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Feurige Angelegenheit, kühlen Kopf bewahrt

Feurige Angelegenheit, kühlen Kopf bewahrt

Am zweiten Spieltag der Beko Basketball Bundesliga haben die Telekom Baskets auswärts bei Phoenix Hagen mit 95:83 (22:15, 18:22, 28:23, 27:23) gewonnen - damit bleibt die Weste der Mannen um Trainer Michael Koch auf nationaler Ebene weiß. Die Rheinländer verbesserten ihre Bilanz zwischen beiden Mannschaften auf vier Siege zu einer Niederlage, seit die „Feuervögel“ in der Bundesliga spielen. Zum besten Akteur der Gäste avancierte Jared Jordan mit 21 Punkten und acht Assists. Auf der Gegenseite war Zygimantas Jonusas (37 Punkte) über weite Strecken der Partie nicht zu kontrollieren.
Die Telekom Baskets verschliefen den Start total, während Hagen mit dem Hochball voll da war (8:0, 2. Minute). Bonn fing sich schließlich und zog mit einem 14:0-Lauf an den Gastgebern vorbei, ehe Phoenix-Coach Ingo Freyer den Run mit einer Auszeit stoppte (8:14, 5. Minute). Die Rheinländer blieben in Führung und konnten den Vorsprung zu Beginn des zweiten Viertels gar in den zweistelligen Bereich schrauben (17:28, 12. Minute). Erst nach dem Seitenwechsel schaffte es Hagen den Spieß umzudrehen und mit einem Zwischenspurt die Oberhand zu gewinnen (46:45, 24. Minute). Dank gut herausgespielten Würfen aus der Distanz wendete sich das Blatt schnell wieder zu Gunsten Bonns (60:70, 31. Minute).

Der Partie seinen Stempel drückte Jared Jordan auf, der mit 21 Punkten und acht Assists erneut zum strategisch wichtigen Pfeiler der Baskets mutierte. Der Aufbau leistete sich gleich zu Beginn des Spiels vollkommen untypisch für ihn drei Ballverluste in Folge, ehe er die Fäden in der Folge sicher in Händen hielt - am Ende des Abends hatte er insgesamt sieben Turnover auf dem Konto. Wenn er nicht damit beschäftigt war seine Nebenleute in Szene zu setzen, suchte Jordan den eigenen Abschluss. Beim vorentscheidenden 9:2-Lauf zur 65:58-Führung im dritten Viertel trug er mit sieben Zählern - darunter ein Dreier - die offensive Hauptlast.

Im punktereichen dritten Viertel versenkten die Telekom Baskets Bonn vier von fünf abgefeuerten Dreiern. In der ersten Hälfte hatten Jordan und Co. lediglich zwei von elf Versuchen von jenseits der 6,75 Meter-Linie getroffen. Schlussendlich verzeichneten die Scouter insgesamt eine Trefferquote von 37,5 Prozent (6/16).
Neben Jordan trugen sich mit Tony Gaffney (20), Simonas Serapinas (17), Chris Ensminger (16), sowie Benas Veikalas (13) vier weitere Baskets-Akteure mit zweistelliger Ausbeute in die Korbjägerliste ein. Gaffney überzeugte neben seinen offensiven Aktionen vor allem durch gute Arbeit in Brettnähe, wo er neun Rebounds abgriff und gleich sechs Hagener Würfe an den Absender zurücksandte.

Wichtige Impulse setzte zudem Fabian Thülig, der kurz nach seiner Einwechslung im zweiten Viertel einen Dreier zum 38:30 (18. Minute) versenkte. Das Bonner Eigengewächs beendete damit einen 6:0-Lauf der Hausherren, die sich gerade zu einem Comeback aufmachten.

Nach einer knappen 40:37-Führung zur Halbzeit war es nach dem Seitenwechsel vornehmlich Simonas Serapinas zu verdanken, dass Hagen nicht direkt an den Baskets vorbeizog. Der Litauer markierte sieben Zähler in Serie, konnte die Sturm- und Drangphase der „Feuervögel“ etwas abpuffern, ehe diese durch Jonusas doch noch die Führung eroberten.

Jonusas bot beim Hagener Heimauftakt eine berauschende Vorstellung. In der ersten Halbzeit verwandelte er sechs seiner acht Würfe aus dem Feld und ging mit 14 Zählern in der Kabine. Nach Einnahme des Pausentees sollte Jonusas alle sieben Versuche aus dem Feld treffen, ehe er schlussendlich nach seinem fünften Foul - dafür aber mit 37 Punkten auf dem Konto - vom Feld musste.

Michael Koch (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

„Es war ein intensives Spiel, dass wir am Ende über unsere Verteidigung und gutes Teamplay im Angriff gewonnen haben. Nach dem Hagener Lauf im ersten Viertel waren wir plötzlich hellwach und haben die Partie weitestgehend kontrolliert. Eigentlich wollten wir den schnellen Stil nicht annehmen, sind dennoch oft mitgelaufen und haben viele Fastbreaks bekommen, aber auch einige Ballverluste gehabt. Defensiv haben wir in den wichtigen Phasen gut verteidigt und uns die Rebounds gegriffen - das war eines unserer maßgeblichen Ziele. Im Angriff haben viele Spieler Akzente gesetzt, weshalb ich in der zweiten Halbzeit keine Auszeit nehmen musste, selbst als Hagen kurz in Führung war. Jetzt gilt unser Fokus ganz dem Heimspiel am kommenden Mittwoch gegen Gießen.“

Telekom Baskets Bonn:

Serapinas (17/1 Dreier), Ensminger (16), Veikalas (13/2), Buljan (5), Mangold (0), Thülig (3/1), Jordan (21, 8 Assists), Hain (0), Gaffney (20, 9 Rebounds, 6 Blocks), Wohlfarth-Bottermann (dnp)

Phoenix Hagen:

Rockmann (dnp), Brooks (8/1), Jonusas (37/4), Blackwood (6/2), Spohr (3/1), Carter (9), Kruel (3), Kramer (dnp), Hasquet (4), Seward (6), Crowe (7/1)

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