FB Twitter Instagram YouTube Google+
Endlich der erste Heimsieg! 94:63-Gala gegen Braunschweig

Endlich der erste Heimsieg! 94:63-Gala gegen Braunschweig

Die Freude war extrem groß nach der Schlusssirene. Der dritte Sieg aus den letzten vier Spielen war auch gleichzeitig der erste Sieg vor heimischer Kulisse. Entsprechend erleichtert waren Fans, Spieler und auch Coach Igor Perovic nach dem Spiel: „Meine Spieler haben heute exzellent gespielt. Intensiv und aggressiv. Wir haben viel Druck auf die beiden Guards gemacht. Ich bin glücklich, dass wir auch mal so ein tolles Spiel zu Hause gezeigt haben und das erste Heimspiel gewonnen haben.“
Einen dicken Wermutstropfen gab es jedoch vor dem Spiel: Der Center des Aufstiegs-Teams – Mantia Callender – war Anfang der Woche im Alter von nur 38 Jahren verstorben. Mit einer Schweigeminute gedachten die Besucher der Paul Horn-Arena vor dem ersten Hochball „Baby-Shack“.

Tigers mit Blitzstart

Den Tigers gelang zur Freude von Tagblatt-Redakteur Hansi Lösel und den 2350 Zuschauern ein Blitzstart. Nach nur zwei Minuten führte der Gastgeber mit 7:2. Den Tigern wollte in der Startphase des Spiels beinahe alles gelingen. Nach vier Minuten hatte Phantoms-Coach Sebastian Machowski genug gesehen und bat zur ersten Auszeit. Die Tübinger führten da bereits mit 14:5 (4. Minute). Auch nach der kurzen Unterbrechung hielt Tübingen das Tempo unglaublich hoch und zog bis auf 24:11 (8.) davon, während die Phantoms den Tigern nichts entgegenzusetzen hatten. Dabei spielten die Hausherren sehr flexibel und sehr mannschaftsdienlich und leisteten sich nur einen einzigen Ballverlust. Mit viel Beifall ging es mit einem 25:13 in die erste Viertelpause.

Das erste Highlight des zweiten Viertels ging dann allerdings auf Kosten der Braunschweiger, als der „lange Lulatsch“ Nick Schneiders (2,21m) einen Alley-Oop verwandelte. Danach spielte allerdings ein kleiner Mann auf Seiten der Tigers groß auf: Josh Young (1,85m) erzielte neun Punkte in zwei Minuten und sorgte für Begeisterung auf den Rängen, als der gegnerische Coach Machowski beim Stand von 34:16 (15.) für die Tigers seine zweite Auszeit nahm. Zwei weitere Dreier von Adnan Hodzic und Reggie Redding später stand es gar 40:18 und die Paul Horn-Arena stand Kopf (17.). Auffallend war vor allem die Kampfbereitschaft der Schwaben, die viele Offensivrebounds abgriffen und überhaupt die Bretter dominierten. Zwei Minuten vor der Halbzeit kam mit Akeem Vargas bereits der elfte Tiger zum Einsatz. Eine bärenstarke Halbzeit der Tigers, in der Perovic erst 15 Sekunden vor der Sirene seine erste Auszeit nahm, sorgte für ein hochverdientes 48:26 auf der Anzeigetafel. Insbesondere Ruben Spoden freute sich tierisch über seinen Buzzer-Beater-Dreier.

Galavorstellung geht auch in der zweiten Halbzeit weiter

Auch die erste Aktion im dritten Viertel war ein echtes Highlight. Genial von Pavelas Cukinas angepasst, stopfte Redding den Ball zum 50:27 durch die Braunschweiger Reuse (21.). Weil die Tübinger in dieser Phase defensiv nicht mehr ganz so konzentriert waren, kam nun auch Braunschweig zu einfachen Körben. Beim Stand von 54:33 fiel dann die 24-Sekunden-Uhr aus, was zu einer kleinen Unterbrechung führte (24.). Die Tiger hielten nun den Vorsprung bei etwa 20 Punkten, ohne so zu glänzen wie in der ersten Halbzeit. Als Braunschweig in der 26. Minute auf 40:57 verkürzen konnte, nahm sich Perovic seine in dieser Phase etwas zu verspielten Tiger zur Brust. Der bärenstark aufspielende Young punktete im nächsten Angriff wieder für die Hausherren. Kurz darauf kullerte ein Young-Distanzwurf mit viel Glück zum 64:42 durch den Braunschweiger Korb – wenn es läuft, dann läuft es halt (28.). Nun bat Machowski sein dezimiertes Team wieder an die Seitenlinie. Als dann auch noch Nico Simon den inzwischen elften Tiger-Distanzwurf versenkte, kochte die Stimmung in der Paul-Horn-Arena über. Mit einem verdient deutlichen 73:47 ging es ins letzte Viertel.

Und weiter ging die Tigers-Show: Simon flog direkt in der 31. Minute wunderschön zum Tip-In ein. Während bei den Braunschweigern nun die ersten Spieler mit fünf Fouls auf der Bank Platz nehmen mussten, gaben die Tigers weiterhin Gas und trafen hochprozentig von der Dreierlinie. Mit Tyrone Nash erzielte der neunte Tübinger Spieler einen Dreier. Folgerichtig wuchs der Vorsprung weiter langsam an. Die Fans dankten es und erhoben sich bereits vier Minuten vor dem Ende von ihren rosaroten Sitzen. Zwei Minuten vor dem Ende war der Vorsprung auf 30 Punkte angewachsen, als Spoden kurz darauf seinen dritten Dreier verwandelte, gab es endgültig kein Halten mehr. Bis zum Endstand 94:63 und weit darüber hinaus war endlich einmal Feiern angesagt in der Paul Horn-Arena.

Dschungelgeflüster:

Neuer Glücksbringer: Ob es vielleicht der Ersatz-Hallensprecher war? Jedenfalls lässt sich die Quote von Suchowerskyj-Ersatz Gerhard Dieterle sehen. Ein Einsatz und gleich ein deutlicher Sieg für die Tigers! Dieterle machte seine Sache prima und zeigte keinerlei Nervosität.

Neue Wurftechnik: Von oben durch den Ring ohne zu dunken… Das beherrscht wohl nur Nick Schneiders. Sein Hookshot aus einem Meter warf er einfach von oben durch die Reuse. Mit 2,21 Meter ist Schneiders der größte Beko-BBL-Akteur dieser Saison.

Neuer Rekord: Der kleinste Tübinger wuchs indes über sich hinaus. 22 Punkte in 17 Minuten von Young waren auch Coach Perovic nach dem Spiel ein Sonderlob wert: „Das war wohl die beste Einzelleistung eines Spielers in der Paul Horn-Arena in dieser Saison.“

Neuer Publikumsliebling: Auch die Leistung von Ruben Spoden muss heraus gehoben werden. Der Youngster kam auf seinen Karrierebestwert und sammelte 13 Punkte und sechs Rebounds. Das war den Tübinger Fans eine dreifache UMBA-Nennung wert.

Gestärkt: Ob es wohl am gemeinsamen Teamessen am Freitagabend in der Lustnauer Rose lag, dass die Tigers mit viel Energie spielten? Auf Einladung von "Ise" und "Knolle" gab es typische schwäbische Spezialitäten. Käsespätzle, Fleischküchle, Kartoffelsalat oder Maultaschen, alles was das Herz begehrt. An dieser Stelle nochmals Danke für die Einladung!
easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Simba Dickie Group Kinder plus Sport