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Kampf der Systeme: Offensive gegen Defensive

Kampf der Systeme: Offensive gegen Defensive

Die Play-off-Teilnahme hätte dem TBB Trier wohl kaum ein Experte zu Saisonbeginn zugetraut. Nach 27 von 34 Spieltagen der Beko BBL stehen die Trierer aber genau dort: Mit vier Siegen mehr als ratiopharm Ulm (11) wird das Team von Coach Henrik Rödl auf ...
image_1300483515449.jpeg... Rang 6 der Tabelle geführt. Und die Renaissance des Traditionsclubs hat dann auch sehr viel mit dem Ex-Albatros bzw. mit seinem ehemaligen Arbeitgeber zu tun.

Denn Rödl verlegte nicht nur seinen Wohnsitz von der Spree an die Mosel, sondern brachte gleich einen beträchtlichen Teil seines Personals mit. Topscorer Philip Zwiener, Allrounder Dragan Dojcin und der 22-jährige Oskar Faßler folgten Rödl nach Trier.

Doch genau dieses Trio bereitet den Trierern derzeit Kopfzerbrechen. Denn nachdem Dojcin und Faßler bereits vor dem 26. Spieltag und dem Auswärtstripp nach Bayreuth verletzungsbedingt passen mussten, zog sich auch noch Zwiener - und damit Triers gefährlichste Angriffsoption - bei der 71:84-Pleite eine Sprunggelenksverletzung zu. Wenngleich Dolcin beim jüngsten 76:65-Erfolg über Oldenburg wieder dabei war, ist es fraglich, ob Fassler oder Zwiener in Ulm auflaufen können.

Doch im System Rödl ist ohnehin das Team der Star. So konnte sich der Ex-Nationalspieler in der bisherigen Saison auf fünf unterschiedliche Topscorer verlassen. Die Trier Ausgeglichenheit manifestiert sich auch in der Punkteverteilung: Immerhin sechs Spieler erzielen mehr als sieben Punkte pro Spiel. Die eigentliche Trier Stärke liegt allerdings auf der "anderen Seite" des Feldes: In der Verteidigung. Mit durchschnittlich 70,5 kassierten Punkten ist die TBB-Defensive die drittbeste der Liga (Ulm 81,4). ratiopharm Ulm hat dagegen seine Stärken in der Offensive: Die 81,7 erzielten Punkte (Trier 70,3) sind ligaweit der zweitbeste Wert. Offensive gegen Defensive also.

Ein weiteres spannendes Duell verspricht das zwischen dem Ex-Ulmer Dru Joyce und seinen Erben zu werden. Schließlich trifft Günther in Joyce auf seinen alten Lehrmeister und Mason-Griffin kann gegen Joyce demonstrieren, dass sein Assist-Feuerwerk vom 26. Spieltag (9!) keine Eintagsfliege war.

"Ich habe großen Respekt vor der Arbeit von Henrik Rödl", sagt ratiopharm-Coach Mike Taylor, der weiß, dass es er sein Team nach dem offensiven Schlagabtausch in Hagen (77:83) auf ein stark defensivorientierten Gegner einstellen muss. "Ich bin froh, dass wir am Sonntag gleich wieder spielen, und so hoffentlich die Niederlage in Hagen vergessen machen können", so Taylor.

Neben der Basketball-Action gibt es am Sonntag auch zahlreiche attraktive Familienangebote in der Kuhberghalle. Außerdem erhalten (Radio 7) Fans von "Scheiter & Jack" an der Tageskasse einen Rabatt von 50 Prozent auf alle verfügbaren Karten.

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Quelle: ratiopharm Ulm

Mit Rückenwind nach Ulm

TBB Trier

Der Mittwochabend wird vielen Trierer Basketballfans noch lange in guter Erinnerung bleiben. Ohne Topscorer Philip Zwiener, „Energizer“ Oskar Faßler aber mit Kapitän Dragan Dojcin, der sich mit einer Zehenverletzung herumplagte, gewann man dank einer couragierten und konzentrierten Leistung mit 76:65 gegen die favorisierten EWE Baskets aus Oldenburg.

image_1300445142891.jpegSchon am Sonntag wartet ab 16 Uhr in der Ulmer Kuhberghalle der nächste Prüfstein, wenn die TBB Trier auf die Mannschaft von ratiopharm Ulm trifft. Weiterhin fehlen werden Head Coach Henrik Rödl dabei zwei seiner wichtigsten Akteure auf dem Flügel:

