FB Twitter Instagram YouTube Google+
Hauchdünne 73:75-Niederlage in Oldenburg

Hauchdünne 73:75-Niederlage in Oldenburg

In einer Partie mit Playoff-Charakter mussten sich die Telekom Baskets Bonn am 28. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga mit 73:75 (16:20, 19:10, 18:17, 20:28) bei den EWE Baskets Oldenburg geschlagen geben. Die Mannschaft von Trainer Michael Koch überzeugte dabei durch großen Einsatz an beiden Enden des Feldes und hatte in einer nervenzerreissend-spannenden Schlussphase die Möglichkeit, das Spiel in die Verlängerung zu schicken.
Oldenburg präsentierte sich die ganze Partie über jedoch zu sicher an der Freiwurflinie (21/28 Treffer, 75,0 Prozent), um schon vorzeitig auf Distanz gebracht zu werden. Bei Bonn wusste der zuletzt wie befreit wirkende Mark Tyndale mit 24 Punkten zu gefallen - der Guard versenkte drei seiner vier Dreierversuche, konnte jedoch nicht verhindern, dass sein Team, auch durch eine schwache Freiwurfquote von 55% (11/20), am Ende mit leeren Händen da stand.

Die Baskets kamen gut aus den Startlöchern und setzten wie zuletzt schon gegen Ludwigsburg und Bayreuth zunächst defensiv Akzente. Im Angriff brachten Fabian Thülig sowie Mark Tyndale Zählbares auf die Anzeigetafel und sorgten dafür, dass die „Donnervögel" vor heimischem Publikum nicht direkt zu sehr in Fahrt kamen (4:5, 3. Minute). Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen, ehe der am besten positionierte Mann abdrückte. Nic Wise streute einen Dreier ein (10:12, 6. Minute), woraufhin Oldenburg den Bonner Außenspielern mehr Druck machte. Der zuvor noch flüssige Ballvortrag hakte plötzlich, was die Gastgeber zu einem langgezogenen 10:4-Lauf ausnutzten, um die Führung an sich zu reißen (20:16).

Das Hochgefühl blieb den „Donnervögeln" erhalten, da Mindaugas Lukauskis binnen kürzester Zeit zwei Treffer landete (24:16, 12. Minute). Der von der Bank kommende Jacob Jaacks konterte seinerseits mit drei erfolgreichen Würfen und zwang Oldenburg damit zu einer Auszeit. Von da an blieb es eng, keine Mannschaft zeigte sich bereit auch nur einen Zentimeter Parkett ohne Kampf abzugeben. Dennoch gelang es den Rheinländern, mit viel Mühe und liebevoller Offensiv-Kleinarbeit vor der Pause einen 13:1-Run hinzulegen und gewannen damit auch das Momentum zurück (30:35).

Zunächst sah es so aus, als ob Bonn sich würde noch weiter absetzen können, immerhin deutet ein weiterer Wise-Dreier darauf hin (32:40, 23. Minute). Doch stattdessen kam es genau andersherum. Die Nordlichter markierten elf Zähler in Serie, griffen ihrerseits in der Verteidigung härter durch und brachten damit auch das Publikum in der EWE Arena wieder ins Spiel (43:40, 25. Minute). Da an diesem Abend ein Lauf dem nächsten zu folgen schien, war es fast obligat, dass anschließend wieder die Koch-Truppe am Drücker sein würde - und so kam es auch. Bis zum Viertelende gestatteten Wise und Co. keinen einzigen Treffer mehr aus dem Feld, lediglich sechs verwandelte Freiwürfe hielten Oldenburg noch in der Partie (47:53).

Mit hoher Intensität in der Verteidigung versuchten beide Seiten dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken und die Kontrolle an sich zu reißen. Oldenburg widersetzte sich effektiver dem gegnerischen Defensiv-Bollwerk und schloss auf. Bis Mitte des Schlussabschnitts war es an Mark Tyndale, für Bonn mit einem Leger und einem Dreier die Führung zu wahren (59:60, 35. Minute). Es lief auf ein Herzschlagfinale hinaus, in dem der bis dahin offensiv verdächtig unauffällige Rickey Paulding seine Farben mit einem Jumper in Front brachte (71:67, 39. Minute). Tim Ohlbrecht konterte mit einem Leger, doch fiel der Rückstand nach zwei Freiwürfen von Eddie Gill erneut auf die undankbaren vier Zähler zurück (73:69, 40. Minute). Nur noch 15 Sekunden verblieben den Gästen, um ein mittelgroßes Basketballwunder herbeizuführen. Prompt schockte Tyndale mit seinem insgesamt dritten Dreier die gesamte Oldenburger Anhängerschaft (73:72). Ein schnelles Foul musste her, um selbst noch einmal in Ballbesitz zu gelangen. Gesagt, getan - doch Luka Bogdanovic zeigte an der Linie keinerlei Nerven (75:72).

Mit fünf Sekunden auf der Uhr rief Michael Koch seine Schützlinge zur Auszeit zusammen, um den letzten Spielzug für einen Dreier zur Verlängerung zu besprechen. Zwar kam Wise jenseits der 6,75m-Linie an den Ball, doch der Guard wurde beim Wurf von Gill gefoult. Bonns junger Aufbau verwandelte den ersten Freiwurf zum 75:73-Anschluss, vergab jedoch den zweiten. Damit war klar, dass er seinen letzten Bonus absichtlich daneben setzen würde, um der langen Bonner Garde eine Chance auf den Rebound zu geben. Der Ball landete jedoch in den Händen der Hausherren. Abermals reagierte Bonn schnell und schickte Gill erneut an die Linie. Völlig überraschend patzte der Guard gleich doppelt, sodass Jeremy Hunt ein finaler verzweifelter Wurf blieb, der sein Ziel jedoch verfehlte.

Telekom Baskets Bonn:
Hauer (dnp), Ensminger (14, 8 Rebounds), Hunt (0), King (5/1), Thülig (4), Wise (13/2), Jaacks (6), Flomo (dnp), Ohlbrecht (7, 8 Rebounds), Tyndale (24/3)

EWE Baskets Oldenburg:
Lukauskis (21/3), Gill (10), Baynes (8), Smeulders (dnp), Campbell (2), Stevic (11), Hain (dnp), Bogdanovic (7/1), Paulding (8), McNaughton (8)

Telekombasketball.de

Alle Spiele LIVE und in HD!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Kinder plus Sport