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Kampf wird im letzten Viertel belohnt

Kampf wird im letzten Viertel belohnt

Die Telekom Baskets Bonn haben am 22. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga mit 73:72 (14:16, 22:22, 15:22, 22:12) gegen den Mitteldeutschen BC gewonnen. Nach einem Neun-Punkte-Rückstand zu Beginn des letzten Viertels kämpften sich die Baskets mit einem 12:2-Lauf zurück ins Spiel und damit zum Sieg. Die „Wölfe" hatten im Telekom Dome den letzten Angriff, doch ein Block von Baskets-Topscorer Folarin Campbell (18 Punkte) an Wayne Bernard sicherte letztlich den knappen Heimerfolg.
Viele der 4.480 Zuschauer auf dem Hardtberg waren mit gemischten Gefühlen in die Halle gekommen. Nach dem großartigen Erfolg vor einer Woche in Berlin enttäuschte ihr Team am vergangenen Mittwoch im Viertelfinale des Beko BBL-Pokals in Frankfurt auf ganzer Linie. Zwar lief der Baskets-Motor an diesem Sonntag gegen den MBC noch längst nicht rund, doch zeigten die Schützlinge von Mike Koch von Anfang an, dass sie mit Herz bei der Sache waren. Der Bonner Headcoach begann die Partie mit Nic Wise, Folarin Campbell, Mark Tyndale, Tim Ohlbrecht sowie Jacob Jaacks. Die Formation ging von Anfang an mit hoher Intensität zu Werke und erspielte sich nach einem Dreier des Nationalmannschafts-Vierers einen ersten Vorsprung (7:2, 4. Minute)

Die Gäste aus Weißenfels konterten prompt mit einem 7:0-Lauf, wobei sie mit ihren Einzelaktionen der Baskets-Verteidigung ein ums andere Mal den Schneid abkauften (7:9, 6. Minute). Wenig später knickte Guido Gründheid, der dem MBC von der Bank kommend einen Schub gab, nach einem Korbleger mit dem Fuß um und musste an der Seitenlinie behandelt werden. Auch ohne den Forward blieben die „Wölfe" zunächst in Front - wenn auch nur knapp (14:16).

Jeremy Hunt, der im ersten Abschnitt noch ohne Punkte geblieben war, eröffnete das zweite Viertel für die Baskets mit einem Treffer aus der Distanz. Hernach war es aber MBC-Guard Ronald Ross, der die Kontrolle übernahm und seinem Mitspieler stets zur richtigen Zeit an den richtigen Ort dirigierte. Die Gäste fanden so eine ausgesprochen gute Balance zwischen Aktionen am Brett, Penetration über die Mitte oder Dreierversuchen. Ross selbst markierte satte 15 Zähler allein in diesem Viertel und war kaum unter Kontrolle zu bringen (24:31, 16. Minute). Rechtzeitig vor der Pause gurtete sich Bonn nochmals zusammen, um den Rückstand vor dem Seitenwechsel zu verkürzen (36:38).
Der Aufwind nützte nichts, der MBC startete mit einem 9:2-Run durch und kratze an der zweistelligen Führung (38:47, 23. Minute). Die Baskets mühten sich, wirkten jedoch in dieser Phase verunsichert und wenig abgestimmt. Erst ein Distanztreffer von Jacob Jaacks rüttelte das Team wieder wach, die sich jeetzt in kleinen Schritten an die Konkurrenz heran kämpften, bis sie Schlagdistanz erreicht hatten (51:54, 30. Minute).

In diesem Moment kassierte Jeremy Hunt sein viertes Foul, und bekam zusätzlich nach einer Verwarnung des Schiedsrichters ein „T", womit der Guard, der bis dahin mit elf Punkten Bonns beste Waffe in der Offense war, verfrüht auf der Bank Platz nehmen musste. Wayne Bernard netzte die vier fälligen Freiwürfe ein, wodurch der MBC Selbstvertrauen tankte und sich erneut absetzte (51:60).

