FB Twitter Instagram YouTube Google+
EnBW Ludwigsburg mit erster Heimniederlage

EnBW Ludwigsburg mit erster Heimniederlage

In einer gut gefüllten ARENA Ludwigsburg, mussten sich die Schützlinge von Trainer Markus Jochum vor 2912 Zuschauer am Ende denkbar knapp mit 69:70 (34:39) gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig geschlagen geben. Nach einer starken kämpferischen Leistung über 40 Minuten, fehlte mit Ablauf der Spielzeit des berühmte Quäntchen Glück, um als Sieger das Parkett zu verlassen. Der letzte Wurf von Alex Harris verfehlte sein Ziel nur um Haaresbreite. Somit war die erste Heimniederlage der Barockstädter in der Saison 2011/12 besiegelt.
Freud und Leid liegen im Basketball sehr oft nah beieinander. Man stelle sich nur vor, der Buzzer Beater von Alex Harris wäre von Erfolg gekrönt gewesen. Knapp 3000 Zuschauer in der ARENA Ludwigsburg wären sich vor Freude in den Armen gelegen. Doch der Reihe nach:

Die Anfangsphase zweier Mannschaften auf Augenhöhe, war geprägt durch eine deutlich sichtbare Nervosität. Dabei taten sich beide Teams schwer, einen richtigen Rhythmus zu finden. Nach besagten Anlaufschwierigkeiten, konnten sich die Phantoms aus Braunschweig etwas besser ins Spiel bringen und gingen Mitte des ersten Viertels mit 6:12 in Führung. Grund genug für den Ludwigsburger Trainer Markus Jochum, seine Spieler zur ersten Auszeit der Partei auf die Bank zu beordern. Scheinbar schien Jochum die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die gelben Riesen kamen durch einen schönen Sprungwurf, des zuvor eingewechselten Terrel Harris, auf 13:15 heran. Auf Seiten der Braunschweiger hatte aber vor allem ein Mann, immer wieder die passende Antwort auf die Ludwigsburger Angriffe parat. Nils Mittmann spielte an alter Wirkungsstätte groß auf und erzielte dabei alle sein 14 Punkte, inklusive 4 von 5 Dreiern in den ersten 20 Minuten.

Ludwigsburg fand in der ersten Halbzeit generell kein geeignetes Mittel, um die traumwandlerisch sicher treffenden Braunschweiger 3 Punkte Schützen zu stoppen. Insgesamt 7 von 11 Würfen von Außen fanden in den beiden ersten Vierteln ihr Ziel. Ein ums andere Mal fand Braunschweig den freien Spieler an der 3 Punkte Linie und erzielte dadurch mehr als die Hälfte ihrer 39 Punkte in der ersten Halbzeit von Downtown. Getragen durch ihren Kapitän und Spielmacher Jerry Green, konnte Ludwigsburg kurz vor dem Pausenpfiff nochmals verkürzen und so ging es beim Stande von 34:39 in die Halbzeit.

Zu Beginn des dritten Viertels kamen beide Mannschaften sehr motiviert aus der Halbzeitpause und es ergab sich ein offener Schlagabtausch. Ludwigsburg erspielte sich einen 9:3 Lauf, wobei es dem immer kämpfenden John Bowler gelang, einen Korbleger trotz Foul erfolgreich abzuschließen. Auch den anschließenden Bonusfreiwurf versenkte Bowler und so kochte die ARENA Ludwigsburg beim Stande von 43:43 Mitte des dritten Viertels erstmals so richtig. Ein Steal von Mark Dorris und ein anschließend folgendes unsportliches Foul der Braunschweiger, konnten des Weiteren zur Stimmungssteigerung beitragen. Leider konnte Ludwigsburg dieses Momentum nicht weiter ausschöpfen und brachte sich durch ein unnötiges technisches Foul wieder aus dem Konzept. Dies hatte zur Folge, dass die erfahrene Mannschaft von Trainer Sebastian Machowski, mit einer knappen 2 Punkte Führung beim Stande von 52:54 ins abschließende Viertel ging.

