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Gelingt gegen Gießen der dritte Heimerfolg in Folge?

Gelingt gegen Gießen der dritte Heimerfolg in Folge?

Nach der unnötigen 75:80-Niederlage bei der BG Göttingen stehen die WALTER Tigers Tübingen am Sonntagabend nun wieder in der Pflicht, das Spiel gegen den unmittelbaren Konkurrenten LTi Giessen 46ers (17 Uhr - Paul Horn-Arena) erfolgreich zu gestalten. Mit fünf Siegen aus zwölf Begegnungen hat die Mannschaft von 46ers-Trainer Björn Harmsen einen Sieg mehr auf dem Konto als die Raubkatzen. Mit einem Sieg gegen das Gründungsmitglied der Bundesliga könnten die Tübinger zu den Hessen aufschließen. Gießen? Da war doch noch etwas.
Genau gegen jene Gießener musste die Mannschaft von Tigers-Cheftrainer Igor Perovic in der Vorbereitung zwei Niederlagen einstecken. Besonders bitter die 54:75-Heimniederlage eine Woche vor dem Saisonstart, als sich die Schwaben in einem äußerst schwachen Zustand den eigenen Fans präsentierten. Nach diesem Negativerlebnis sind nun fast drei Monate vergangen, nach dem schwierigem Auftaktprogramm mit sechs Partien ohne Zählbares, konnten sich die Neckarstädter zuletzt stabilisieren und spielten phasenweise auch guten Basketball. Die Bilanz: Von den letzten sechs Begegnungen konnten vier gewonnen werden. Diesbezüglich mitentscheidend auch das Mitwirken des neuen Centers Pavelas Cukinas, der sich sicherlich um 46ers-Routinier Elvir Ovcina kümmern wird.

Gießen im Aufwind

Der kommende Gegner aus Hessen ist derzeit in guter Verfassung. Aus den letzten drei Pflichtspielen konnte die Harmsen-Truppe drei Begegnungen für sich entscheiden, darunter ein 68:65-Sensationserfolg gegen die Brose Baskets aus Bamberg. Neuzugang Barry Stewart traf im letzten Angriff mit einem erfolgreichen Dreier zum viel umjubelten Triumph gegen die beste Mannschaft der Liga. Seit dieser Spielzeit gibt der 29-jährige Harmsen als jüngster Cheftrainer im deutschen Basketball-Oberhaus die Kommandos an der Lahn. Vom MBC brachte er gleich Spielmacher Radenko Pilcevic und Wayne Bernard mit. Seit Jahren eine feste Größe bei den Hessen ist Maurice Jeffers, mit 14,6 Punkten, 4,6 Rebounds und 2,4 Assists ist er der Topspieler in Reihen der Harmsen-Truppe. Der 35-jährige Ovcina ist der Fels in der Brandung, mit 13,3 Punkten und 6,8 Rebounds ist der erfahrende Bosnier ein wichtiger Mosaikstein im Team der 46ers. Für Tigers-Center und Landsmann Adnan Hodzic eine knüppelharte Aufgabe, die nur im erfolgreichen Zusammenspiel mit Cukinas und Tyrone Nash gelöst werden kann. Mit Koko Archibong und dem ehemaligen deutschen Nationalspieler Misan Nikagbatse stehen zwei weitere sehr erfahrene Akteure in Reihen der Gäste. Während Archibong seit Jahren durch gute Verteidigung besticht, kann Nikagbatse die in ihn gesteckten Erwartungen noch nicht erfüllen. Stewart, der aus Trier nach Gießen gewechselt ist, kann seine Leistungen aus dem Vorjahr deutlich steigern. Nach 8,8 Punkten in der Spielzeit 2010/2011 legt der 23-Jährige nun durchschnittlich 11,2 Zähler auf. In den letzten fünf Begegnungen traf Stewart stets zweistellig und unterstreicht damit seine derzeit gute Verfassung. Vervollständigt wird das Team mit Robert Oehle, Achmadschah Zazai und Chad Prewitt.

