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FC Bayern unterliegt nach Verlängerung in Bonn

FC Bayern unterliegt nach Verlängerung in Bonn

Der FC Bayern München ist mit einer knappen Niederlage in die Beko BBL-Saison 2011/12 gestartet. Bei den Telekom Baskets Bonn verlor der Aufsteiger nach Verlängerung mit 76:80 (38:37, 72:72). Auffälligster Spieler im mit 6.000 Zuschauern ausverkauften Telekom-Dome war der Ex-Bonner Aleksandar Nadjfeji. Er erzielte 25 Punkte und holte 13 Rebounds.
Die Starting Five um Kapitän Steffen Hamann, Ruben Boumtje Boumtje, Demond Greene und Je’Kel Foster fand nur schwer in die Partie. Routinier Aleksandar Nadjfeji erzielte nach der ersten Führung der Baskets, umringt von drei Bonnern, die ersten Beko BBL-Punkte für den FC Bayern. Angeführt von den litauischen Neuzugängen Simonas Serapinas und Benas Veikalas sowie Centerspieler Chris Ensminger konnten sich die Gastgeber früh einen Vorsprung erspielen. Ex-Bayer Andrej Mangold traf nach sieben Minuten zum 20:6-Zwischenstand, die größte Führung des Spiels. Doch in den verbleibenden Minuten des Durchgangs konnten die Münchner, unter anderem durch zwei verwandelte Dreier von Je’Kel Foster und Philipp Schwethelm, auf 16:24 verkürzen.

Zu Beginn der zweiten zehn Minuten zwangen Aleksandar Nadjfeji und Philipp Schwethelm den Bonner Headcoach Michael Koch mit fünf schnellen Punkten zum 21:24 zur Auszeit. Doch der FC Bayern drängte, fand zunehmend besser ins Spiel und konnte durch den dritten Dreipunkterfolg von Philipp Schwethelm erstmals ausgleichen (26:26). Vier Minuten vor der Halbzeitpause war es dann Jonathan Wallace, dem Topscorer des letztjährigen ProA-Meisterteams, vorbehalten, seine Mannschaft aus der Distanz erstmals in Führung zu schießen (32:30). Durch vier weitere schnelle Punkte von Nadjfeji wuchs der Vorsprung auf sechs Zähler an (36:30). Die zweite Auszeit von Michael Koch zeigte Wirkung. Spielmacher Jared Jordan und immer wieder Ensminger brachten ihre Mannschaft unmittelbar vor dem Kabinengang wieder auf 37:38 heran.

Das dritte Viertel ging ebenfalls an die Münchner. Mit einer gut aufgestellten Verteidigung ließen die Bayern lediglich sechs Bonner Feldtreffer zu. Die übrigen zehn Treffer erzielten die Baskets von der Freiwurflinie, nachdem die Bayern bereits nach fünf Minuten des Viertels die Mannschaftsfoulgrenze erreichten. In der Offensive lief es weiter gut. Von den insgesamt 19 Assists (Dirk Bauermann: „Sehr ansehnlich für den Anfang.“) gingen fünf auf das Konto von Kapitän Hamann und ebenso viele auf das von Aleksandar Nadjfeji. Letzterer war es auch, der eine Minute vor dem Ende des Viertels zur 8-Punkte-Führung für den FC Bayern traf (57:49). Mit vier verwandelten Freiwürfen verkürzten die Bonner vor dem Schlussdurchgang auf 53:57.

Und der Aufwärtstrend der Bonner hielt an. Es war abermals Andrej Mangold, der seine Mannschaft aus der Distanz zum 61:62 heranbrachte. Nun hielt es die Zuschauer im Bonner T-Dome nicht mehr auf ihren Plätzen. Lautstark peitschten die Fans ihre Mannschaft an und prompt gelang es Zvonko Buljan die Baskets erstmals seit dem zweiten Viertel wieder in Führung zu bringen (64:62). Sechs Minuten vor dem Ende beklatschte das Publikum nun jede gelungene Bonner Aktion. Je’Kel Foster dämpfte die Euphorie der Zuschauer kurzzeitig mit einem verwandelten Dreier. Darius Hall und immer wieder Aleksandar Nadjfeji, der den 70:70-Ausgleich besorgte, hielten die Münchner in dieser Phase im Spiel. Chris Ensminger brachte seine Mannschaft 25 Sekunden vor der Schlusssirene in Führung (72:70), doch sieben Sekunden vor dem Ende gelingen dem ungemein starken Aleksandar Nadjfeji auf Zuspiel von Je’Kel Foster seine Punkte 24 und 25. Und als wäre das noch nicht genug, blockt er im Gegenangriff den Bonner Benas Veikalas, der die Baskets mit einem Dreier zum Sieg schießen wollte. 72:72 – Verlängerung!

Die Halle stand Kopf. Darius Hall und Je’Kel Foster brachten die Bayern mit zwei Treffern in Front (76:72). Benas Veikalas und Tony Gaffney konterten zum 76:76-Ausgleich. Etwas mehr als zwei Minuten vor dem Ende traf Gaffney nach einem Offensivrebound im Nachsetzen zur 78:76-Führung und zwang Dirk Bauermann zur Auszeit. Doch den Münchnern wollte nun nichts mehr gelingen. Neun Sekunden vor dem Ende durfte Benas Veikalas das Spiel dann doch noch entscheiden. Er traf von der Freiwurflinie zum 80:76-Endstand.

FCB-Trainer Dirk Bauermann sagte nach dem Spiel: „Wir haben uns von unserem schlechten ersten Viertel gut erholt. Die Mannschaft hat in dieser Phase viel Moral und Charakter bewiesen. Gegen das gute Bonner Team waren wir immer mit zwei bis drei Ballbesitzen vorn, aber wir konnten das Spiel nie kontrollieren. Bonn hat heute sehr viel investiert, großartig gekämpft und den Glauben an einen Sieg behalten. Uns hat man angemerkt, dass wir uns weiterentwickeln, doch wir haben noch einen langen Weg vor uns.“

Die Mannschaft des FC Bayern reiste direkt nach dem Spiel zur Saisoneröffnung von Roter Stern Belgrad nach Serbien. Das Spiel um den „Adidas Cup“ findet am 5. Oktober um 21 Uhr in der 8.150 Zuschauer fassenden Belgrader „Hala Pionir“ statt. Die Zuschauereinnahmen dieses Spiels kommen einem wohltätigen Zweck zugute.

Es spielten für den FC Bayern: Aleksandar Nadjfeji (25 Punkte), Je’Kel Foster (14/3 Dreier), Philipp Schwethelm (12/4), Ben Hansbrough (10), Darius Hall (6), Jonathan Wallace (6/2), Jan-Hendrik Jagla (2), Steffen Hamann (1), Ruben Boumtje Boumtje, Demond Greene und Bogdan Radosavljevic (dnp).
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