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Euroleague: Bamberg in Athen auf der Suche nach dem seidenen

Euroleague: Bamberg in Athen auf der Suche nach dem seidenen "TOP16-Faden"

Die Chancen des Deutschen Meister Brose Baskets, in der Euroleague die TOP16-Zwischenrunde noch zu erreichen, haben in der letzten Woche mit der Niederlage gegen Zalgiris Kaunas einen gehörigen Dämpfer erhalten. Im Rausch der großen Enttäuschung war ...
1324366679/img_Marcus_Slaughter_Brose_Baskets.jpg... vielleicht auch der eine oder andere Abgesang, den man schon hören oder lesen konnte, verständlich, der aber nüchtern betrachtet vielleicht doch etwas voreilig. Die endgültige Entscheidung steht nämlich noch aus und fällt erst am Mittwoch um 20:00 Uhr in Kaunas und Athen.

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SPORT1+ überträgt das Gastspiel der Brose Baskets bei Panathinaikos Athen live und die Kommentatoren werden – wenn es nötig ist – dabei sicher auch ein Auge auf die parallel in Kaunas gespielte Begegnung haben.

In Bambergs Fernduell um Platz 4 spielt auch Zagreb noch mit

Die Situation in der Gruppe B ist vergleichsweise übersichtlich: ZSKA Moskau (9-0), Panathinaikos (6-3) und auch Unicaja Malaga (4-5) haben ihr Schäfchen bereits im Trockenen. Die Entscheidung über das in dieser Gruppe letzte noch freie TOP16-Ticket fällt in den Begegnungen Zalgiris Kaunas (3-6) – KK Zagreb (2-7) sowie Panathinaikos – Brose Baskets (3-6). Die besten Chancen hat ohne Frage Zalgiris Kaunas, das mit einem Sieg über Zagreb aus eigener Kraft die nächste Runde erreichen kann. Die Litauer haben nämlich nicht nur im Direktvergleich mit den Brose Baskets die Nase vorn, sondern auch in einem möglichen Dreiervergleich mit Zalgiris (3-1), Malaga (2-2) und Bamberg (1-3) auf den Plätzen 3-5.

Sollte Zalgiris indes in eigener Halle gegen Zagreb patzen, wird es spannend. Dann können die Brose Baskets nämlich mit einem Sieg in Athen die Litauer nach Siegen überrunden und würden Vierter (oder sogar Dritter, wenn Malaga verliert). Verlieren die Brose Baskets und Zalgiris beide ihre Spiele, triumphiert KK Zagreb als lachender Dritter im Dreiervergleich Zagreb (3-1), Zalgiris (2-2) und Bamberg (1-3) auf den Plätzen 4-6. Zalgiris steht somit am Mittwoch genauso wie die Bamberger unter dem Druck, nur mit einem Sieg ins Ziel zu kommen, hat dabei aber den Vorteil, dieses Spiel in eigener Halle und gegen einen schwächeren Gegner (Zagreb) zu spielen und hat zudem die Gewissheit, mit einem Sieg auf jeden Fall weiter zu sein. Die Brose Baskets benötigen einen eigenen Sieg plus Schützenhilfe durch Zagreb.

Auf Seiten der Brose Baskets liegt allenfalls fragwürdige Vorteil, auf einen Gegner zu treffen, der in dem Spiel selber nichts mehr gewinnen kann: Panathinaikos bleibt so oder so Gruppenzweiter hinter ZSKA Moskau. Die Generalproben der drei Kontrahenten in den nationalen Ligen gingen am Wochenende alle erfolgreich aus. So wie die Brose Baskets ihr Heimspiel gegen Bremerhaven gewannen, siegte auch KK Zagreb (Sechster der Adria-Liga) 82:77 im Prestigederby gegen Cibona Zagreb und Zalgiris Kaunas wahrte in der litauischen Liga seine weiße Weste mit einem 82:60 beim Außenseiter Juventus Utena.

Panathinaikos mit Gedanken schon in den Weihnachtsferien?

1324366764/img_Predrag_Suput_Brose_Baskets.jpgPanathinaikos, bei dem immer noch die Nationalspieler Stratos Perperoglou und Kostas Tsartsaris verletzt fehlen, kam am Montag zu einem 93:84-Arbeitssieg über das Schlusslicht Marousi, bei dem die Spieler des Euroleague-Champions sichtlich nur soviel Energie verwendeten, wie notwendig war, um den Pflichtsieg unter Dach und Fach zu bringen. Trainer Zeljko Obradovic erklärte hinterher, dass das in seinem Sinne war:

„Die Mannschaft wird über Weihnachten ein paar Tage frei bekommen. Daher habe ich das heutige Spiel genutzt, um einige Spieler zu schonen und andere mehr als sonst zum Zuge kommen zu lassen.“

So kamen Dimitris Diamantidis und der athletische Forward Romain Sato, in der Euroleague die effektivsten Spieler von Panathinaikos und auch die mit der im Schnitt längsten Einsatzzeit, am Montag nur je 12 Minuten zum Einsatz, was Diamantidis nicht daran hinderte, fünf Punkte und fünf Assists aufzulegen. Sato genügten die 12 Minuten gar für neun Punkte und fünf Rebounds. Einzig Power Forward Steven Smith (18 Punkte) und der zweite Spielmacher Nick Calathes (15) standen länger als 20 Minuten auf dem Parkett und wurden prompt Topscorer.

Als Marousi im vierten Viertel aber sogar kurz in Führung ging, schickte Trainer Obradovic doch noch einmal Diamantidis und Sato aufs Parkett – verschenken wollte er den Sieg schließlich auch nicht: „Marousi hat sehr engagiert gekämpft und wir ... ich sage mal, wir haben eine ganz ordentliche Offensive gespielt,“ zeigte sich der gutgelaunte Obradovic auf der anschließenden Pressekonferenz aber fest entschlossen, die Ferienlaune seiner Spieler nicht zu gefährden.“ Ob dies auch am Mittwoch so sein wird, ist schwer einzuschätzen, denn unter Umständen verspürt der eine oder andere bei Panathinaikos nach der 76:79-Hinspielniederlage in Bamberg ja doch Revanchegelüste.

Panathinaikos im Stenogramm
Guards:
Dimitris Diamantidis (28 min, 10 p, 2 rb, 5 as, 2 st), David Logan (17 min, 7 p, 1 rb, 1 as, 1 st), Nick Calathes (26 min, 10 p, 3 rb, 3 as, 1 st), Sarunas Jasikevicius (12 min, 6 p, 2 as, 1 rb), Alexandros Kyritsis (Kurzeinsätze).
Forwards: Romain Sato (30 min, 10 p, 6 rb, 2 as, 1 st, 1 bs), Steven Smith (20 min, 11 p, 4 rb, 1 as, ), Pat Calathes (Kurzeinsätze)
Center: Mike Batiste (17 min, 8 p, 5 rb, 1 as, 1 st), Kostas Kaimakoglou (22 min, 7 p, 4 rb, 1 as, 1 st), Ian Vougioukas (15 min, 8 p, 3 rb, 1 as, 1 bs), Alex Maric (8 min, 4 p, 2 rb, 1 st).
Headcoach: Zeljko Obradovic (51, SRB, 260:106 Siege in der Europaliga, 8x Champion, 5x seit 1999 mit Panathinaikos).
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