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Fünfte Liga-Niederlage in Serie

Fünfte Liga-Niederlage in Serie

Die Telekom Baskets Bonn haben am zwölften Spieltag in der Beko Basketball Bundesliga mit 76:80 (14:14, 17:24, 30:21, 15:21) gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig verloren - es war die fünfte Niederlage in Serie im Ligabetrieb. Die Partie entschied sich im letzten Viertel, wo die Gäste aus Niedersachsen mehr Ruhe ausstrahlten und auf fast jeden Korb der Gastgeber eine entsprechende Antwort fanden. Koch konnte erstmals seit Wochen wieder auf Benas Veikalas zurückgreifen, dessen Muskelfaserriss im Oberschenkel vollständig ausgeheilt ist. Seine ersten Minuten im Baskets-Dress bekam zudem Neuzugang Talor Battle zu sehen - der Amerikaner kam bei seinem Debüt auf fünf Punkte in 16 Minuten Einsatzzeit.
Sehr zur Freude der 5.390 Zuschauern im Telekom Dome stand seit seiner Verletzung erstmals wieder Benas Veikalas im Aufgebot der Telekom Baskets. Headcoach Michael Koch schickte den wieder genesenen Litauer gleich zu Beginn aufs Feld, um eine Auskühlung des rehabilitierten Oberschenkelmuskels zu verhindern. Nach knapp dreieinhalb Minuten hatten die Baskets-Fans einen weiteren Grund zur Freude, als Koch den erst vergangene Woche verpflichteten Talor Battle erstmals einwechselte (2:4, 4. Minute). Geplant war die Auswechslung zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht. Jared Jordan hatte sich zuvor am Auge verletzt und musste auf der Bank behandelt werden.

Beide Seiten beschränkten sich im ersten Viertel vornehmlich darauf, die gegnerischen Angriffssysteme zu unterbinden, was sich in einem niedrigen Score bemerkbar machte (5:4, 5. Minute). Nur langsam nahm die Partie an Fahrt auf, wobei die Gäste meist einen kleinen Vorsprung ihr Eigen nennen konnten - Tony Gaffney sorgte mit einem Sprungwurf zur Viertelpause für den Einstand (14:14, 10. Minute). Der Amerikaner lieferte auch das nächste emotionale Highlight, als er nach Durchstecker von Zvonko Buljan über Braunschweigs Branko Jorovic dunkte (16:17, 11. Minute). Dies hielt die Phantoms jedoch nicht davon ab, sich Schritt für Schritt abzusetzen. Dreier von Robert Kulawick und Rich Melzer trugen dazu bei, dass die Niedersachsen gar eine zweistellige Führung errangen (21:31, 17. Minute). Auch wenn Bonn nach einem Distanztreffer von Battle (26:31, 18. Minute) zwischenzeitlich verkürzen konnte, so wirkte Braunschweig bis zur Pause einen Tick abgeklärter (31:38, 20. Minute).

Tony Gaffney eröffnete das dritte Viertel mit einem Dreier und setzte damit den Startpunkt einer langwierigen Aufholjagd. In den Folgeminuten streuten Simonas Serapinas und Jared Jordan ebenfalls Treffer von „Downtown“ ein, was Phantoms-Coach Sebastian Machowski zu einer Auszeit zwang, als der Vorsprung dahinschmolz (46:49, 25. Minute). Die taktische Pause der Löwenstädter sollte jedoch keine Auswirkung auf das wiedergefundene Selbstvertrauen der Baskets haben, die nach einem weiteren Gaffney-Dreier den Ausgleich erzwangen (49:49, 25. Minute).