Wieder dauerte es einige Angriffe, bis Ludwigsburg zum ersten Mal im Schlußabschnitt, durch einen erfolgreichen 3 Punkte Wurf von David McCray, punkten konnte. Die Ludwigsburger Zuschauer fühlten sich an das letzte Heimspiel gegen Bremerhaven erinnert, in welchem auch im vierten Viertel der Schalter umgelegt und die Weichen auf Sieg gestellt werden konnten. Doch die Braunschweiger hatten am heutigen Abend immer die passende Antwort parat und setzten sich bis zur 38. Minute schnell wieder auf 60:66 ab. Nun kam die Zeit des Johannes Lischka, der sein Team mit einem erfolgreichen Dreier und zwei verwandelten Freiwürfen wieder auf 65:66 heran brachte. Das Spiel stand nun auf Messers Schneide und war in seinem Ausgang völlig offen. Beim Stande von 67:70 konnte Donatas Zavackas durch zwei Freiwürfe erneut auf nur einen Punkt Rückstand verkürzen und so ging es mit 69:70 in die Schlussminute. 30 Sekunden vor Schluss vergab Ludwigsburg die Chance in Führung zu gehen und musste somit durch eine gute Verteidigung wieder in Ballbesitz gelangen. Lamar Greer spielte die Zeit herunter und verfehlte einen schwierigen Dreier. Alex Harris sicherte sich den Rebound und dribbelte bei noch 6 verbleibenden Sekunden über das gesamte Feld. Aus dem Lauf heraus nahm er den letzen Wurf der Partie, doch der Versuch aus der Mitteldistanz war, aus Ludwigsburger Sicht, leider nicht von Erfolg gekrönt.

Headcoach EnBW Ludwigsburg Markus Jochum:
„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir haben beherzt versucht dagegen zu halten. Meine Mannschaft hat eine gute Einstellung gezeigt, aber am Ende war es die Summe zu vieler einfacher Fehler. Beispielsweise haben wir zwei sehr einfache Korbleger vergeben. Mark Dorris und Donatas Zavackas gingen sehr angeschlagen ins Spiel das hat man gesehen. Nichts desto trotz haben wir gut dagegen gehalten und uns immer wieder aufgebäumt und am Ende mit dem letzten Wurf von Alex Harris die Möglichkeit zum Sieg gehabt. Am Ende war es die Summe von zu vielen Kleinigkeiten die uns immer wieder zurück geworfen haben. Eine Schlüsselsituation war das unsportliche Foul an Dorris und im direkten Anschluss ein technisches Foul gegen uns, das uns wieder aus der Bahn geworfen hat.“

Headcoach New Yorker Phantoms Braunschweig Sebastian Machowski:
„Kompliment an meine Mannschaft nach der deutlichen Niederlage in Bamberg haben wir heute die richtige Antwort gegeben. Das war ein wichtiger Sieg in Richtung Playoffs. In der 1. Halbzeit hatten wir zunächst einen guten Rhythmus, später haben wir uns gegen die Ludwigsburger Zonenverteidigung viele unnötige Ballverluste geleistet. Das sind Fehler die uns nicht passieren dürfen und in einem anderen Spiel wohl mehr bestraft werden. Dennoch freue ich mich über die kämpferische Leistung meiner Mannschaft“.

Die Viertel im Überblick: 15:18 19:21 18:15 17:16

Statistik:

Scorer Ludwigsburg:
Bowler (13, 9 Rebounds), Lischka (13, 5 Rebounds), Green (11), Zavackas (8), Dorris (8), T.Harris (4), Looby (5), McCray (5), A.Harris (2), Koch (n.E.), Bekteshi (n.E.), Maier (n.E.)

Scorer Braunschweig:

Melzer (14), Mittmann (14), McElroy (11), Visser (10), Dennis (8), Greer (7), Jorovic (3), Schröder (2), Schneiders (1), Kulawick (0), Williams (n.E.),

Die Wechselbörse 2017/18

Immer auf dem aktuellen Stand!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport