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Gelbes Wunder in der grünen

Gelbes Wunder in der grünen "Hölle"

Gelbes Wunder in der grünen "Hölle" von Kaunas: Underdog Mazedonien hat in einem dramatischen Viertelfinale den EM-Gastgeber Litauen hinausgeworfen und trifft nach dem 67:65 (30:34)-Coup auf Titelverteidiger Spanien (Freitag, 16.45 Uhr, live auf SPORT1).
1316030704/img_Darius_Songaila_Litauen_EM_2011_2.jpgIn der brandneuen Zalgiris-Arena schockte ein Dreier von Vlado Ilievski zur zweiten Führung der gelb gekleideten Mazedonier die rund 14.000 Zuschauer.

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Bei den Mazedonen kam der eingebürgerte Spielmacher Bo McCalebb auf 23 Punkte, traf aber nur acht seiner 20 Würfe. Vojdan Stojanovski (15 Zähler) versenkte all seine fünf Dreierversuche.

Litauens Center-Hüne Robertas Javtokas hielt mit 13 Punkten, Spielmacher Mantas Kalnietis mit neun Zählern, neun Rebounds und vier Assists dagegen.

Schnelle Fouls von Valanciunas

Litauen hatte McCalebb anfangs fest im Griff, zog auf 9:4 davon. Die Mazedonier verlegten sich auf Distanzwürfe, was nur bis zum 10:11 gut ging. Aber auch die Litauer fanden nicht recht ihren Rhythmus, zudem kassierte Publikumsliebling Jonas Valanciunas zwei schnelle Fouls. Nach einem Fehlpass von Sarunas Jasikevicius vollendete McCalebb spektakulär trotz Fouls und beendete das erste Viertel mit den Freiwürfen zum 18:20.

Litauen drückt aufs Gaspedal

1316030782/img_Bo_McCalebb_Mazedonien_EM_2011.jpgDie Partie war umkämpft, aber spielerisch dürftig: Unpräzise Anspiele wechselten mit unvorbereiteten Distanzwürfen ab. Und Pero Antic, Mazedoniens zweitbester Scorer der EM, fing sich mit einer plumpen Aktion sein drittes Foul ein (15.).

Nach einer Auszeit von Trainer Kestutis Kemzura drückten die Litauer aufs Gaspedal und kamen zu drei Korblegern. Kalnietis schloss per Floater einen 9:1-Run zum 31:22 ab. Der unverzagte Underdog verkürzte aber wieder - fünf Sekunden vor der Halbzeit legte McCalebb unbedrängt zum 30:34 ab.

Mazedonien erstmals vorn

Javtokas, offensiv eher limitiert, trumpfte nach dem Seitenwechsel mit zwei Hakenwürfen auf. Doch bald darauf glich Stojanovski per Dreier aus. Antic kam nach über 23 Minuten durch einen Freiwurf zu seinem ersten Punkt, McCalleb sorgte im nächsten Abschnitt für die erste mazedonische Führung (42:41).

Doch obwohl Valanciunas, der dritte Pick des diesjährigen NBA-Drafts, zumeist blass blieb und die Partie mit drei Punkten beendete, nahmen die Gastgeber drei Punkte Vorsprung mit ins Schlussviertel.

Bitterer Ballverlust von Songaila

1316030860/img_Paulius_Jankunas_Litauen_EM_2011.jpgDie Mazedonen ließen sich nicht abschütteln; Antic - trotz vier Fouls und mieser Trefferquote wieder im Spiel - verkürzte aus der Ecke zum 55:56. Zwei Minuten vor Schluss verwandelte der Power Forward Freiwürfe zum 59:60.

Aber Paulius Jankunas - zuvor völlig unsichtbar - gelang ein Drei-Punkt-Spiel zum 65:61. McCalebb antwortete mit einer erfolgreichen Korbattacke, verlegte danach in Bedrängnis, doch Ex-NBA-Profi Darius Songaila, der am Ende zwölf Punkte hatte, verlor den Ball.

Jasaitas vergibt letzte Chance

11,3 Sekunden vor Schluss schockte Vlado Ilievski die grüne "Hölle" per Dreier - Mazedonien führte 66:65. Simas Jasaitas vergab aus der Halbdistanz, die Sensation von Kaunas war perfekt.