„Philip Zwiener wird noch ein paar Wochen ausfallen und bei Oskar ist es nach seiner Achillessehnenverletzung ebenfalls noch nicht absehbar, ob er vor Ende dieser Saison wieder fit ist.“ Personell kann der Offenbacher also erneut nicht aus dem Vollen schöpfen. Dass man trotz mehrerer Ausfälle in der Lage ist, Gegner von Playoff-Kaliber zu schlagen, hat der Heimerfolg am Mittwoch bewiesen. „Wir haben eine der besten Leistungen der gesamten Saison abgeliefert. Ich hoffe, dass unsere Mannschaft weiterhin einen solch starken Atem hat und wir die Saison in diesem Stil zu Ende bringen können“, so Rödl nach einer für Team und Fans aufregenden Partie.

Mit Ulm trifft man auf einen Gastgeber, der seinen Rhythmus trotz der bereits weit fortgeschrittenen Saison noch immer nicht so recht gefunden zu haben scheint und mit einer Bilanz von 11 Siegen bei 15 Niederlagen derzeit auf dem 13. Tabellenplatz zu finden ist. Angesichts dieser Werte und nur noch acht verbleibender Spieltage in der regulären Saison dürfte es für die Truppe des amerikanischen Head Coaches Mike Taylor sehr schwer werden, noch in das Rennen um die Playoff-Plätze einzugreifen. Wer Taylor kennt, weiß allerdings, dass eine gute Platzierung in der Tabelle nur die halbe Miete ist. „Spielerentwicklung“ ist eine weitere wichtige Aufgabe, in die der sympathische Cheftrainer sehr viel Zeit investiert, und die sich früher oder später auszahlt. Besonders erfreulich aus deutscher Sicht ist, dass mit Per Günther (23 Jahre) und Robin Benzing (22 Jahre) zwei Nationalspieler unter Taylor immer mehr aufblühen und längst zu den Eckpfeilern der Ulmer „Spatzen“ gehören.

Der schlaksige Flügelspieler Benzing ist mit 16,2 Punkten pro Partie bester Werfer der Schwaben und der viertbeste Scorer der gesamten Beko BBL, während Point Guard Günther auf äußerst respektable 12,9 Zähler im Schnitt kommt. Beide stehen im Schnitt um die 30 Minuten auf dem Spielfeld und haben längst das Interesse anderer Klubs geweckt, wobei der 2,08 Meter große Benzing sogar mit einem Wechsel in die NBA liebäugelt. Doch Ulm besteht längst nicht nur aus Benzing und Günther: Mit US-Boy John Bryant steht auch der beste Rebounder der Liga (10,6 Rebounds pro Spiel) im Aufgebot, der die Beko BBL auch im Effektivitätsranking anführt und bereits im Hinspiel gegen Trier mit 18 Punkten und 11 Rebounds zu überzeugen wusste. Mit Flügelspieler Roderick „Rocky“ Trice, Power Forward Coleman Collins, „Rückkehrer“ Daniel Fitzgerald (er spielte bereits in der Saison 2008/2009 für Ulm und ist seit zwei Spielen wieder an Bord) oder auch College-Champion Lee Humphrey (41,8% Dreierquote) stehen einige weitere BBL-erfahrene Qualitätsspieler im Aufgebot.

Mit dem Kraftakt von Mittwoch in den Beinen und ohne Philip Zwiener und Oskar Faßler stehen die verbliebenen Trierer Spieler und das Trainergespann also einmal mehr vor einer hohen Auswärtshürde, die mit viel Kampfgeist und konzentrierter Vorbereitung genommen werden soll, um weiter auf einem Playoff-Rang bleiben zu können.

Für alle Fans aus Trier ist die Partie im „Hochwald frische Milchideen LiveStream“ mit Moderator Christian Schmidt live aus Ulm unter www.cs-media.info zu verfolgen. Spätestens eine halbe Stunde vor Spielbeginn melden sich Moderator Schmidt und sein Co-Kommentator, Ex-Nationalspieler Detlef Musch, aus Ulm. Außerdem findet zum dritten Mal das „Public Listening“ im „CubiCulum“ (Hosenstraße 2, Trier) statt, wo Fans gemeinsam mit Gleichgesinnten ab 15 Uhr den LiveStream aus Ulm hören können. Neben alkoholfreien Getränken und fassfrischem Bitburger zum halben Preis bis zum endgültigen Übertragungsende warten auch der „TBB-Burger“ und eine spezielle „TBB-Pizza“ auf hungrige und treue Fans.

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Quelle: TBB Trier
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