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Gelungene Generalprobe gegen Euroleague-Team Fenerbahçe Ülker

Gelungene Generalprobe gegen Euroleague-Team Fenerbahçe Ülker

Vor 6.100 Zuschauern gewinnen die Bayern-Basketballer das erste Heimspiel im "Schmuckkästchen" Audi Dome gegen das europäische Top-Team Fenerbahçe Ülker mit 78:73 (39:39).
In den ersten Minuten des Spiels war die Nervosität auf Seiten der Bayern in ihrem neuen Wohnzimmer mit Händen zu greifen - Je'Kel Foster und Philipp Schwethelm verfehlten den Korb, so dass der türkische Nationalspieler Ömer Onan die Gäste mit 2:0 in Führung bringen konnte. Danach kam die erste Bayern-Fünf (Hamann, Schwethelm, Foster, Jagla und Nadjfeji) aber ganz ordentlich ins Rollen, und vor allem Aleksandar Nadjfeji zeigte, dass er im Zuge der Vorbereitung an Masse etwas zugelegt und von seiner Klasse rein gar nichts verloren hat. Er war der in dieser Phase mit Abstand auffälligste Bayern-Akteur. Anfangs hielten die Gäste aus Istanbul mit, aber Coach Bauermann wechselte fleißig durch, und die Dreier von Demond Greene und Je'Kel Foster stellten die 16:11-Führung her, die man bis zur ersten Viertelpause sogar noch ausbauen konnte: 22:17.

Den ersten Korb im zweiten Viertel erzielte wieder der entschlossen und erkennbar topfit auftretende Demond Greene, dem die Fans dies aufgrund seiner langen Verletzungspause während der vergangenen Saison mit besonders herzlichem Applaus dankten. Zum Entsetzen der ca. 200 lauten und gleichzeitig ausgesprochen sympathischen Fans mit den Ülker-Trikots erlitten die Gäste vom Bosporus eine längerwährende Ladehemmung und ermöglichten Bayern das Davonziehen auf 29:19, bevor sich das Blatt dann wendete, die Türken aufholten und Bayern nichts traf. Erst Nadjfeji erlöste die Münchner Zuschauer und ließ sie über den Treffer zum 31:25 jubeln. Grundsätzlich machten es sich die Spieler von Coach Bauermann immer wieder durch Ballverluste schwer und ermöglichten dem Gegner so das Herankommen. Kurz vor der Halbzeit entwickelte sich ein packender Kampf um die Führung, und der starke Gäste-Center James Gist hämmerte den Ball zur 37:39-Führung für Istanbul in den Korb, bevor Neu-Bayer Ben Hansbrough mittels zweier verwandelter Freiwürfe den 39:39-Halbzeitstand herstellte.

Auch im dritten Viertel des Freundschaftsspiels boten die Teams den Zuschauern einen packenden Kampf, bei dem die Münchner aber stets die Nase vorn hatten. Jan Jagla erzielte seine ersten Punkte, und Philipp Schwethelm traf seinen ersten Dreier vor heimischem Publikum, den er mindestens so frenetisch bejubelte wie die Fans auf den Rängen - darunter auch die Stammgäste Uli Hoeneß, Dr. Edmund Stoiber, Paul Breitner und Bastian Schweinsteiger. Gegen Ende des Viertels konnte der Abstand etwas vergrößert werden, denn Ben Hansbrough wieselte den Ball in den Korb, und Publikumsliebling Jonathan Butler sowie Demond Greene verwandelten jeweils einen Drei-Punkte-Wurf zum 59:54 nach 30 Minuten.

Zu Beginn des letzten Spielabschnitts zeigte Greene, dass er nicht nur von außen gefährlich ist, sondern auch dahin geht, wo es weh tun kann, und schloss mit einem Korbleger ab. Direkt danach hatte es den Anschein, dass es den Euroleague-Spielern aus Istanbul zu bunt wird und sie nun für klare Verhältnisse sorgen wollten: Innerhalb von 25 Sekunden feuerten erst Önan und dann Jerrels einen erfolgreichen Dreier ab, wodurch die Gäste auf einen Punkt herankamen (61:60).

Was nun beeindruckte, war nicht nur die Reaktion der Bayern-Spieler, sondern vor allem die Unterstützung der Zuschauer. "Steht auf, wenn ihr Bayern seid!", erschallte es aus tausenden Kehlen - und der Audi Dome stand auf!

Dieser Schub übertrug sich auf die Bauermann-Truppe, die nun energisch und clever dagegen hielt. Die Verteidigung war aggressiv und effektiv, und vorne schlossen die Spieler abwechselnd klug ab. Die letzten beiden Minuten bestritten Hamann, Nadjfeji, Foster, Jagla und Hansbrough, wobei sich besonders Letzterer als geschickt und hilfreich erwies, indem er clever und schlitzohrig zum Korb ging und die Fouls zog; die Freiwürfe waren Formsache. Fenerbahçe mühte sich vergeblich und musste den Sieg der Bayern anerkennen.

Fazit: Den Bayern gelingt mit einer relativ geschlossenen Mannschaftsleistung eine tolle Premiere im Audi Dome. Angesichts einiger Abstimmungsprobleme, die in dieser Phase der Vorbereitung völlig normal sind, und der hoffentlich bald zurückkehrenden Verletzten Robin Benzing, Bastian Doreth und Darius Hall ist aber noch deutlich Luft nach oben vorhanden.

Dirk Bauermann: "Ich bin sehr zufrieden, dass die Halle voll war und die Begeisterung des vorigen Jahres weiterlebt. Der Sieg ist nach den letzten zehn Tagen mit den Verletzungen und dem Weggang von Ford ein sehr gutes Ergebnis. Die Mannschaft hat sich jetzt schon prima entwickelt und große Moral gezeigt. Besonders nach dem schwierigen Spiel in Bamberg tut es uns gut, gegen diese europäische Spitzenmannschaft über 40 Minuten fast immer geführt und verdient gewonnen zu haben. Wir fahren nach Bonn mit dem festen Glauben und dem Willen zu gewinnen."

Es spielten für den FC Bayern München: Aleksandar Nadjfeji (15 Punkte), Je'Kel Foster (12/3 Dreier), Ben Hansbrough (12), Demond Greene (12/2), Steffen Hamann (10), Philipp Schwethelm (5/1), Ruben Boumtje Boumtje (5), Jan Jagla (4), Jonathan Wallace (3/1) und Bogdan Radosavljevic.
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