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EnBW Ludwigsburg auch zuhause gegen Hagen unterlegen

EnBW Ludwigsburg auch zuhause gegen Hagen unterlegen

Die EnBW Ludwigsburg sucht in der Beko Basketball Bundesliga weiterhin vergeblich nach einem Erfolgserlebnis. Nach der bitteren Heimniederlage gegen Bonn am vergangenen Samstag...
...mussten sich die Barockstädter am Donnerstagabend auch gegen Phoenix Hagen mit 81:94 (43:39) geschlagen geben um in der Tabelle damit auf den 15. Platz abzurutschen. Bei seiner Premiere als Head Coach des EnBW-Teams sah Steven Key zusammen mit den 2.721 Zuschauern in der ARENA Ludwigsburg eine erneut schwache Verteidigungsleistung der Hausherren, die am Donnerstag in Alex Harris (17) ihren besten Punktesammler hatten.
Angetrieben von der lautstarken Unterstützung der EnBW-Fans startete Ludwigsburg am Donnerstagabend mit Punkten von Donatas Zavackas und Alex Harris gut in die Partie gegen Phoenix Hagen und führte schnell mit 5:0. Die Gäste zeigten jedoch gleich zu Beginn der Partie warum sie eines der offensivstärksten Teams der Liga sind und kamen im Angriff durch Dreier von Zygimantas Jonusas und Tristan Blackwood ebenfalls früh ins Rollen. Überhaupt hatten beide Teams in der Anfangsphase gefallen am Dreipunktwurf gefunden zu haben, sahen die Zuschauer in der ARENA Ludwigsburg innerhalb der ersten zehn Minuten doch insgesamt acht Distanztreffer um somit Zeuge eines offenen Schlagabtauschs der zwei Kontrahenten zu werden. Besonders Litauer Jonusas hatte seinen Rhythmus offensichtlich gefunden und blieb im ersten Viertel bei vier Versuchen ohne Fehlwurf um sein Team mit einer 18:22 Führung in den zweiten Spielabschnitt zu führen.

Auch hier kamen die Gastgeber gut aus den Startlöchern und durch Kurt Looby und Mark Dorris erneut zu fünf schnellen Punkten, in der Verteidigung haperte es jedoch bei den Barockstädtern und so blieb Hagen zunächst weiter in Front (29:33). Nach einer Auszeit von Steven Key machten dann ein Dreier von Zavackas und ein Dunking von Dorris den Anfang zu einem Zwischenspurt des EnBW-Teams, das nach einem Tip-In von Jeff Greer letztlich einen 43:39 Vorsprung mit in die Kabine nahm und somit für gute Stimmung in der ARENA Ludwigsburg sorgte.

Nach der starken Offensivleistung im ersten Durchgang wurde die zweite Spielhälfte zunächst von einem technischen Foul gegen Donatas Zavackas eröffnet, Punkte von Dorris und Harris ließen die Hausherren aber schnell wieder in die Spur kommen und mit sechs Zählern durch John Bowler hatte man Mitte des dritten Viertels die Kontrolle über die Partie übernommen. Einziger Störfaktor in dieser Phase war die Reaktion von Zavackas auf seine Auswechslung nach gut fünf Minuten. Der Power Forward begann mit Key zu diskutieren und wurde vom Ludwigsburger Head Coach
daraufhin konsequenterweise für einen weiteren Einsatz auf dem Spielfeld nicht mehr berücksichtigt. Mit McCray, Greer, Lischka, Bowler und Looby schickte Key anschließend seine größtmögliche Aufstellung ins Rennen und diese erhöhte zwischenzeitlich auf 58:51 um weiterhin das Momentum auf Seiten der Barockstädter zu haben. Gäste-Guard Tristan Blackwood sorgte anschließend jedoch innerhalb kürzester Zeit für eine komplette Wende. Der kleine Kanadier nutzte die Schwächen in der Ludwigsburger Pick-and-Roll Verteidigung gnadenlos aus und versenkte drei Würfe von der Dreierlinie, während auch Jordan Hasquet zweimal aus der Distanz erfolgreich war und sich so nach einem 15-4 Lauf für den 62:66 Zwischenstand vor dem Schlussviertel verantwortlich zeigte.

Die Hausherren zeigten sich zu Beginn der letzten zehn Minuten unbeeindruckt vom Zwischenspurt der Feuervögel und konnten durch Lischka und Dorris auf 67:68 verkürzen, nach einem Dreipunktspiel von TJ Carter und einem unsportlichen Foul von Lischka machte sich dann allerdings Nervosität breit im EnBW-Team. Die Folge waren vier Ballverluste hintereinander und ein Davonziehen der Gäste bis auf 67:81 fünf Minuten vor dem Ende. Zwar kam Ludwigsburg bei 50 Sekunden verbleibender Spielzeit noch einmal auf sieben Zähler heran, Punkte durch Constantine und Jonusas sorgten wenig später dann aber endgültig für die Entscheidung und so mussten Bowler & Co. am Ende eine erneut bittere 81:94 Heimniederlage einstecken.

Headcoach EnBW Ludwigsburg Steven Key:
„Glückwunsch an Ingo und seine Mannschaft. Wir haben die Basis und das Potenzial ein gutes Team zu sein, dafür muss allerdings jeder einzelne Spieler die richtige Einstellung an den Tag legen und das ist momentan leider nicht der Fall. Außerdem war unsere Defense heute erneut viel zu schwach, daher werden wir uns in den nächsten Tagen ausschließlich auf die Verteidigung konzentrieren. Wenn wir es nicht lernen zusammen zu spielen, haben wir ein großes Problem!“

Headcoach Phoenix Hagen Ingo Freyer:
„Ich bin sehr froh dass wir hier mit diesem dezimierten Kader gewonnen haben. Uns haben erneut zwei Spieler gefehlt, die anderen hatten dafür einen guten Tag und auch die jungen Spieler haben heute einen super Job gemacht. Es war eine schwierige Situation im letzten Viertel, letztlich waren wir aber mental etwas stärker und bei Ludwigsburg ging dann auch irgendwann der Kopf runter. Jetzt gilt bei uns volle Konzentration auf das Heimspiel gegen Göttingen.“

Die Viertel im Überblick: 18:22 25:17 19:27 19:28
Statistik:
Scorer Ludwigsburg:
Harris (17), Zavackas (12), Bowler (11, 5 Rebounds, 4 Assists), Lischka (11, 5 Rebounds), Greer (10, 4 Assists), Dorris (9), Looby (8, 5 Rebounds), McCray (3), Koch (n.e.), Green (n.e.), Hadzovic (n.e.)
Scorer Hagen:
Blackwood (27, 5 Assists), Jonusas (23, 5 Rebounds), Carter (17, 8 Rebounds, 5 Assists), Kruel (10), Hasquet (9), Constantine (4, 2 Blocks), Seward (4, 2 Blocks), Rockmann (0), Spohr (0), Wilkins (0), Reuter (n.e.), Kramer (n.e.)
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