelspieler Richard Chaney bekommt bei den Eisbären Bremerhaven keine Vertragsverlängerung. Chaney, dessen auf drei Monate befristeter Kontrakt heute ausgelaufen ist, hat gegen ratioharm Ulm sein letztes Pflichtspiel im Eisbären-Dress bestritten. In 17 Spielen für die Bremerhavener kam der sympathische US-Amerikaner auf durchschnittlich 4,9 Punkte und 3,4 Rebounds pro Spiel. Die Eisbären bedanken sich für Chaneys Engagement und wünschen ihm für seine weitere Zukunft alles Gute. Wer die Position von Richard Chaney im Bremerhavener Kader einnimmt, wird sich laut Eisbären-Manager Jan Rathjen in Kürze entscheiden.
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