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Euroleague: Freikarten für Bambergs „Endspiel“ in Zagreb - Franken wollen den ersten Auswärtssieg

Euroleague: Freikarten für Bambergs „Endspiel“ in Zagreb - Franken wollen den ersten Auswärtssieg

Mit dem Start der Rückrunde spitzt sich für den Deutschen Meister Brose Baskets am Donnerstag (24. November, 21 Uhr, live auf SPORT1) der Kampf um den für die Qualifikation zur Top16-Zwischenrunde notwendigen vierten Tabellenplatz in der Euroleague-Gruppe B zu.
1322044172/img_Casey_Jacobsen_Brose_Baskets.jpgBeim Auswärtsspiel in Zagreb sind die Bamberger dabei gut beraten, den Gegner nicht am 96:65 gewonnenen Hinspiel zu messen.

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Die Kroaten, die damals nur wenige Tage vor dem Spiel den Trainer gewechselt hatten, haben sich in den letzten Wochen nämlich gefangen gehen nach zuletzt drei Siegen in Folge mit gestärktem Selbstbewusstsein ins Spiel.

NBA-Lockout macht’s möglich: T. J. Ford in Zagreb

Beide Mannschaften verzeichneten in den zwischen Hin- und Rückspiel liegenden vier Euroleague-Spielen zunächst drei Niederlagen und zuletzt einen Sieg: Die Brose Baskets bezwangen Panathinaikos 79:76, Zagreb gewann 80:78 gegen Zalgiris Kaunas. Beim kroatischen Meister ist dabei seit einigen Wochen eine deutliche Aufwärtstendenz zu erkennen, die mit einem 102:85 in der Adria-Liga über das von Svetislav Pesic trainierte Team von Roter Stern Belgrad ihren Ausgang nahm und sich vor einer Woche auch in der Euroleague im ersten Sieg niederschlug.

Bezeichnend für den neuen Geist in Zagreb ist vielleicht die vorletzte Auszeit bei diesem Sieg über Zalgiris, in der Zagreb 24 Sekunden vor Schluss (Ball bei den Litauern, Zagreb führt 79:78) entscheiden musste, ob gefoult wird oder nicht. Trainer Vladimir Androic instruierte sein Team, zu foulen, um selber den letzten Angriff zu haben. Doch von den Spielern kam Widerspruch. „Ihr wollt lieber verteidigen? Na gut!“ ließ der Trainer sich umstimmen. Josh Heytfeld fing einen Pass der Litauer ab, Zagreb gewann das Spiel 80:78 und Trainer und Spieler feierten sich gegenseitig für ihre „demokratische“Auszeit.

Nicht mehr im Team von KK Zagreb steht der junge US-Spielmacher Diante Garrett, dessen Entlassung vor zwei Wochen – wenn überhaupt – eher einen positiven Einfluss auf die Teamchemie gehabt hat. Als Nachfolger hat Zagreb mit dem 28-jährigen T. J. Ford (acht Jahre NBA, zuletzt Indiana Pacers) einen zweifellos hochkarätigeren Point Guard verpflichtet. Der neue Spielmacher, der bis zum Ende des NBA-Lockouts für den kroatischen Meister spielen will, wird am Dienstag in Zagreb erwartet und wahrscheinlich am Donnerstag sein Euroleague-Debüt geben.

Mario Kasun und Sean May bilden ein imposantes Center-Duo

1322044265/img_Anthony_Leon_Tucker_Brose_Baskets.jpgDer mittlerweile 37-jährige Damir Mulaomerovic wird somit nicht mehr lange seine physischen Grenzen ausloten müssen. In seinem Euroleague-Blog hatte er kürzlich eingeräumt, dass es ursprünglich nicht sein Plan war, im letzten Jahr seiner Karriere als Starter 30 Minuten pro Spiel auf dem Parkett zu stehen. Aber Trainer Androic konnte in den letzten Wochen genauso wenig auf die Routine des ehemaligen Nationalspielers verzichten wie auf die Korbgefährlichkeit seines Shooting Guards Krunoslav Simon, der auch am Wochenende mit 22 Punkten beim 72:57 über den slowenischen Außenseiter Helios Domzale wieder Zagrebs Topscorer war.

Den größten Anteil an der zuletzt aufsteigenden Form von KK Zagreb haben die beiden Center Mario Kasun und Sean May, die mit ihrer imposanten Physis ein mächtiges Duo auf den Positionen vier und fünf bilden und in den letzten Wochen auch in der Offensive mit zusammen 35 Punkten pro Spiel ihre Punktausbeute fast verdoppelt haben. Immer öfter stellt Trainer Androic seinen beiden "Türme in der Schlacht“ den zwar erst 17-jährigen, aber hochtalentierten Forward Dario Saric (2,05) an die Seite, was Zagreb gerade gegen die eher klein aufgestellten Bamberger einen beträchtlichen Größenvorteil verschafft.

Keine Furcht müssen die Bamberger unterdessen vor der Kulisse in der 15.000 Zuschauer fassenden Arena Zagreb haben. KK Zagreb gelingt es auch als Meister nicht, in Konkurrenz zum Traditionsverein Cibona und dem neureichen Cedevita die Zuschauer in der kroatischen Hauptstadt für sich zu gewinnen. Gegen Zalgiris kamen nur 2.000 Zuschauer, am Wochenende in der Adria-Liga gegen Helios Domzale gar nur 700, von denen jeder zum Dank eine Freikarte fürs Bamberg-Spiel erhielt.

KK Zagreb im Stenogramm
Guards:
Damir Mulaomerovic (27 min, 10 p, 3 as), Krunoslav Simon (33 min, 13 p, 4 rb, 2 as), Petar Babic (5 min, 1 as), Saso Ozbolt (11 min, 1 p, 1 rb, 1 as, 1 st), T. J. Ford (neu, 28 Jahre, 178 cm).
Forwards: Dario Saric (15 min, 2 p, 5 rb, 1 as), Ante Masic (14 min, 6 p, 2 rb), Damir Rancic (17 min, 6 p, 1 rb, 1 as, 1 st),
Center: Sean May (25 min, 13 p, 7 rb, 1 as, 1 st, 1 bs), Mario Kasun (28 min, 13 p, 7 rb, 1 as, 1 st, 1 bs), Josh Heytveld (23 min, 6 p, 4 rb, 1 st), Papa Diasse (12 min, 3 p, 2 rb).
Headcoach: Vladimir Androic (erste Euroleague-Saison, 1:4 Siege)
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