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Großer Kampf bleibt unbelohnt

Großer Kampf bleibt unbelohnt

Drei Viertel lang durften die EWE Baskets Oldenburg von der Überraschung träumen – dann setzten sich doch noch die Brose Baskets durch. Beim 78:83 boten die Hausherren lange Zeit eine sehr gute Partie, mussten in der Schlussphase aber der hohen Intensität Tribut zollen. Christopher McNaughton avancierte vor 3148 Zuschauern in der einmal mehr ausverkauften EWE ARENA zum Topscorer bei Oldenburg, die Gäste hatten in Casey Jacobsen ihren besten Werfer (18 Punkte, 3 von 4 Dreier). In der Tabelle bleiben die Huntestädter auf Rang sechs (36:28 Punkte) und hoffen nun am Sonntag auf einen Sieg bei ratiopharm Ulm (16 Uhr).
Die heimischen Fans mussten zunächst bange Minuten überstehen. Das 4:14 in der 4. Minute nach einem 9:0-Lauf der Brose Baskets ließ Ungutes erahnen, doch mit mehr Energie in der Verteidigung und nun auch deutlich verbessertem Offensivspiel meldeten sich die EWE Baskets zurück. Mit einem imponierenden 10:0-Zwischenspurt gingen sie schließlich zum Ende des Viertel mit 25:22 in Front.

Es folgte der vielleicht beste Abschnitt der Gastgeber. Bissig in der Defensive, hungrig in jeder einzelnen Aktion und extrem schnell im Umschalten von Angriff auf Offensive setzten sie sich bis auf 39:27 (16.) ab. Dass es die Oldenburger aber nicht mit irgendjemandem zu tun hatten, sondern mit dem Titelverteidiger und frisch gebackenen Pokalsieger, zeigte sich in den verbleibenden Minuten des Viertels – die Bamberger verloren nicht die Kontrolle, kämpften sich zurück in die sehenswerte Partie und verkürzten bis auf 40:43 zur Halbzeitpause.

Eine kleine Tempostufe schalteten beide Teams im dritten Viertel herunter und boten sich weiter ein Duell auf Augenhöhe. Der stark aufgelegte McNaughton und ein umsichtiger Eddie Gill (7 Assists in den ersten 30
Minuten) hielten Oldenburger im Spiel, während Bamberg auch dank des gewohnt guten Jacobsen nie den Anschluss verlor. Lou Campbell, in der 25. Minute erstmals eingesetzt, traf mit der Sirene zum 61:57 – die Hoffnung auf die Überraschung blieb lebendig.

Jetzt allerdings kam das Viertel des amtierenden Champions. Schnelle Punkte zur 63:61-Führung (32.), ein Ausbauen des Vorsprungs (73:66, 36.) und das fünfte Foul gegen McNaughton schienen die Entscheidung herbeizuführen. Doch Oldenburg ließ sich nicht hängen, warf noch einmal alles in die Waagschale – und verpasste die Belohnung für den nimmermüden Einsatz. Rickey Paulding hatte in der vorletzten Minute beim Stand von 71:75 die große Chance, das Spiel endgültig wieder offen zu gestalten, doch er verlegte, sichtlich ermüdet von der Partie, einen vermeintlich einfachen Korbleger. Bamberg, längst als Hauptrunden-Erster feststehend, brachte den Sieg im Anschluss über die Zeit, während sich die EWE Baskets für diesen Abend immerhin viele Respektpunkte verdienten.
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