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EnBW Ludwigsburg präsentiert sich trotz Niederlage wieder als Team

EnBW Ludwigsburg präsentiert sich trotz Niederlage wieder als Team

Die Basketballer der EnBW Ludwigsburg unterlagen am Freitagabend in der ausverkauften Stechert Arena den Brose Baskets Bamberg mit 84:95. Der deutsche Meister bestimmte in der ersten Halbzeit das Spiel und erspielte sich eine verdiente 52:33 Halbzeitführung. Im zweiten Durchgang zeigten die Barockstädter große Moral und kämpften sich zu Beginn des 4. Viertels wieder bis auf 8 Punkte heran (68:76 und 70:78). Eine verbesserte Defensivleistung und eine hervorragende Offensive (18 Assists, 43% Dreier) ließen die Schwaben die zweite Halbzeit gewinnen (51:43). Am Ende jedoch waren die Franken vor allem an der Freiwurflinie zu kaltschnäuzig und konnten so ihren 12. Saisonsieg einfahren. Die auffälligsten Akteure auf Ludwigsburger Seite waren Kurt Looby (21 Punkte), Alex Harris (21) und Mark Dorris (15, 4 Assists) während bei Bamberg gleich 6 Akteure zweistellig punkteten.
EnBW-Trainer Steven Key schickte Mark Dorris, Alex Harris, Johannes Lischka, Donatas Zavackas und John Bowler als seine Startformation ins Rennen. Kapitän Jerry Green wärmte sich zwar mit der Mannschaft auf, wurde aber erneut nicht eingesetzt. Bis zum 11:12 konnte diese Formation das Spiel offen gestalten, doch dann kam der gefürchtete Lauf der Bamberger im ersten Viertel. Ein Dreier von Anton Gavel (11:15), einer von Anthony Tucker (13:20) und ein weiterer von Kapitän Casey Jacobsen (17:25) ließ Bamberg das erste Mal davonziehen. Drei Freiwürfe von Julius Jenkins sorgten für ein 17:28 nach dem ersten Viertel. Nationalmannschaftscenter Tibor Pleiß sogte mit einem Dreipunktespiel zu Beginn des zweiten Viertels zunächst für klare Verhältnisse (17:31). Vier weitere Punkte durch Pleiß sowie ein weiterer Jacobsen-Dreier führten zu einem 19:38 Rückstand aus Ludwigsburger Sicht. Die Bamberger Fans wollten es sich gerade gemütlich machen und stellten sich auf einen geruhsamen und fröhlichen Abend ein, da holte sie EnBW-Guard Alex Harris wieder von ihren Sitzen. Binnen kürzester Zeit netzte er 4 blitzsaubere Dreier ein und brachte seine schwarz-gelben wieder bis auf 33:46 heran. Leider war das nur ein Strohfeuer und die
Bamberger konnten dank einem 6:0-Lauf mit einer komfortablen Halbzeitführung (52:33) in die Pause.