36-Punkte-Viertel! Die Furie fängt Feuer


Spanien hat seine Ansprüche auf die Titelverteidigung eindrucksvoll untermauert und steht als erstes Team im Halbfinale der EM in Litauen. Die in Weiß spielende "Furia Roja" fing nach einer durchwachsenen Anfangsviertelstunde Feuer und schoss Slowenien mit 86:64 (35:31) ab.

1316029127/img_Juan_Carlos_Navarro_Spanien_EM_2011.jpgÜberragender Mann war Juan Carlos Navarro vom FC Barcelona, der 17 seiner 26 Punkte im dritten Viertel erzielte, Pau Gasol gelang mit 19 Zählern und 16 Rebounds ein Double-Double. "Juan ist ein unglaublicher Spieler. Er kann von überall werfen - auch in der NBA, aber darum kümmert er sich nicht", schwärmte sein Mitspieler Rudy Fernandez.

Beim EM-Gastgeber von 2013 hielt Goran Dragic (14 Punkte, 5 Rebounds) dagegen, war aber für die Verletzung seines NBA-Kollegen Jose Calderon verantwortlich.

Fehlstart für die Spanier

Die Spanier begannen unkonzentriert, konnten sich aber auf Pau Gasol verlassen, der trotz enger Bewachung von Erazem Lorbek per Fadeaway und Hakenwurf traf. Dennoch: nach jeweils drei Ballgewinnen und Offensivrebounds führten die Slowenen in der vierten Minute 14:6. Und Mirza Begic zeigte Pau Gasol mit einem Blocked Shot, warum Real Madrid ihn im Januar für kolportierte 600.000 Euro von Zalgiris Kaunas losgeeist hat.

Ausgleich nach 16 Minuten

Obwohl der Titelverteidiger weiterhin sorglos mit dem Ball umging und aus der Distanz einfach nicht traf, setzten sich die Slowenen nicht ab, was auch an den Abwehrkünsten von Serge Ibaka, dem drittbesten Wurfblocker der NBA, lag. Marc Gasols Drei-Punkt-Spiel und ein Tip-In vom neuen Mavericks-Außenspieler Rudy Fernandez brachte die Spanier auf 21:23 heran.

1316029199/img_Mirza_Begic_Slowenien_EM_2011.jpgNachdem die Gasol-Brüder einige Gelegenheiten ausgelassen hatten, gelang es Pau nach 16 Minuten mit Freiwürfen doch, zum 25:25 auszugleichen. Aus dem Feld verwandelten die beiden vor der Halbzeit nur drei ihrer elf Würfe.

Calderon bricht Dreier-Bann

Haudegen Felipe Reyes brachte Spanien eineinhalb Minuten vor der Pause erstmals in Führung, Torontos Calderon brach den Bann bei den Dreiern. Slowenen-Spielmacher Jaka Lackovic, von dem Pau Gasol "fünf Dreier nacheinander" befürchtet hatte, rieb sich dagegen auf. Mit den ersten neun Punkten nach dem Seitenwechsel zog Spanien auf 44:31 weg, Navarro mit einem Dreier und einem Floater zum 54:33 machte den Sack eine Viertelstunde vor dem Ende quasi zu.

Navarro fängt Feuer

Ärger gab es jedoch, als Goran Dragic (Phoenix Suns) Calderon beim Dreier ungeahndet unterlief und der Raptors-Regisseur auf Dragics Fuß umknickte. "Ich habe nur seinen Wurf erschwert, das ist alles", wies Dragic bei SPORT1 alle Schuld von sich. Spaniens Bank tobte, Navarro legte sich auf dem Feld mit dem "Drachen" an.

1316029268/img_Pau_Gasol_Spanien_EM_2011.jpg"Ich habe nicht zugehört", behauptete der Slowene nach Spielschluss. Beide kassierten ein Technisches Foul. "La Bomba" Navarro aber hatte Feuer gefangen und traf von außen einen Wurf nach dem anderen.

Ibaka auch im Angriff gefährlich

Fernandez verwandelte mit der Schlusssirene Spaniens siebten Dreier dieses Abschnitts, den der Favorit mit 36:14 gewann. Zwar kämpfte sich Slowenien gegen die zweite Garde der Iberer noch mal auf 54:71 heran.

Aber Ibaka (Oklahoma City Thunder) wies nun auch im Angriff seine Fähigkeiten nach und ließ keine Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen.

Quelle: SPORT1

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