Stark von der Linie, schwach von außen

Das große Plus der Gießener ist die Erfahrung im Team. Fünf Akteure sind bereits über 30 Jahre alt. Mit Pilcevic, Nikagatse und Zazai sogar noch drei weitere Spieler, die mindestens 25 Jahre alt sind. Ganz im Gegenteil die Tübinger Mannschaft, in welcher zehn von zwölf Spielern jünger als 25 Jahre sind. Die Erfahrung der Gäste schlägt sich indes an der Freiwurflinie nieder. Mit einer Erfolgsquote von 80,3 % ist die Harmsen-Truppe im Ligavergleich an zweiter Position hinter ALBA BERLIN. Die Schwaben rangieren mit 72,7 % auf dem zehnten Platz dieser Wertung. Umgekehrtes Bild jenseits der 6,75 Meter Linie. Während die Perovic-Schützlinge mit 37,0 % an zweiter Position hinter den Bambergern stehen, sind die Hessen aus der Distanz weniger gefährlich. Gerade einmal 28,6 % aller Würfe aus dem Dreipunkteland gehen durch die gegnerische Reuse. Bleibt zu hoffen, dass dies auch am Sonntag so bleibt.

Perovic: "Tübinger Publikum muss zum sechsten Mann werden."

Stichwort "Erfahrung" ist auch, was Perovic als allererstes einfällt, wenn er an den nächsten Gegner seiner Mannschaft denkt: "Gießen ist ein sehr gute Mannschaft, deren großes Plus ihre Erfahrung ist. Dazu sind sie auf allen Positionen gut besetzt. Für uns gilt es, dass wir an die Leistungen gegen Bonn und Braunschweig anknüpfen können, also mehr Intensität und Aggressivität an den Tag legen. Dazu hoffen wir, dass das Tübinger Publikum zum sechsten Mann wird. Für beide Teams ist es ein wichtiges Spiel, wir wollen diese Partie auf jeden Fall für uns entscheiden", beurteilt der 37-Jährige die Situation vor dem Spiel gegen die 46ers.

Auch für Tigers-Akteur Ruben Spoden gewinnt die Begegnung des Tabellenfünfzehnten gegen den Tabellenzwölften an großer Bedeutung. "Nach der Niederlage in Göttingen wollen wir wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Wir müssen zeigen, dass es unser Heimspiel ist und wir dem Gegner den Schneid abkaufen können", kommt der 22-Jährige auf den Punkt. Spoden, der im zweiten Jahr das Trikot der Schwaben überstreift, ist mit seiner aktuellen Situation im Team zufrieden: "Im Sommer habe ich nach Rücksprache mit Ralph Junge (Ehingen) und Coach Perovic entschieden, dass ich nur noch für die Tigers spiele. Ich kann mich nun komplett auf das Training in Tübingen konzentrieren, arbeite viel und bekomme auch immer wieder Minuten, in welchen ich zeigen kann, dass ich für die Mannschaft wichtig bin. Meine Aufgabe ist es Energie auf das Spielfeld zu bringen und offene Würfe zu nehmen", so Spoden. Sein Lehrmeister ist auch zufrieden, und zwar mit der Entwicklung des Power Forwards. "Wir haben über den Sommer viel trainiert, dies zahlt sich nun für ihn aus. Er ist der "Energizer" im Team mit einer tollen Arbeitsmoral, den ich zu jeder Spielsituation ins kalte Wasser werfen kann", sagt Perovic über Spoden abschließend.

Einsatz von Simon ungewiss

Die Neckarstädter haben bisher eine sehr gute Trainingswoche gehabt. Einzig der Einsatz von Nicolai Simon ist noch ungewiss. Der 24-Jährige leidet seit dem Göttingen-Spiel an einer Schleimbeutelentzündung im Knie. Die nächsten Tage werden zeigen, ob es für ein Auflaufen am Sonntagabend doch noch reicht.

Karten für das vorletzte Heimspiel der WALTER Tigers Tübingen im Jahr 2011 gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen, im Tigers-Onlineshop, in der Geschäftsstelle oder am Spieltag ab 15.30 Uhr an der Abendkasse. Ausreichend Unterstützung ist notwendig, damit der so wichtige fünfte Saisonsieg auch eingefahren kann - ein Erfolgserlebnis wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk für alle Tübinger Anhänger. Also, let`s go Tigers!

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