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Endlich zuhause! Am Sonntag in der o2 World gegen Tübingen

Endlich zuhause! Am Sonntag in der o2 World gegen Tübingen

So lange wie in diesem Jahr mussten die Berliner Basketball-Fans noch nie auf das erste Bundesliga-Heimspiel ihrer Albatrosse warten. Nach drei Auswärtsspielen in Folge kommt das ALBA-Team am Sonntag (23.10., 17 Uhr) gegen die Walter Tigers Tübingen zum ersten Mal in dieser Saison in den Genuss, mit den eigenen Fans im Rücken um Bundesliga-Punkte zu kämpfen.
„Gerade nach den Spielen bei solch heimstarken Gegnern wie Hagen freuen wir uns auf unsere eigenen Fans“, beschreibt Trainer Gordon Herbert die Stimmung im Team. In Bremerhaven und Hagen haben den ALBA-Cheftrainer weniger die Niederlagen an sich, sondern mehr die Art und Weise, wie die Spiele abgegeben wurden, gestört: „Wir müssen lernen, uns in solchen Spielen besser zu verhalten. Wir haben deshalb in der Woche vor allem an unserem Defensivverhalten gearbeitet.“ Ein Gegner, der erst am Mittwoch in Quakenbrück 103 Punkte bei einer Wurfquote von 60 Prozent erzielt hat, kommt da am Sonntag als Prüfstein gerade recht.

Zwar rangieren die WALTER Tigers mit 0:4 Siegen auf dem vorletzten Tabellenplatz der Beko BBL, doch selten war ein Tabellenstand trügerischer als im Fall der Tübinger, die sich gleich zum Saisonauftakt mit einem extrem harten Auftaktprogramm konfrontiert sehen. Gegen Frankfurt, München, Bamberg und Quakenbrück werden auch andere Bundesligisten ihre Spiele verlieren.

Aber nicht alle werden ihre Haut dabei so teuer verkaufen wie die WALTER Tigers das zum Beispiel am Mittwoch in Quakenbrück beim 103:108 nach Verlängerung getan haben. Fast über die gesamte Spielzeit lagen die Tübinger in der Artland Arena vorne, um dann nach einem Verzweiflungsdreier der Dragons doch noch in die Nachspielzeit gehen zu müssen, wo dann gegen die tiefer besetzten Gastgeber letztlich die Kräfte schwanden.

Trainer Gordon Herbert hat natürlich das gute Spiel der Tigers registriert, glaubt aber nicht, dass er sein Team speziell vor den Tübingern warnen muss: „Die Spieler haben doch hoffentlich spätestens in Hagen gemerkt, dass es in der Beko BBL keine leichten Spiele gibt.“

18 Assists und eine Wurfquote von 60 Prozent in Quakenbrück umschreiben, wie gut das neue Tübinger Team in Quakenbrück trotz der Niederlage schon harmoniert, was keine Selbstverständlichkeit ist. Schließlich musste Trainer Igor Perovic im Sommer seine komplette erste Fünf ziehen lassen, weil die Spieler höher dotierten Angeboten anderer Clubs folgten. Einzig Ex-Albatros Nicolai Simon und der Nachwuchsspieler Ruben Spoden hielten den Tigers die Treue.

Als „jung und athletisch“ stellten die Tübinger zu Saisonbeginn ihr neues Team vor, in dem fünf der sieben Neuzugänge 24 Jahre oder jünger sind. Als Anführer für diese mit einem Durchschnittsalter von 23,6 Jahren jüngste Mannschaft der Beko BBL wurde der 32-jährige Spielmacher Louis Campbell verpflichtet, der aus Oldenburg ins Schwabenland wechselte.

Die größte Korbgefahr geht bei den Tigers von den Außenspielern aus, die zwar nicht so viele Dreier wie Quakenbrück oder Hagen nehmen, diese aber dafür mit einer soliden Quote von 38 Prozent im Ziel unterbringen. Außerdem verstehen es Campbell, sein Back-up Josh Young sowie Vaughn Duggins und Reggie Redding perfekt, mit einem schnellen ersten Schritt in jede Lücke zu stoßen, die ihnen die gegnerische Verteidigung eröffnet.

Unter dem Korb fehlt den Tübingern ein echter Center wie man ihn in der letzten Saison in Anatoli Kashirov oder früher in Rasko Katic hatte. Stattdessen werfen hier der Bosnier Adnan Hodzic und der US-Amerikaner Tyrone Nash ihre Athletik in die Waagschale. Der defensivstarke Nash ist mit seiner Beweglichkeit auch der beste Rebounder der Tigers.

Änderungen bei Tip-off-Zeiten
Bei zwei ALBA-Spielen hat es Änderungen der Startzeiten gegeben: Das Heimspiel gegen Oldenburg (6.11.2011) beginnt um 18:00 statt 17:00 Uhr und das Auswärtsspiel beim FC Bayern München (26.11.2011) fängt um 20:00 statt 19:00 Uhr an.

WALTER Tigers: Resultate der letzten fünf Wochen
17.09. Würzburg – Tübingen (in Würzburg) 70:47 (N) Redding 13, Duggins 10
18.09. Tübingen – Tampere/FIN (in Würzburg) 86:55 (S) Young 15, Campbell 15
24.09. Tübingen - Gießen (Test) 54:75 (N) Hodzic 12, Redding 10
26.09. Strasbourg/FRA – Tübingen (Test) 58:62 (S) Duggins 14, Campbell 9
08.10. Tübingen – Frankfurt (Beko BBL) 66:73 (N) Duggins 16, Campbell 10
12.10. FC Bayern – Tübingen (Beko BBL) 86:77 (N) Duggins 16, Redding 14
16.10. Tübingen – Bamberg (Beko BBL) 68:92 (N) Hodzic 13, Campbell 13
19.10. Artland – Tübingen (Beko BBL) 108:103 (N) Duggins 27, Redding 24

Gesamtbilanz gegen Tübingen
14 Siege – 5 Niederlagen (in Berlin 8–1)
Beko BBL: 14-4 / Pokal 0-1
Höchster Sieg: 103:73 am 9. April 2005 in Tübingen
Höchste Niederlage: 66:70 am 23. Oktober 2009 in Tübingen
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