FB Twitter Instagram YouTube Google+
Euroleague-Qualifikation: ALBA BERLIN will gegen Spirou Charleroi ins Finale einziehen

Euroleague-Qualifikation: ALBA BERLIN will gegen Spirou Charleroi ins Finale einziehen

Gleich nach dem souveränen 82:60 über VEF Riga begann für den deutschen Vizemeister ALBA BERLIN beim Euroleague-Qualifikationsturnier im belgischen Charleroi die Vorbereitung auf den nächsten Gegner, und zwar ganz untheoretisch: Spirou Charleroi und BC Donetsk ...
1317380806/img_Andrew_Riddeck_Spirou_Charleroi.jpg... kämpften in einem sehr nervösen und von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägten Schlagabtausch, den am Ende die Belgier mit 61:59 gewannen.

image_1288779294890.png.

Gastgeber Spirou Charleroi wird somit am Samstag (17:00 Uhr) gegen ALBA um den Einzug ins Finale (Sonntag) kämpfen.

Spirou ist auf den Geschmack gekommen

Schon vor Turnierbeginn wurde den Belgiern neben Khimki Moskau (beide Teams spielten bereits in der letzten Saison in der Euroleague) allgemein die Favoritenrolle zugeschoben – zum einen natürlich wegen des Heimvorteils, zum anderen aber auch wegen der namhaften Verstärkungen, die der belgische Serienmeister im Sommer getätigt hatte.

In der letzten Saison bei Euroleague-Siegen unter anderem über Real Madrid und die Brose Baskets auf den Geschmack gekommen, holte Spirou mit einem noch einmal aufgestockten Budget die NBA-erfahrenen tschechischen und französischen Nationalspieler Jiri Welsch und Mickael Gelabale nach Charleroi und plante darüber hinaus einen ganz spektakulären Coup: Spielmacher Demond Mallet sollte seinen berühmten Cousin Shaquille O’Neal für Spirou gewinnen.

Wie belgische Zeitungen vor zwei Wochen berichteten, soll Shaq tatsächlich nicht abgeneigt gewesen sein, sagte dann aber doch wegen fehlender Fitness ab. Vor Ort gab es für Spirou aber noch einen anderen Rückschlag, der einen dicken Strich durch die Saisonplanung machte. Mickael Gelabale kehrte verletzt von der EM in Litauen zurück, unternahm in den Augen Charlerois zu wenig Anstrengungen, um rechtzeitig bis zur Euroleague-Qualifikation noch fit zu werden und wurde wenige Tage vor dem Turnier suspendiert. Nicht zuletzt solche Turbulenzen waren es denn auch, die dafür sorgten, dass Spirou gegen Donetsk unvorbereitet wirkte und noch im dritten Viertel 24:34 zurücklag, bevor man den vom früheren Berliner bzw. Kölner Sasa Obradovic trainierten Ukrainern auf der Zielgeraden doch noch den Schneid abkaufte.

Demond Mallet für ALBA kein Unbekannter

1317380712/img_Demond_Mallet_Spirou_Charleroi_2.jpgNeben Demond Mallet, der schon mit Braunschweig, Bamberg und Köln in der Beko BBL und später mit Badalona und Charleroi auf europäischer Ebene stets so etwas wie ein „Enfant Terrible“ für die Berliner war, findet sich mit Power Forward Caleb Green ein zweiter Ehemaliger (Trier 2007/08) aus der Bundesliga im Spirou-Kader.

Der athletische US-Amerikaner geht nicht nur sehr hart zum Brett und holt dort viele Rebounds (elf gegen Donetsk), sondern ist auch aus der Dreier-Distanz sehr korbgefährlich, was das Spiel von Spirou sehr unberechenbar macht. Auch Christophe Beghin und das mit mittlerweile 38 Jahren unverwüstliche Blockmonster Andre Riddick agieren sehr beweglich in der Zone.

Das Herz der Mannschaft von Trainer Giovanni Bozzi schlägt unterdessen ganz klar im von Demond Mallet dirigierten Backcourt, wo Jiri Welsch mit seiner großen Vielseitigkeit in Offensive wie Defensive der neue Spirou-Star ist. Der Tscheche war im punktarmen Spiel gegen Donetsk mit 13 Zählern Topscorer und führte Charleroi mit sechs Punkten zu Beginn des vierten Viertels auf die Siegerstraße. Dreier von Green und dem eigentlich vor allem als Defensivspezialist geltenden Justin Hamilton (insgesamt sogar 3/3 Dreier) sorgten für den Erfolg.

„Wir müssen besser spielen“

1317380894/img_Caleb_Green_Spirou_Charleroi.jpgTrainer Giovanni Bozzi fiel nach dem Spiel, das sein Team trotz einer mageren Freiwurfquote von nur 44 Prozent gewann, sichtlich ein Stein vom Herzen: „In einem solchen Turnier ist der Heimvorteil beim Auftaktspiel eher eine Last als ein Vorteil. Gegen ALBA werden wir besser spielen müssen, aber ich verspreche, dass wir das auch tun werden!“ Sasa Obradovic, dessen Team zur Halbzeit noch wie der sichere Sieger ausgesehen hatte, blieb nur, geknickt seinen Koffer zu packen: „Ich drücke jetzt am Samstag ALBA die Daumen!“

Belgacom-Spirou Charleroi im Stenogramm
Guards:
Demond Mallet (33, 186, USA), Justin Hamilton (30, 191, USA), Chris Hill (28, 191, USA), Amaury Jadin (25, 189).
Forwards: Jiri Welsch (31, 201, CZE), Tornike Shengelia (19, 207, GEO), Caleb Green (26, 203, USA), Dwayne Broyles (29, 196, USA), Yannick Moray (20, 198).
Center: Christophe Beghin (31, 207), Andre Riddick (38, 208, USA), Boris Penninck (23, 203).
Headcoach: Giovanni Bozzi (47).
easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Simba Dickie Group Kinder plus Sport