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Erstes Auswärtspiel beim Liga-Urgestein

Erstes Auswärtspiel beim Liga-Urgestein

Würzburg gegen Gießen – das war schon vor zehn Jahren ein heißes Duell in der Basketball Bundesliga. Die Mittelhessen sind als einziges Team seit dem Start der höchsten deutschen Spielklasse im Jahr 1966 ununterbrochen im Oberhaus vertreten. Von vielen Fans unvergessen: Die Viertelfinalserie 2001, als die von Joe Whelton trainierten Gießener sich gegen Coach Gordon Herbert und die Würzburger „X-Rays“ in vier hart umkämpften Spielen durchsetzten.
Das entscheidende Spiel vier gewann Gießen mit 83:81 in der Sporthalle Ost, und dort scheint sich auch nach dem Ausbau auf über 4.000 Plätze nicht viel verändert zu haben: „Die Halle ist in der Liga als Hexenkessel bekannt. Es wird ein hartes Stück Arbeit für uns“, sagt John Patrick, Trainer der s.Oliver Baskets, vor dem ersten Auswärtsspiel des Aufsteigers in der Beko BBL.

„Gießen hat eine Mannschaft, die immer mit hoher Intensität spielt. Mit Björn Harmsen haben sie einen Trainer, der die Liga sehr gut kennt, und vor ein paar Wochen haben sie sich mit Koko Archibong und Barry Stewart verstärkt“, zählt Patrick die Punkte auf, die die erste Auswärts-Aufgabe zu einer schwierigen machen.

Zwar konnten die Beko BBL-erfahrenen Neuzugänge Stewart und Archibong, seines Zeichens Deutscher Meister 2005 mit Bamberg, am Montag beim ersten Gießener Spiel, einer 56:73-Niederlage in Ludwigsburg, zumindest in der Offensive kaum Akzente setzen. Das kann in einer voll besetzten heimischen Sporthalle Ost aber völlig anders aussehen.

In Ludwigsburg drehte sich das Angriffsspiel der Hessen hauptsächlich um ihren erfahrensten Akteur: 46ers-CenterElvir Ovcina, 35 Jahre alt und 2,12 Meter lang, erzielte 21 Punkte, holte 10 Rebounds und war der effektivste Spieler der Partie. Spielmacher Achmadschah Zazai, der vor zwei Wochen von den s.Oliver Baskets nach Gießen wechselte, machte in knapp 14 Minuten Spielzeit das, was er am besten kann: Er war mit drei Assists gleich bester Vorlagengeber seines Teams.

Baskets-Coach John Patrick erwartet von seiner Mannschaft, bei der Maxi Kleber nach einer Zahnbehandlung am Donnerstag eventuell zum Zuschauen verurteilt ist, eine bessere Vorstellung als gegen Trier: „Wir müssen vor allem in der Offensive den Ball besser verteilen und an der Freiwurflinie entspannter sein“, so der 43-Jährige.

„Vom Spielerischen steckt noch sehr viel mehr in uns“, weiß auch Baskets-Center Robert Tomaszek: „Im ersten Heimspiel ist man immer sehr nervös, weil man unbedingt den Sieg für die Fans holen will. Die Hauptsache war, dass wir gegen Trier gewonnen haben. Jetzt müssen wir schauen, dass wir die kleinen Fehler, die wir gemacht haben, nicht wiederholen. Wir müssen als Mannschaft noch mehr zusammenwachsen. Chris Kramer und ich sind ja erst ein paar Tage hier, wie jeder weiß. Wenn wir richtig eingespielt sind, wird jeder noch ein paar Level besser spielen.“
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