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Kein leichter Gang

Kein leichter Gang

Die Telekom Baskets Bonn reisen am 7. Spieltag der Saison 2011/2012 in der Beko Basketball Bundesliga zur BG Göttingen. Es ist das erste Spiel nach den tragischen Ereignissen des vergangenen Wochenendes, bei dem in einem Verkehrsunfall die Schwester und die Lebensgefährtin von Göttingens Marco Grimaldi tödlich verunglückten. Bonn, das auswärts in aller Regel in magenta Trikots aufläuft, wird bei den „Veilchen“ in schwarzen Trikots antreten.
Für die Niedersachsen brachte der Sommer einen strukturellen Umbruch mit sich, denn Headcoach John Patrick, der zweifach ausgezeichnete Trainer des Jahres, wechselte in den Süden zu Aufsteiger Würzburg. Seine Nachfolge trat Co-Trainer Stefan Mienack an, der eine Mannschaft zusammenstellte, die aus einem interessanten Mix aus altgedienten Veteranen und schlagkräftigen Neuverpflichtungen besteht. Mit Louis Dale (13,2 PpS, 2,5 ApS) konnte einer der wichtigsten Bausteine der Vergangenheit gehalten werden. Zudem wurden mit Center Raymond Sykes (15,3 PpS, 7,8 RpS) und Guard Paris Horne (13,0 PpS) zwei Mannen aus Übersee verpflichtet, die offensiv sehr ordentlich einschlugen.

Hinter dem Trio mangelt es bis dato jedoch an Durchschlagskraft. Mit durchschnittlich 69,3 Punkten pro Spiel haben die Niedersachsen ligaweit den drittniedrigsten Output. Dabei sammeln Sykes und Co. mit 12,2 Offensiv-Rebounds pro Spiel nach Phoenix Hagen (14,8) die zweitmeisten Abpraller am gegnerischen Brett ein. Es mangelt jedoch an der Verwertung der so mühsam erarbeiteten Chancen.

Nach einem soliden Start in die Saison kassierte Göttingen zuletzt gleich vier Niederlagen in Serie. Dadurch rangieren die „Veilchen“ aktuell in der Tabelle auf dem 16. Platz.

Die letzten drei Begegnungen der BG Göttingen
LTi GIESSEN 46ers - BG Göttingen 76:64
BG Göttingen - TBB Trier 60:71
Eisbären Bremerhaven - BG Göttingen 77:63

Die Telekom Baskets Bonn wollen nach der 61:71-Niederlage in Würzburg schnellstmöglich zurück in die Erfolgsspur. Da kann es für die Mannen von Michael Koch nur gut sein, dass sie in Göttingen auf ein Team treffen, dass vom Spielstil her dem der s.Oliver Baskets sehr ähnelt. „Auch hier treffen wir auf eine sehr Guard-lastige Mannschaft, die versucht ein hohes Tempo zu gehen, das Eins-gegen-Eins sucht und defensiv viel Druck entwickelt“, berichtet der Bonner Headcoach. „In Würzburg haben wir einen Vorgeschmack darauf bekommen, was passieren kann, wenn man solch einen Stil mitgeht, anstatt der Partie den eigenen Stempel aufzudrücken.“

Drei Punkte stehen demnach bei Koch ganz oben auf der Prioritätenliste. „Erstens müssen wir unsere Ballverluste niedrig halten, zweitens durch Wachsamkeit in der Verteidigung keine leichten Fastbreak-Punkte zulassen und drittens den Defensiv-Rebound kontrollieren.“ Das bedeutet nicht nur, dass sich die lange Bonner Garde um Raymond Sykes kümmert, sondern auch die Außenspieler ihre Leute ausboxen. „Wenn wir da nicht hellwach sind, kommt plötzlich ein Guard angeflogen und ermöglicht Göttingen so einen zweiten Angriff - das darf nicht passieren.“

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