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EnBW erkämpft zwei wichtige Punkte

EnBW erkämpft zwei wichtige Punkte

Wie von Kapitän Jerry Green befürchtet war es kein schönes Spiel, das die Zuschauer in der Arena Ludwigsburg am Sonntagabend erleben durften. Mit dem Ergebnis von 78:71 (32:30) für die EnBW Ludwigsburg waren die 3.138 Zuschauer am Ende jedoch vollauf zufrieden, konnte die Mannschaft von Head Coach Markus Jochum gegen den direkten Konkurrenten aus Bonn doch zwei ganz wichtige Punkte im Rennen um die Playoff-Platzierungen einfahren. Es war der mittlerweile vierte Heimsieg in Serie für die Barockstädter, die am Sonntag in Toby Bailey (17) ihren erfolgreichsten Punktesammler hatten, während David McCray im Schlussviertel mit drei Treffern von der Dreierlinie auftrumpfen konnte.
Nachdem es dieses Mal aufgrund der „John Bowler Wall“ etwas länger dauerte bis die Ludwigsburger Nummer 42 bei der Spielervorstellung aus dem Kabinengang gesprintet kam um sich vor dem Duell mit seinen ehemaligen Teamkameraden von den Fans feiern zu lassen, lief auch das Offensivspiel der Gelben Riesen an diesem Tag langsamer an als gewohnt. Die Mannschaft um Kapitän Jerry Green wollte in den Anfangsminuten keinen rechten Rhythmus finden, während die Gäste aus Bonn durch Chris Ensminger und Alex King zu Punkten am Brett kamen um nach vier Minuten mit 8:4 in Führung zu gehen. Nach einer frühen Auszeit von Markus Jochum lief es anschließend zumindest im Angriff etwas besser. Green mit Zug zum Korb, Bowler per Dreipunktspiel und Bailey durch einen spektakulären Dunking verkürzten bis zur sechsten Minuten auf 12:11, Ludwigsburg schaffte es jedoch nicht selbst in Führung zu gehen und da auch Siim-Sander Venes erfolgreicher Versuch von der Mittellinie zum großen Unmut des Ludwigsburger Publikums nicht gezählt wurde, ging es beim Stand von 17:16 für die Baskets aus dem ersten Viertel.

In aufgeheizter Stimmung und in Begleitung eines gellenden Pfeifkonzerts ging es anschließend zurück aufs Parkett. Auch beide Mannschaften haderten nun mehr mit den Schiedsrichterentscheidungen als sich auf das Basketballspielen zu konzentrieren und so sahen die Zuschauer in der Arena alles andere als ein schönes Spiel. Auf Ludwigsburger Seite wurde der Offensivrhythmus zudem immer wieder durch unnötige Ballverluste gestört, sodass sich die Barockstädter jeden Punkt knallhart erarbeiten mussten. Da die Jochum-Schützlinge in der Verteidigung mittlerweile aber einen guten Job machten und sich Bonn im Angriff mindestens genauso schwer tat wie die Hausherren, führte Rick Rickert das EnBW-Team zu einem 6-0 Lauf um erstmals am heutigen Abend in Führung zu gehen (26:23). In den letzten zwei Minuten vor der Pause nahm die Partie dann noch einmal etwas Fahrt auf und so ging es letztlich mit einem knappen 32:30 Vorsprung aus dem ersten Durchgang.

Die zweite Halbzeit eröffnete Bowler per Dreipunktspiel um seinem Team damit wie so oft einen Schub zu geben. Toby Bailey, im ersten Durchgang mit elf Punkten Topscorer der EnBW’ler, legte mit einem Dunking nach und sorgte damit für gute Stimmung in der Arena, ehe Fabian Thülig mit dem ersten erfolgreichen Dreier im gesamten Spielverlauf die passende Antwort parat hatte und Bonn durch einen 9-2 Zwischenspurt ausgleichen konnte (39:39). Ludwigsburg drückte jedoch weiter aufs Tempo und schaffte es sich angeführt von Alex Harris und Donatas Zavackas erneut abzusetzen (50:41). Zwei Dreier von Jeremy Hunt und Nic Wise hielten Bonn allerdings auch dieses Mal im Spiel, sodass es letztlich beim Stand von 55:51 in den Schlussabschnitt ging.

Diesen eröffnete David McCray mit einem Treffer von der Dreierline und Punkte von Rickert und Lischka hielten die Gäste weiter auf Abstand, ehe McCray mit zwei weiteren erfolgreichen Distanzwürfen für eine 68:57 Führung fünf Minuten vor dem Ende sorgte. Die Euphorie der EnBW-Fans wurde anschließend jedoch durch Punkte von Wise und Ensminger etwas getrübt, sodass Markus Jochum seine Mannschaft noch einmal zu einer Auszeit auf die Bank holen musste. Technische Fouls gegen Michael Koch und Nic Wise spielten den Gelben Riesen dann aber wieder in die Karten. Jerry Green traf drei der vier fälligen Freiwürfe und ließ den Vorsprung damit erneut zweistellig werden (71:61). Das Bonner Licht flackerte nach einem Dreier von Jeremy Hunt anschließend zwar noch einmal etwas auf, da Bailey und Zavackas am Ende jedoch die Nerven behielten um von der Freiwurflinie erfolgreich zu sein, konnten die EnBW-Fans langsam aber sich die Siegesfeier starten. Nachdem es John Bowler in einem besonderen Duell gegen sein ehemaliges Team überlassen war die letzten Ludwigsburger Punkte zu erzielen, sorgte Chris Ensminger mit der Schlusssirene letztlich für den 78:71 Endstand, der den Gelben Riesen den vierten Heimsieg in Serie einbrachte. Damit stehen die Barockstädter nach dem 25. Spieltag weiter auf Platz 8.

Headcoach EnBW Ludwigsburg Markus Jochum:
„Es war das Spiel so wie ich es erwartet habe. Es war klar, dass Bonn nach drei Niederlagen in Serie über Intensität und Kampf ins Spiel kommen würde und das hat für sie auch gut geklappt. Wir hatten dagegen einen klaren Plan, mit einigen Entscheidungen war ich allerdings nicht so zufrieden. Alles in Allem war es aber ein wirklich gutes Spiel von uns. Es war zwar kein Leckerbissen aber wir haben das Spiel 40 Minuten durchgezogen und deshalb auch verdient gewonnen.“

Headcoach Telekom Baskets Bonn Michael Koch:
„Glückwunsch an Markus und seine Mannschaft. Ich kann meinem Team heute keinen Vorwurf machen. Die Einstellung hat gestimmt und wir haben alles versucht, am Ende hat es jedoch leider nicht gereicht. Die Türe zu den Playoffs geht jetzt natürlich immer weiter zu, wir müssen aber positiv bleiben und versuchen nächste Woche gegen Bayreuth ein Erfolgserlebnis zu landen.“

Die Viertel im Überblick: 16:17 16:13 23:21 23:20

Statistik:
Scorer Ludwigsburg:
Bailey (17), McCray (11), Bowler (11, 8 Rebounds), Rickert (10, 5 Rebounds), Green (9, 4 Assists), Zavackas (8, 5 Rebounds), Harris (6), Lischka (6, 7 Rebounds), Vene (0), Koch (n.e.), Michalczyk (n.e.)

Scorer Bonn:
Ensminger (29, 10 Rebounds), Wise (15, 4 Assists), Hunt (13), Thülig (7), King (2), Campbell (2), Jaacks (2), Tyndale (1), Ohlbrecht (0), Hauer (n.e.)
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