Im finalen Durchgang schraubten die Hausherren am defensiven Rädchen und holten sich in der eigenen Hälfte das Selbstvertrauen, das bislang im Angriff gefehlt hatte. Mit mehreren guten Aktionen am Brett zog Chris Ensminger die Aufmerksamkeit der „Wölfe" auf sich, öffnete somit aber auch Räume für seine Mitspieler. Dem als Speerspitze der Bonner Verteidigung fungierenden Mark Tyndale war es vorbehalten, mit einem Putback für den Ausgleich zu sorgen, ehe Folarin Campbell die nächsten beiden Angriffe, und damit den 15:4-Lauf der Rheinländer abschloss (66:64, 36. Minute).

Anton Mirolybov, der die „Wölfe" in krankheitsbedingter Abwesenheit von Headcoach Björn Harmsen coachte, unterbrach den Bonner Run durch eine Auszeit. Von da an blieb es eng, kein Team konnte sich nennenswert absetzen, ehe Nic Wise die Angelegenheit in die eigenen Hände nahm. Der Regisseur streute einen Dreier ein, gefolgt von einem offenen Leger - bei 90 Sekunden verbleibender Restspieltzeit bat Mirolybov seine Schützlinge erneut zur taktischen Besprechung (73:69, 39. Minute).

Weißenfels drohte die Zeit davon zu rennen, die Baskets haben sogar die Chance auf sechs Punkte davon zu ziehen, verwerten ihren Angriff jedoch nicht. Gästespieler Radenko Pilcevic netzte statt dessen den Anschluss-Dreier ein (73:72, 40. Minute). Bonn konnte den letzten Angriff nicht ganz ausspielen. Als Mark Tyndale sechs Sekunden vor Ende einen Midrange-Jumper daneben setzte, blieb den Gästen eine letzte Chance auf den dritten Auswärtserfolg der laufenden Saison. Wayne Bernard holte sich den Ball in der eigenen Hälfte ab, trug das Leder über das gesamte Feld, um dort vom heran liegenden Folarin Campbell abgebaut zu werden. Auch der Einwurf wurde abgefangen, und damit der knappe Heimsieg perfekt.

Telekom Baskets Bonn:
Hauer (dnp), Ensminger (14, 9 Rebounds), Hunt (11/1), Campbell (18/1), Thülig (0), Wise (7/1), Jaacks (7/1), Flomo (3), Ohlbrecht (5/1), Wohlfarth-Bottermann (dnp), Tyndale (8)

Mitteldeutscher BC:
Dramicanin (13/3), Shields (3), Gilbert (8), Pilcevic (6/2), Leutloff (3), Ross (23/3), Münsinger (dnp), Grünheid (2), von Fintel (dnp), Bernard (8), Radinovic (6)

Stimmen:

Michael Koch (Headcoach Bonn):
Mir war heute am wichtigsten zu sehen, dass noch Leben im Team ist. Das wurde nämlich von außen schon stark angezweifelt, doch man konnte sehen, dass wir uns heute nie aufgegeben haben. Im letzten Viertel haben wir nur zwölf Punkte zugelassen und einige wichtige Steals gelandet, durchgehend die Aggressivität hoch gehalten und dadurch viele Offensiv-Rebounds geholt. Man kann nicht immer schön spielen aber man muss immer kämpfen. Für unsere derzeitigen Schwankungen mag es viele Gründe geben. Das hat für mich vor allem mit den Spielertypen zu tun, die wir im Team haben. Wir arbeiten aber permanent daran, Kontinuität zu schaffen. Egal gegen wen du antrittst: Wir müssen immer mit Herz spielen.

Anton Mirolybov (Coach MBC):
Ich möchte Mike Koch und seinem Bonner Team zu diesem großartigen Kampf gratulieren. Am Ende war vielleicht entscheidend, dass Bonn sehr viele Offensiv-Rebounds geholt hat und dadurch viele zweite Wurfchancen hatte. Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit meiner Mannschaft, denn die Umstände waren heute alles andere als gut: Unser Cheftrainer ist krank, wir haben viel mit Verletzungen zu tun und zu allem Übel zieht sich Guido Grünheid, der zwei Wochen mit einem verletzten linken Knöchel erstmals wieder auflief nach 90 Sekunden eine Verletzung im rechten Knöchel zu. Bonn hat es in der zweiten Halbzeit viel besser geschafft, Ronald Ross in Schach zu halten. Vielleicht hat er auch am Ende zuviel gewollt. Trotzdem war ich sehr zufrieden mit ihm. Auch wenn Bonn insgesamt etwas besser war, überwiegt bei mir der Stolz auf unsere Teamleistung.

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