Das Momentum schwang merklich auf die Seite der Rheinländer um, welche die Oberhand gewannen und mit den Fans im Rücken hoffnungsvoll ins letzte Viertel gingen (61:59. 30 Minute). Dort war es allerdings den Okerstädtern vorbehalten, den Baskets durch abgegriffene Offensivrebounds reihenweise kleine Nadelstiche zu versetzen. Fabian Thülig traf von jenseits der 6,75 Meter-Linie (67:68, 36. Minute) und brachte Bonn nach einem kleinen Braunschweiger Lauf auf Schlagdistanz heran, doch die Machowski-Truppe wahrte die Führung und strahlte mehr Souveränität aus. Die Gäste führten im Angriff mit stoischer Ruhe ihre Systeme aus, fanden meist den besten Ausstieg und setzten sich weiter ab (74:79, 39. Minute). Ein Korbleger von Simonas Serapinas 44 Sekunden vor Schluss (76:79) ließ bei Bonn noch einmal Hoffnung aufkeimen, zumal den Phantoms nicht genug Zeit blieb, um die Uhr komplett runter laufen zu lassen. Stephen Dennis verlegte den letzten Angriff der Gäste, den Rebound sicherte sich jedoch Kyle Visser, der den Ball gedankenschnell zu Rich Melzer weiter passte. Dieser wurde von den Baskets per taktischem Foul an die Linie geschickt, wo der Forward einen seiner zwei Boni verwandelte (76:80). Bonn blieben 10,3 Sekunden, um den Rückstand irgendwie aufzuholen, doch mehr Punkte sollten an diesem dritten Advent im Telekom Dome nicht mehr fallen.

Durch die fünfte Niederlage in Folge in der Beko BBL sind die Telekom Baskets Bonn mit jetzt ausgeglichenem Punktekonto von 12:12 wieder bei Null. Die fünf Siege aus den ersten Wochen der Saison sind aufgebraucht. Um den Abwärtstrend zu stoppen und auf Schlagdistanz auf die Playoffs zu bleiben, muss daher im letzten Spiel vor Weihnachten am kommenden Samstag bei EnBW Ludwigsburg endlich wieder ein Sieg gelingen.

Michael Koch (Headcoach Bonn):

„Glückwunsch an die Phantoms aus Braunschweig. Bei uns war heute etwas Unruhe im Team bedingt durch die Nachverpflichtung von Talor Battle und die Rückkehr von Benas Veikalas ins Team. Das hat dann etwas mit der Verteilung der Minuten im Spiel zu tun. Logischerweise hatten wir dann unsere beste Phase, als die Fünf gespielt haben, die in den letzten Wochen die Hauptlast getragen haben. Uns hat heute im Angriff der Feinschliff gefehlt. Wir haben trotzdem gekämpft. Am Ende waren es zwei Offensiv-Rebounds von Braunschweig, das einfach energischer zum Brett gegangen ist. Talor Battle hat mir heute gut gefallen. Ihn brauchen wir als Scorer und als Entlastung für Jared Jordan. Ich bin froh, dass er sich am Dienstag im Europapokal weiter mit dem Team einspielen kann.“

Sebastian Machowski (Headcoach Braunschweig):

„Wir standen heute enorm unter Druck, nicht nur hinsichtlich des Playoff-Platzes, den wir unbedingt halten wollten, sondern auch wegen der möglichen Qualifikation zur Pokal-Endrunde. Mein Team hat heute sehr gut gespielt, offensiv haben wir den Ball sehr gut laufen lassen und fast immer den freien Mann gefunden. Defensiv waren wir ebenfalls sehr stark. Bis auf Ensminger hatten wir wohl alle Baskets recht gut im Griff. Auch nach dem zwischenzeitlichen Rückstand im dritten Viertel haben wir den Faden nicht verloren und die Partie konzentriert und engagiert zu Ende gebracht.“

Telekom Baskets Bonn:

Serapinas (5/1 Dreier), Ensminger (22, 9 Rebounds), Veikalas (2), Buljan (9/1), Mangold (0), Thülig (3/1), Jordan (14, 7 Assists), Hain (dnp), Gaffney (16/4), Battle (5/1), Wohlfarth-Bottermann (dnp)

New Yorker Phantoms Braunschweig:

Kulawick (5/1), Mittmann (5/1), Visser (13, 8 Rebounds), Jorovic (2), Schneiders (3), Greer (11/3), Dennis (12), Schröder (0), Wessels (dnp), McElroy (9/1), Melzer (20/3)

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