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Hagen unterliegt Bonn: Ein Mangel an Konzentration

Hagen unterliegt Bonn: Ein Mangel an Konzentration

Der Frust war zu spüren nach der 83:95 (37:40)-Heimniederlage von Phoenix Hagen gegen die Telekom Baskets Bonn. So schlecht war es nicht, aber vermeidbare individuelle Fehler gaben Hagens Trainer Ingo Freyer ebenso wie einem Großteil der 2.973 Zuschauer doch einige Rätsel auf.
Dass Bonn über ein ambitioniertes Team verfügt, war spätestens nach dem 80:76-Auftaktsieg gegen Bayern München klar. In Schlagdistanz waren die Feuervögel trotzdem immer; so etwa, als Brandon Brooks drei Minuten vor dem Ende auf 76:78 verkürzte. Doch immer dann, wenn es nach der Wende aussah, kam es „zu einem dieser völlig überflüssigen Ballverluste“, wie es Ingo Freyer nach dem Spiel treffend nannte.

Die ersten fünf Minuten zeigten schon die beiden Gesichter von Phoenix Hagen. Den 8:0-Start konterte Bonn mit einer 14:0-Serie. Es waren viele kleine Unkonzentriertheiten, die Phoenix um die Früchte der eigenen Arbeit brachten. Mal ein schlechtes Dribbling, mal ein Fehler beim Einwurf. Bis auf 31:19 setzte sich Bonn ab (13.), bis Dominik Spohr einen Dreier traf. Diesen Weckruf hörte vor allem der überragende Zygimantas Jonusas. Fünf seiner insgesamt 37 Punkte brachten Hagen bis auf 37:38 heran.

Der Litauer war es auch, der Phoenix mit 46:45 in Führung brachte (24.). Die Gastgeber verteidigten jetzt gut im Set-Play. Insbesondere die erste Fünf der Baskets präsentierte sich allerdings ausgesprochen homogen und konstant. Jared Jordan führte klug Regie. Chris Ensminger besorgte das 63:55 und Benas Veikalas beendete den dritten Abschnitt mit einem vermeidbaren Distanzwurf zum 68:60.

Phoenix Hagen kam jedoch schnell wieder zurück: Tristan Blackwood traf einen Dreier zum 69:72 (33.). Den Wind aus dem Segel nahmen sich die Hagener jedoch selbst durch leichte Ballverluste. Der starke Tony Gaffney besorgte das 76:69 für die Baskets und war nach einem weiteren Zwischenspurt der Hagener (76:78, 37.) per Tip-In zum 87:80 auch für die Entscheidung verantwortlich.

Und so endete das Debüt von Neuzugang Jason Crowe mit einer 83:95-Niederlage. „Wir haben von ihm bekommen, was wir erwartet haben. Er gibt uns Assists, Rebounds und Steals. Aber er muss noch seinen Rhythmus finden, er ist erst kurz bei uns. Er wird sicherlich noch zulegen“, fasst Ingo Freyer zusammen. Sieben Punkte und je fünf Assists, Rebounds und Ballgewinne standen am Ende im Arbeitsprotokoll des Amerikaners.

Trainerstimmen:

Ingo Freyer: „Glückwunsch an Bonn. Wir waren eigentlich gar nicht so schlecht heute, viel besser als noch in Braunschweig. Unser großer Fehler ist, dass wir nicht konzentriert genug sind über 40 Minuten. Wir haben sechs, sieben ganz überflüssige Turnover gemacht. Wir sind in einigen Momenten nicht gut genug organisiert. Das sind einfach noch Konzentrationssachen, die wir abstellen müssen. Bonn ist eine gute Mannschaft, darum bin ich nicht so unzufrieden. Wenn wir uns weiter so steigern, haben wir am Mittwoch in Bayreuth gute Chancen."

Mike Koch: „Es war ein schwerer Kampf in Hagen. Wir sind sehr schlecht ins Spiel gekommen. Hagen spielt sehr individuell, darauf mussten wir uns einstellen. Wir haben uns aber schnell gefangen und die Partie dann einigermaßen kontrolliert. Wir haben den Rebound dominiert, außerdem haben wir gut geworfen. Das ist nicht immer so. Ich würde sagen, dass wir das Spiel heute in der Offensive gewonnen haben. Die Partie war enger, als es das Ergebnis am Ende aussagt. Ich bin sehr froh, dass wir mit zwei Siegen gestartet sind."

Phoenix Hagen: Jonusas (37/4), Carter (9), Brooks (8/1), Crowe (7/1), Seward (6), Blackwood (6/2), Hasquet (4), Kruel (3), Spohr (3/1).

Telekom Baskets Bonn: Jordan (21/2, 8 Ass.), Gaffney (20), Serapinas (17/1), Ensminger (16), Veikalas (13/2), Buljan (5), Thülig (3/1), Mangold, Hain.

Stationen: 8:14 (5.), 15:22 (10.), 24:33 (15.), 37:40 (20.), 50:52 (25.), 60:68 (30.), 71:76 (35.), 83:95 (40.).

Zuschauer: 2.973
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