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Im dritten Viertel den Faden verloren

Im dritten Viertel den Faden verloren

Einen Rückschlag im Rennen um die Beko BBL-Playoffs musste die BG Göttingen bei den Eisbären Bremerhaven einstecken. Die Veilchen unterlagen trotz ansprechender erster Hälfte mit 62:75. Dadurch verlor man auch den direkten Vergleich mit den Seestädtern (Hinspiel 85:82). Bereits am Sonntag hat die BG in Tübingen die Chance zurück in die Erfolgsspur zu finden.
Durch die Niederlage gegen Bremerhaven rutscht die BG Göttingen aus den Playoff-Rängen. Mit 32:30 Punkten steht man nun auf dem zehnten Platz.

Während der ersten zwei Viertel lag die BG noch auf einem sehr guten Kurs. Mit 39:33 behauptete man eine Halbzeitführung. Im dritten Viertel verloren die Veilchen aber komplett den Faden. Nur 23 Punkte in der zweiten Hälfte waren zu wenig, um Zählbares aus Bremerhaven mitzunehmen. Eine gute Vorstellung lieferte BG-Forward Jermain Raffington ab, der mit 15 Punkten der beste Scorer seines Team war. Bei den Eisbären überzeugten Philipp Schwethelm und Craig Callahan mit je 17 Punkten.

Zum Spielverlauf:

Schwungvoll gestaltete sich die Anfangsphase des Spiels. Mit dem Elan aus zuvor drei Siegen in Folge ging es für die BG in die Stadthalle Bremerhaven. Schnell führte man mit 8:0. Eisbären-Coach Doug Spradley nahm daraufhin umgehend eine Auszeit für sein Team. Dies half den Gastgebern besser in das Spiel zu finden, doch die Veilchen blieben auch in der Folge in Führung. Insgesamt vier Dreier im ersten Viertel verhalfen der BG zu einem 23:17 Vorsprung.

Im zweiten Viertel erhöhte der agile Kyle Bailey auf 26:17. Jermain Raffington brachte zudem gute Impulse von der Bank. Sein Pass auf Antoine Jordan verwandelte dieser per Dreier zu einer 38:27 Führung. In der Folge kam Bremerhaven durch Unachtsamkeiten der BG wieder näher heran. John Patrick beantragte beim Stand von 38:31 sofort eine Auszeit, um die Gastgeber nicht ins Laufen kommen zu lassen. Bis zur Halbzeit verteidigte die BG noch einen soliden Vorsprung (39:33).

Nach der Pause verkürzte Craig Callahan für Bremerhaven auf vier Punkte Rückstand. Im direkten Gegenzug lieferte allerdings Robert Kulawick per Dreier eine passende Antwort. Kulawicks Treffer verlieh den Veilchen noch mehr Zuversicht. Mitte des dritten Viertels führten sie mit 48:37. Doch Bremerhaven steckte nicht auf, stellte sich besser auf die Veilchen ein und drehte nun im Angriff immer mehr auf. Göttingen kam hingegen der Rhythmus völlig abhanden. Minutenlang blieben die Veilchen ohne Korberfolg. Die Eisbären setzten zu einer großen Aufholjagd an. 13 Heim-Punkte in Folge drehten das Match. Göttingen lag urplötzlich mit 48:50 zurück.

Mit Beginn des Schlussviertels sorgte Philipp Schwethelm für einen weiteren Nackenschlag für die BG. Sein Dreier erhöhte die Eisbären-Führung auf sieben Zähler (50:57 aus BG-Sicht). Das vielzitierte Momentum war nun endgültig auf Seite der Nordseestädter. Schnell wuchs der Rückstand Göttingens auf 13 Punkte an.

Im Angriff tat sich die BG sehr schwer und markierte lediglich zwölf Punkte in den finalen zehn Spielminuten. Zwar verkürzte man dank Raffington und Mike Scott noch einmal auf 62:70, doch die Zeit war bereits zu weit vorangeschritten. Der Sieg und sogar der direkte Vergleich waren außer Reichweite. Vor 3530 Zuschauern in der Bremerhavener Stadthalle unterlag die BG Göttingen den Eisbären mit 62:75.

Punkte BG Göttingen:
Scott (5), Kulawick (3), Bailey (10), Little (7), Dale (8), Meeks (1), Boone (3), Anderson (5), Raffington (15), Jordan (5)

Punkte Eisbären Bremerhaven:
Drevo (12), Allen (5), Schwethelm (17), Callahan (17), Everett (13), Denison (5), Brewer (3), Shtein (3)

Die Stimmen der Trainer:

John Patrick (BG Göttingen): „Glückwunsch an die Eisbären zu einem verdienten Sieg. Ich denke, das waren heute zwei verschiedene Spiele. In Halbzeit 1 haben wir zwar nicht das Spiel kontrolliert, aber wir haben unsere Strategie gut umgesetzt. Die Eisbären hatten wenig Fastbreaks und Würfe. Nach der Pause haben wir leider unseren Rhythmus verloren und Bremerhaven hat sehr gut verteidigt. Als Philipp Schwethelm im 4. Viertel seine Dreier getroffen hat, hatten wir im Prinzip keine Chance mehr. Die Niederlage tut weh. Umso wichtiger ist es, dass wir am Sonntag in Tübingen gewinnen."

Doug Spradley (Eisbären Bremerhaven): „In der ersten Halbzeit sind wir nur mitgelaufen. Alles was wir vor dem Spiel angesprochen haben, wurde nicht umgesetzt. In der zweiten Halbzeit sind wir dann ganz anders rausgekommen mit der Devise, uns mehr zu bewegen und den Korb zu attackieren. Ein wichtiger Faktor war zudem, dass wir die Intensität in der Zonenverteidigung hochgeschraubt haben. Und wir haben endlich Fastbreaks gelaufen und das Tempo bestimmt. Ich bin sehr zufrieden, besonders weil wir nach der Pause mit sehr wenig Leuten gespielt haben. Jamison Brewer hat die Mannschaft in der zweiten Hälfte sehr gut geführt."

Sonntag in Tübingen
Nach der Niederlage in Bremerhaven kommt dem zweiten Teil des Doppelspieltages eine noch größere Bedeutung zu. Bei den WALTER Tigers Tübingen müssen die Veilchen unbedingt gewinnen, um im Playoff-Rennen weiterhin dabei zu sein. Spielbeginn in der Paul Horn-Arena ist am Sonntag (10. April) um 17 Uhr. Tübingen, um das Ex-Veilchen Chris Oliver, geht ausgeruht in das Match und will die eigene Niederlagenserie in der Beko BBL beenden.
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