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FC Bayern mit souveränem Heimsieg gegen Phoenix Hagen

FC Bayern mit souveränem Heimsieg gegen Phoenix Hagen

5.145 Zuschauer erlebten im Audi Dome ein bestens aufgelegtes FCB-Team, das den ALBA-Bezwinger Phoenix Hagen mit 100:81 (52:24) heimschickte und den vierten Sieg in Folge unter Dach und Fach brachte. Der Beko BBL-Aufsteiger aus München klettert mit diesem Erfolg auf den zweiten Tabellenplatz.
Die Bayern begannen verhalten und gerieten rasch mit 0:4 in Rückstand, ließen sich dadurch jedoch überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Angeführt vom erneut sehr entschlossen aufspielenden Steffen Hamann machten die Münchner keine Gefangenen mehr, verteidigten mit viel Herzblut und überrannten die Hagener mit einem fulminanten 19:0-Lauf. Robin Benzing erzielte dabei nach eineinhalb Minuten per Drei-Punkte-Wurf seine ersten Zähler vor heimischem Publikum, und auch Neuzugang Chevon "Chevy" Troutman schlug sensationell ein: Zunächst machte er nach gerade einmal drei Sekunden durch das vermutlich schnellste Foul der BBL-Geschichte auf sich aufmerksam, bevor auch er eine Minute später von der Freiwurflinie seine ersten Punkte im Bayern-Trikot einheimste. Stärkster Bayern-Akteur war aber im ersten Viertel Je'Kel Foster, der ausgesprochen souverän und schlichtweg wahnsinnig cool agierte. Phoenix Hagen war ob dieser Dominanz in Rot und vor der ohrenbetäubenden Kulisse sichtlich eingeschüchtert und wirkte über weite Strecken geradezu hilflos. 27:11 nach den ersten zehn Minuten, das war schon eine bemerkenswerte Hausnummer!

Auch im zweiten Viertel war die deutliche Überlegenheit der Hausherren mit Händen zu greifen, Steffen Hamann untermauerte diese Einschätzung nach weniger als zwei Spielminuten mit einem mächtigen Dunking, wurde dabei gefoult und verwandelte den folgenden Bonus-Freiwurf sicher zum 33:14. Die Schützlinge von Coach Dirk Bauermann sprühten vor Spielfreude, Hagen wirkte dagegen völlig verunsichert. 52:24 zur Halbzeitpause, in der GLOW den Audi Dome "rockten".

Im dritten Viertel ging die Basketball-Party munter weiter, einer der auffälligsten Akteure auf Bayern-Seite war Center-Neuzugang Chevy Troutman, der sehr agil unterwegs war, unter den Körben eine fulminante Präsenz entwickelte und eine beinahe fehlerfreie Trefferausbeute an den Tag legte - am Ende erzielte er 23 Punkte und leistete sich lediglich einen Fehlwurf: Die Quote von 91% ist schon eine sensationelle erste Duftmarke. Der Vorsprung belief sich zeitweise auf sage und schreibe 34 Punkte (65:31/26. Minute), Trainer Bauermann wechselte munter durch und brachte Center-Talent Bogdan Radosavljevic, der dann auch das komplette letzte Viertel durchspielte, wichtige Erfahrung sammelte und seine Sache richtig gut machte. Im Prinzip war das Spiel entschieden, was sich an der nachlassenden Konsequenz in der Bayern-Defensive ablesen ließ, die es den Hagenern gestattete, etliche Dreier zu verwandeln und Ergebniskosmetik zu betreiben. Auffälligster Akteur bei den Gästen war Jordan Hasquet, der 38 Punkte erzielte. Dies tat der Feierlaune der Fans im Audi Dome allerdings keinen Abbruch, sie trieben ihre Münchner lautstark an, denn sie wollten die 100 Punkte auf der Anzeigetafel sehen. Und tatsächlich: Jan Jagla entfachte die finalen Jubelstürme, indem er 15 Sekunden vor Schluss aus der Nahdistanz die Dreistelligkeit des Ergebnisses sicherstellte.

Ingo Freyer, Trainer der Phoenix Hagen, meinte nach dem Spiel: "Ich glaube, meine Spieler waren sehr beeindruckt von der Halle, auch die Fans sind sehr gut mitgegangen, es war voll, meine Spieler konnten sich da nicht richtig konzentrieren und die nötige Intensität aufbringen, die wir brauchen, um gegen Bayern München mithalten zu können - das war das Problem in der ersten Halbzeit. Wir hatten Glück, dass wir in der zweiten Halbzeit besser geworfen haben, und wenn wir vielleicht etwas Positives mitnehmen können zurück nach Hagen, dann ist es, dass wir in der zweiten Halbzeit unseren Shooting-Rhythmus so ein bisschen gefunden haben, aber das wars dann auch schon. 19 Punkte, das geht völlig in Ordnung."

Dirk Bauermann, Coach des FC Bayern München, resümierte: "Wir sind natürlich zufrieden, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Die Niederlage von Berlin in Hagen hat uns gewarnt. Hagen ist eine sehr gefährliche Mannschaft, das haben sie in der zweiten Halbzeit ja dann auch unter Beweis gestellt. Gott sei Dank war da die Führung schon so deutlich, dass eigentlich wenig passieren konnte. Alles in allem hat man gesehen, dass die Rückkehr von Robin, der langsam auch in Form kommt, und die Tatsache, dass Troutman spielen konnte, der Mannschaft noch mehr Qualität gibt, insbesondere offensiv. Defensiv bin ich nach wie vor nicht zufrieden mit unserer Leistung, ich glaube, dass wir da noch deutlich Nachholbedarf haben. Trotzdem ein guter Abend, mit über 5.000 Zuschauern ist das eine sehr respektable Resonanz - da wird jeder wiederkommen!"

Es spielten für den FC Bayern München: Je'Kel Foster (23 Punkte/2 Dreier), Chevon Troutman (23 Punkte), Robin Benzing (16/2), Steffen Hamann (13/1), Jan-Hendrik Jagla (12), Ben Hansbrough (5), Aleksandar Nadjfeji (2), Bogdan Radosavljevic (2), Philipp Schwethelm (2), Jonathan Wallace (2), Ruben Boumtje Boumtje und Demond Greene.
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