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FC Bayern mit Eurocup-Niederlage gegen starke St. Petersburger

FC Bayern mit Eurocup-Niederlage gegen starke St. Petersburger

Die Basketballer des FC Bayern München verlieren das Eurocup-Gruppenspiel gegen den ungeschlagenen Favoriten aus St. Petersburg vor 3.218 Zuschauern im Audi Dome mit 60:72 (28:39). Chancen auf den Einzug in die Runde der letzten 16 Mannschaften hat der FC Bayern dennoch. Mit zwei Siegen in den verbleibenden Partien der starken Gruppe G könnten sich die Bayern bei ihrer Eurocup-Premiere für die nächste Runde qualifizieren.
Nach dem ersten Korb durch Chevon Troutman zur 2:0-Bayern-Führung taten sich die Münchner schwer, denn die Russen verteidigten giftig, zudem wollten die Würfe einfach nicht durch den Korb fallen und tänzelten lieber wieder heraus. Die Gäste trafen wesentlich besser, und so war der 4:13-Rückstand nach sechs Minuten eine logische Folge. Erst Robin Benzing erlöste die Fans mit zwei verwandelten Freiwürfen (6:15). Die Gastmannschaft wirkte hochkonzentriert und bestens eingestellt. Gegen Ende des Viertels kamen die Fans im Audi Dome zunehmend besser in Fahrt, da zuerst Aleksandar Nadjfeji seine beiden Freiwürfe versenkte und Ben Hansbrough gleich danach frech durch die russische Zone dribbelte und per Korbleger abschloss. 10:20 nach dem ersten Viertel.

Die Situation ließ sich im zweiten Viertel zunächst nicht zum Besseren wenden. Alles, was am Samstag gegen Gießen noch fast wie im Schlaf gelang, wollte plötzlich nicht mehr klappen – wobei man festhalten muss, dass St. Petersburg sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung ein besonderes Kaliber war. Die Mannen aus Russland bauten die Führung bis auf 14:29 (6. Min.) aus, ehe ein kleiner Bayern-Lauf mit Korberfolgen von Jared Homan, Steffen Hamann und Chevy Troutman den Rückstand auf 20:29 verkürzte und den Tabellenführer der Eurocup-Gruppe G zu einer Auszeit zwang. Und tatsächlich gelang es den St. Petersburgern, den Schwung der Bayern zu bremsen und die Münchner zur Halbzeit mit über zehn Punkten auf Distanz zu halten: 28:39 aus Bayernsicht.

Das dritte Viertel war zunächst eine Fortsetzung des bisherigen Geschehens: Bayern mühte sich redlich, aber die Russen traten auf wie Wurfmaschinen – durch nichts aus der Ruhe zu bringen und mit perfekter Technik: 32:46 nach 24 Minuten. Der erste Bayern-Dreier des Spieles durch Ben Hansbrough ließ einen Ruck durch den Audi Dome gehen. Ging da noch was? Und in der Tat: Die Russen zeigten auf einmal so etwas wie Nerven, und die Bayern arbeiteten sich bis auf 42:46 heran. Wenig später sind es dank eines weiteren Dreiers von Ben Hansbrough und eines Freiwurfs von Philipp Schwethelm nur noch zwei Punkte (46:48/28. Min.). Was dann geschah, ließ die altehrwürdige olympische Basketballhalle in ihren Grundfesten erzittern: Ben Hansbrough lief heiß und haute erneut einen Dreier rein. Die Fans tobten und feierten die erneute Führung (49:48) für die Münchner. Aber die Gäste antworteten trocken, gingen ihrerseits wieder in Führung und steuerten 18 Sekunden vor der letzten Viertelpause sogar noch einen „unmöglichen“ Dreier aus neun Metern, gegen den Mann und mit Ablauf der 24-Sekunden ins Ziel – 49:56.

Auch im letzten Durchgang machte der Gruppen-Tabellenführer sofort ernst und konnte wieder einige Pünktchen zum Vorsprung auf die Bayern hinzufügen (49:61/noch acht Minuten auf der Uhr). Bayern verlor dadurch den mühsam erkämpften Rhythmus und konnte minutenlang nicht mehr punkten. Die Gäste traten weiter aus einem Guss auf, spulten ihre Systeme herunter und erzielten Punkte – vor allem der bärenstarke Point Guard Patrick Beverley und Schütze Valery Likhodey. Bayern musste nach einem 20:0-Lauf der Gäste zum 49:68-Zwischenstand anerkennen, dass gegen die St. Petersburger an diesem Abend nichts zu holen war. Die Fans auf den Rängen ließen sich jedoch nicht beirren und feuerten ihre Mannschaft trotz des deutlichen 54:70-Rückstandes lautstark an. Sie freuten sich noch auf die von Jonathan Wallace und Jan Jagla zum Endstand von 60:72.

FCB-Coach Dirk Bauermann sagte nach dem Spiel: „Glückwünsche an Jurij Zdovc und seine Mannschaft zu diesem Sieg. Es ist uns im ersten Viertel nicht gelungen, da weiterzumachen, wo wir gegen Gießen aufgehört haben. Die Idee war, dem Spiel sofort unseren Stempel aufdrücken und mit großer Energie und Aggressivität St. Petersburg ein wenig die Luft zum Atmen zu nehmen. Das ist uns nicht gelungen, wir waren deutlich zu respektvoll und vorsichtig. Einzig im dritten Viertel haben wir so gespielt und das Viertel dann auch gewonnen – das war sehr gut. Wir haben heute gegen eine Mannschaft verloren, die eine sehr hohe europäische Qualität hat, und in der Euroleague eine sehr gute Rolle spielen würde. Diese Niederlage ist überhaupt kein Beinbruch, sondern eine wichtige Erfahrung für uns und unsere jungen Spieler.“

In der Gruppe G rangieren die Bayern nach dieser Niederlage auf dem 3. Tabellenplatz. Mit zwei Siegen in den noch ausstehenden Spielen gegen Benetton Basket (13.12., 20.45 Uhr, Treviso) und Cedevita Zagreb (20.12., 20 Uhr, Audi Dome) ist der zum Weiterkommen berechtigende 2. Platz in der Tabelle noch zu erreichen. Doch der Fokus liegt zunächst auf der Beko BBL. Am Samstag (20.05 Uhr) treffen die Bayern in der Bremer ÖVB Arena auf die Eisbären Bremerhaven.

Es spielten für den FC Bayern München: Chevon Troutman (15 Punkte/1 Dreier), Ben Hansbrough (13/3), Jared Homan (12), Robin Benzing (4), Aleksandar Nadjfeji (4), Philipp Schwethelm (3), Jonathan Wallace (3/1), Demond Greene (2), Steffen Hamann (2), Jan-Hendrik Jagla (2), Darius Hall (dnp) und Bogdan Radosavljevic (dnp).

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