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Fokussiert ins Derby

Fokussiert ins Derby

Selten schien die Rollenverteilung vor einer Begegnung zwischen Ulm und Tübingen klarer als beim ersten Derby des Jahres am Sonntag (18 Uhr). Während die Ulmer Mannschaft bereits vier Siege auf dem Konto hat, ist Tübingen mit der schlechtesten Bilanz seit dem Bundesliga-Aufstieg 2004 in die Saison gestartet (fünf Niederlagen, null Siege). Thorsten Leibenath gibt indes wenig auf diese Statistik: "Es ist kein Spiel des Tabellenvierten gegen den Letzten", unterstreicht der Ulmer Head-Coach und erklärt: "Derbys haben ihre eigenen Gesetze."
Zumal die Tigers ein happiges Auftaktprogramm zu bewältigen hatten. So gastierten bereits Frankfurt und Bamberg in Tübingen; auswärts bekamen es die Neckarstädter schon mit München, Quakenbrück und Berlin zu tun. "Sie haben sich oft achtbar geschlagen und teils unglücklich verloren", warnt Leibenath davor, die Tübinger auf die leichte Schulter zu nehmen. Für Dane Watts, der am Sonntag an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt, gilt deswegen: "Wir müssen fokussiert sein und unser Spiel durchziehen."

Die Spielzeit 2011/12 markiert einen Neubeginn im Tübinger Basketball. Der Club musste im Sommer seine komplette Starting-Five - darunter Dane Watts und Top-Vorbereiter Branislav Ratkovica - ersetzen. Auch Kapitän Jay Thomas ging von Bord. Mit Kenny Williams, der dem Club kurz vor Saisonbeginn überraschend den Rücken kehrte, verließ zudem kurzfristig eine wichtige Identifikationsfigur die Tigers.

Bei der Zusammenstellung des neuen Kaders sahen sich die Verantwortlichen besonders auf dem US-amerikanischen Markt um. Direkt vom College wechselte Scharfschütze Vaughn Duggins nach Tübingen, der bislang zu den besten Punktesammlern der Liga zählt (17,2 PpS). Mit dem vielseitigen Flügelspieler Reggie Redding (23 Jahre, 13,4 PpS, 5,4 RpS) übernimmt ein weiterer junger Akteur eine tragende Rolle im Tigers-Spiel. "Diese beiden sind jederzeit in der Lage, für Punkte zu sorgen", sagt Leibenath über Duggins und Redding. Selbiges gilt auch für den bosnischen Nationalspieler Adnan Hodzic , der in der letzten Saison zu den besten Scorern der College-Liga NCAA gehörte, bislang aber noch nicht in die Spur gefunden hat (8,2 PpS, 2,0 RpS).

"Großen Respekt" hat Head-Coach Thorsten Leibenath auch vor Louis Campbell. Der 32-Jährige ist einer der wenigen gestandenen Bundesliga-Spieler im Tigers-Team und soll dem jungen Kader die nötige Stabilität vermitteln. "Er ist mit allen Wassern gewaschen", charakterisiert Leibenath den Tübinger Spielmacher. Campbells Backup, der flinke Josh Young, ist indes ein weiterer Bundesliga-Neuling.

Die Statistik verspricht für das 19. Spiel der Derby-Historie übrigens viel Brisanz. Denn Höchstleistungen gab es in den bisher 18 Duellen seit 1987 (inklusive 2. Bundesliga) fast immer: Vier mal erzielte ein Team mehr als 100 Punkte, zwei Spiele gingen in die Verlängerung und sechs Mal trennten die Rivalen am Ende drei oder weniger Punkte. "Die Intensität in diesen Spielen ist einfach immer viel höher als sonst", bekräftigt Dane Watts.

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