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K.O. in Hagen - trotz

K.O. in Hagen - trotz "Super-Rocky"

Eigentlich hatte Coach Mike Taylor alles erreicht, was er sich für sein Team vorgenommen hatte: ratiopharm Ulm hatte den Gastgebern kaum Fastbreaks erlaubt, hatte eines der besten Dreipunkt-Teams bei einer Quote von 11,8 Prozent gehalten und hatte dazu noch das defensive Reboundduell gewonnen. "35 Minuten haben wir gut gespielt und hatten eine echte Chance zu gewinnen", fasst Taylor zusammen. "Doch dann waren wir in der Offensive einfach nicht clever genug", gesteht der 38-Jährige. "Dass Robin heute nicht zu seinem Spiel gefunden hat, war natürlich schmerzlich", so Taylor, der von seiner Nummer 21 lediglich 4 Punkte bekam. Viel entscheidender sei allerdings das Freiwurfverhältnis gewesen: Hagen warf 31 Mal von der Linie, Ulm nur 16 Mal.
Dass das Duell der beiden offensivstärksten Teams der Liga aus dem Ein-Punkt-Bereich entschieden werden sollte, war anfangs nicht abzusehen. Im Gegenteil, es sah eher nach einem offenen Schlagabtausch aus. 12:12 stand es nach knapp fünf Minuten bzw. einem Dunking von Sebastian Betz, der überraschend in der Startformation aufgelaufen war. Wenngleich die Trefferquote beider Teams in den folgenden Minuten etwas sank, netzte Rocky Trice mit fünf Punkten in Folge - und dem ersten Dreier des Spiels - in der 9. Minute zum 19:16 ein. Der Zwischenstand nach zehn Minuten: 42 erzielte Punkte - oder 21:21.

Das zweite Viertel eröffnete Captain Lee mit einem Dreier (24:22, 11.) ehe Hagen mit einer Mini-Serie antwortete, die Rocky Trice mit seinen Punkten 12 und 13 beendete (26:26, 12.). Auffällig bis zu diesem Zeitpunkt: Das Team, das die meisten Dreipunktwürfe der Liga abfeuert, war bis Mitte des zweiten Viertels noch ohne Distanztreffer geblieben (0/7. Und: ratiopharm waren erst zwei Turnover unterlaufen. Die Höhe des Ergebnisses (32:30, 15.) überraschte hingegen niemanden. Nach einigen vergeben Offensivaktionen bat Taylor zwei Minuten vor Ende der Halbzeit sein Team beim Stand von 36:37 zur Auszeit. Mit Erfolg, denn nach vier Ulmer Punkten beantragte Hagens Coach Freyer ebenfalls eine Timeout (40:37, 19.). Nach zwanzig Minuten hatten beide Teams 79 Punkte erzielt (40:39) - 17 davon gingen auf das Konto von Rocky Trice; kein Ulmer Zähler (0/1) kam von der Freiwurflinie - bei Hagen waren es 9 (von 10).

Die zweite Hälfte begann verschwenderisch - was die Chancen anging. Erst Rocky Trice gelang in der 23. Minute nach einigen "Fahrkarten" das 44:41. Der erste Hagener Dreier - nach 12 Versuchen - schlug in der 24. Minute ein (46:44). Dann war es erneut Trice, der glänzte: Erst blockte er Quentin Pryor, dann legte er zum 48:44 (26.) ab. Gegen Ende des dritten Viertels unterliefen ratiopharm Ulm dann allerdings einige Ballverluste und Fouls, die eine höhere Ulmer Führung (58:57) verhinderten und ein erstaunliches Freiwurfverhältnis nach sich zogen: Hagen 17/16 - Ulm 8/4.
Die Entscheidung fiel im letzten Viertel - und das begann nach einem Dreier von Tommy Mason-Griffin zunächst gut (61:57.32). Sechs Günther-Punkte in Folge später stand es 67:61 (34.). Doch die höchste Ulmer Führung (69:61) war nicht viel wert, denn Hagen konterte mit acht Punkten in Folge, so dass es 3:53 Minuten vor dem Ende 69:69 stand. In der 38. Minute dann ein Big Point: Quentin Pryor gelingt per Dreier das 71:74. Das 76:71 durch Terwilliger schließt eine Hagner 10:2-Serie ab (39.) und entschiedet das Spiel. Die anschließenden Versuche Hagen über die Freiwurflinie zu stoppen, schlugen fehl: Die Westfahlen blieben nervenstark. Über das gesamte Spiel versenkten sie 29 von 31 Versuchen (94 %).

Für Ulm spielten:
Mason-Griffin (10), Günther (12), Betz (1), Walton, Wenzl, Benzing (4), Humphrey (7), Trice (25, 15 Rebounds, 2 Blocks), Fitzgerald (5), Collins (2), Bryant (10).

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