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Kämpferische Dragons verlieren in Bamberg

Kämpferische Dragons verlieren in Bamberg

Die Artland Dragons haben das erste Play-off-Halbfinalspiel verloren. Beim hohen Favoriten Brose Baskets aus Bamberg musste die Mannschaft von Dragons-Headcoach Stefan Koch am Dienstagabend eine 73:85 (38:40)-Niederlage hinnehmen.
In der mit 6.800 Zuschauern ausverkauften Bamberger Stechert Arena wurde den Gästen aus dem Artland ein miserables erstes und halbes zweites Viertel zum Verhängnis. Zwar holten die Quakenbrücker Basketballer den 15:40-Rückstand zur Halbzeitpause fast ganz auf, doch die Kraft reichte am Ende nicht, um die Partie enger zu gestalten. Dragons-Topscorer war Tyrese Rice mit 17 Punkten; für Bamberg erzielte Anton Gavel ebenfalls 17 Zähler und war bester Werfer.

Die Dragons, die neben Alexander Seggelke (Handbruch) auch noch auf Kapitän Darren Fenn (Rückenprobleme) verzichten mussten, erwischten einen denkbar schlechten Start in die Partie. Im Angriff trafen die Quakenbrücker auch freie Würfe nicht, in der Verteidigung waren sie oft einen Schritt zu spät. Nach gut fünf Minuten hatte die Gäste aus dem Artland erst zwei Punkte erzielt, die Bamberger schon 13. Dann schienen die „Drachen“ ihren Rhythmus langsam zu finden, so dass Ruben Boumtje Boumtje mit einem Drei-Punkte-Spiel (Korberfolg plus Freiwurf) das 9:18 herstellte (7.). Aber die fränkischen Gastgeber trafen aus allen Lagen, spielten sich in einen Rausch. Einen Dreier von Casey Jacobsen zum 9:23 konterte Johannes Strasser zwar ebenfalls mit einem Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Marke (12:23/8.), doch vier Punkte von Kyle Hines und ein weiterer Jacobsen-Distanztreffer sorgten für den 12:30-Viertelendstand.

Im zweiten Abschnitt fielen nun endlich auch die Würfe für die Quakenbrücker. Das Problem: Die Bamberger trafen immer noch hochprozentiger. So brachte Reyshawn Terry die Koch-Truppe in der 14. Minute mit einem wahllos auf den Korb geworfenen Ball in einen 15:40-Rückstand. Aber die Dragons zeigten ihr Kämpferherz und gaben sich nicht auf. Während die Franken nun etwas leichtsinnig wurden, lief es bei Rice und Co. immer besser. Mit drei Dreiern brachten der Dragons-Aufbauspieler, Adam Hess und Rob Kurz ihr Team in der 17. Minute auf 28:40 heran. Auch die zweite Auszeit des Ex-Quakenbrückers und jetzigen Bamberger Trainers Chris Fleming zeigte keine Wirkung. Zur Halbzeitpause schloss Bryan Bailey den überragenden 23:0-Lauf der Dragons mit zwei Freiwürfen zum 38:40 ab.

Im dritten Viertel hatten die Dragons zunächst wieder Probleme, ihren Rhythmus im Angriff zu finden, während die Bamberger punkteten. In der 23. Minute baute Gavel die Führung für seine Mannschaft wieder zweistellig aus (40:50). Nach einem unsportlichen Foul des fränkischen Guards, der einen Schnellangriff von Rice stoppte, nutzten die Dragons ihre Chance nicht, den Rückstand deutlich zu verkürzen. Rice traf lediglich einen Freiwurf zum 47:52, der anschließende Ballbesitz brachte keine Punkte für die Koch-Truppe. Im Gegenzug baute der deutsche Meister seinen Vorsprung mit einem 0:8-Lauf auf 47:60 aus (28.). Ins Schlussviertel gingen die Dragons mit einem 51:66-Rückstand.

Zwar bauten die Franken ihre Führung in den ersten Minuten des letzten Abschnitts zunächst auf 54:72 aus, doch Johannes Strasser und Nathan Peavy ließen einen 7:0-Lauf zum 61:72 folgen (33.). Dieses Mal zeigte die Auszeit von Fleming Wirkung, so dass sein Team Mitte des Schlussviertels eine komfortable 18-Punkte-Führung herausgespielt hatte (61:79). Die von der anstrengenden Serie gegen Braunschweig müde wirkenden „Drachen“ hatten dem nicht mehr viel entgegenzusetzen, schafften es aber dennoch, den zwischenzeitlichen 22-Punkte-Rückstand (63:85/38.) mit einem 10:0-Lauf zum Spielende auf 73:85 zu verkürzen.

Stimmen zum Spiel:

Chris Fleming (Headcoach Brose Baskets):
„Die Pause hat uns sehr gut getan, hier konnten wir ein paar Verletzungen auskurieren. Auf der anderen Seite verliert man sicherlich einen gewissen Rhythmus. Wir wussten vor dem Spiel also nicht, was kommt. Von daher bin ich sehr zufrieden, wie wir ins Spiel gestartet sind. Wir haben sehr gute erste 14 Minuten gespielt. Wir haben mehrere Male gesehen, wie gut Artland ist, besonders wenn sie schnell spielen, so wie im zweiten Viertel. In der zweiten Halbzeit haben wir dann gut reagiert. Wir sind insgesamt zufrieden mit der Leistung und freuen uns auf Spiel zwei.“

Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Wir müssen realistisch sein, Bamberg hat drei Viertel besser gespielt als wir. Man hat uns angemerkt, dass wir nur einen Tag zur Vorbereitung auf dieses Spiel hatten, das war taktisch rudimentär. Hieran müssen wir für die kommenden Partien arbeiten.“

Brose Baskets - Artland Dragons 85:73 (40:38)

Die Viertel im Überblick: 30:12, 10:26, 26:13, 19:22

Brose Baskets:
Goldsberry (5 Punkte/1 Dreier), Terry (4), Suput (14/2), Tadda (3/1), Schmidt, Stuckey, Neumann, Pleiß (10), Roberts (7/1, 4 Assists), Jacobsen (11/3, 7 Rebounds), Gavel (17/3), Hines (14).

Artland Dragons:
Rice (17/2), Mangold, Strasser (7)/1, Niebuhr (3/1), Bailey (13/1, 4 Assists), Brown (2), Peavy (9/1), Kurz (9/1, 7 Rebounds), Hess (10/2), Boumtje Boumtje (3), Hartenstein.

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