In der zweiten Halbzeit kamen die Barockstädter besser aus den Startlöchern. Angeführt von Mark Dorris, der schnell schnell acht Punkte erzielte, verkürzten die Schwaben den Rückstand innerhalb von fünf Spielminuten bis auf 45:59. Der krachende Dunking von Kurt Looby (47:59), nach einem Zuckeranspiel von Johannes Lischka, war ein klares Zeichen an die Ludwigsburger Anhängerschaft, dass das Team nicht vorhatte, frühzeitig die Segel zu streichen. Kurt Looby erzielte weitere fünf Punkte bis zum Ende des Viertels und nach 30 Spielminuten zeigte die Anzeigetafel ein 59:72. Das letzte Viertel begann zunächst besser für Bamberg und die Mannen von Trainer Chris Fleming bauten ihre Führung wieder auf 15 Punkte aus (76:61). Doch Ludwigsburg kämpfte weiter und Johannes Lischka packte zwei weitere sehenswerte Pässe auf Kurt Looby aus, der diese zu weiteren vier Punkten nutzen konnte. Ein Dreier von Jeff Greer komplettierte einen 7:0-Lauf zum 68:76, Auszeit Bamberg! Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch in der Stechert Arena. Brian Roberts verfehlte seinen Dreier nach der Auszeit und Johannes Lischka hatte es auf den Fingerspitzen, sein Team gar auf sechs Punkte heranzubringen. Doch sein Wurf verfehlte das Ziel und auf der Gegenseite schraubte Brian Roberts den Bamberger Vorsprung wieder in zweistellige Höhe (78:68). Mark Dorris verkürzte mit einem Korbleger aus vollem Lauf wieder bis auf acht Punkte (70:78), ehe Anton Gavel sechs Minuten vor dem Ende das 80:70 erzielte. Bamberg punktete in dieser Phase fast nur noch an der Freiwurflinie. Das war der hohen Ludwigsburger Foulbelastung geschuldet (insgesamt 32 Fouls führten zu 46 Bamberger Freiwürfen). Vier weitere Punkte von Kurt Looby, der 8 seiner 9 Feldwürfe traf, hielten die EnBW Ludwigsburg weiter in Reichweite (72:82 und 74:84). Ein Dreier von Mark Dorris zum 77:86 ließ den Abstand 3:45 Minuten vor dem Ende gar noch einmal auf 9 Punkte schrumpfen. Bamberg vergab im Gegenangriff und Donatas Zavackas verpasste nach einem Offensivrebound die Chance, den Rückstand bis auf 7 Punkte zu verkürzen. Stattdessen besorgte Anthony Tucker 2:37 Minuten vor Ende das 88:77. Nach einem unsportlichten Foul von Brian Roberts brachte Kurt Looby seine Farben nochmals auf 9 Punkte heran (79:88), doch David McCray leistete sich im anschließenden Ballbesitz einen Ballverlust, den Brian Robert zum 90:79 ausnutzen konnte. Die Entscheidung war gefallen und aufgrund von taktischen Fouls lautete das Endergebnis 95:84 für die Brose Baskets Bamberg.

Für die EnBW Ludwigsburg und deren Fans heißt es nun, den neuen Schwung aus der zweiten Halbzeit in Bamberg mit ins Derby gegen Tübingen zu nehmen. Am Montag, den 02.01.2012 gastieren die WALTER Tigers in der Arena Ludwigsburg. Spielbeginn ist um 20:00 Uhr, Tickets gibt es wie immer unter www.enbw-ludwigsburg.de oder in der Geschäftsstelle in der Pflugfelder Str. 22, gleich neben der Arena (Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 9-13 Uhr und 15-18 Uhr) oder bei allen eventim-Vorverkaufsstellen.

Stimmen zum Spiel:

EnBW-Coach Steven Key:
"Wir haben eine wirkliche 'Jeykl- und Hyde'-Mannschaft. In der ersten Halbzeit haben wir nicht genug Herz und Energie gezeigt - in der Defensive und der Offensive - und nur vier Assists zustande gebracht. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir auch als echte Mannschaft spielen können. So müssen wir auftreten, um auch gegen solche Top-Mannschaften zu gewinnen. Es war sehr wichtig für uns, heute zu lernen, wie wir zukünftig auftreten müssen".

Baskets-Coach Chris Fleming:
"Zuerst möchte ich mich bei unseren Fans bedanken, dass sie uns 2011 hervorragend unterstützt haben. Wir haben eine relativ gute Halbzeit gespielt. Mit 33 gegnerischen Punkten, haben wir eine anständige Defensivleistung abgeliefert und offensiv den Ball gut bewegt. In der zweiten Halbzeit hat uns der 'Killerinstinkt' gefehlt und wir haben die Härte aus der ersten Halbzeit verloren. So haben wir dem Gegner eine Chance gegeben, die nicht nötig war. Tibor Pleiß hat nach einer relativ bescheidenen Leistung in Trier, heute hart gespielt und eine gute Leistung gebracht. Er hat uns mit seiner Aktion den Sieg gebracht".

Die Viertel im Überblick: 28:17, 24:16, 20:26, 23:25

Zuschauer: 6.800 (ausverkauft)

Scorer EnBW Ludwigsburg:
Looby (21 Punkte), Harris (21), Dorris (15), McCray (8), Bowler (6), Greer (5), Lischka (4), Zavackas (4), Koch (0), Green (n.e.), Hadzovic (n.e.)

Scorer Brose Baskets:
Roberts (18 Punkte), Suput (15), Tucker (14), Jenkins (13), Pleiß (13), Gavel (12), Jacobsen (9), Neumann (1), Tadda (0), Slaughter (0), Schmidt (n.e.), Stuckey (n.e.)

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