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Keine besinnlichen Weihnachten

Keine besinnlichen Weihnachten

Für ratiopharm ulm beginnt in Berlin (Fr., 20 Uhr) ein knallhartes Auswärtsprogramm: Innerhalb von sieben Tagen hat der Tabellenzweite drei Spiele in der Fremde zu bestreiten.
Wenngleich die Tabelle alles Wesentliche zum Spiel des Zweiten (ratiopharm ulm) gegen den Dritten (Alba Berlin) zu verraten scheint, die Bezeichnung "Spitzenspiel" findet Ulms Head Coach Thorsten Leibenath dennoch unpassend. "Wir haben derzeit sicher einen Lauf und fahren auch nach Berlin, um dort zu gewinnen", so der 36-Jährige. "Aber uns in dem Maße als Spitzenteam zu bezeichnen, wie es Alba Berlin in den letzten Jahren nachhaltig bewiesen hat, wäre vermessen", äußert sich Leibenath vor dem ersten von drei Auswärtsspielen innerhalb von sieben Tagen.

Ein Video mit Statements von Thorsten Leibenath und Sebastian Betz finden Sie unter www.facebokk.com/ratiopharmulm

Dass dieser Auswärtstripp (Berlin, Bonn und Braunschweig) ausgerechnet in der vermeintlich geruhsamen Zeit des Jahres stattfindet, ist für Sebastian Betz zwar schade, aber eben auch Teil des Jobs. "Wir freuen uns trotzdem auf das Spiel in Berlin, schließlich findet es auf der größten Basketball-Bühne des Landes statt", so der Energizer, der sein Team in knapp 12 Minuten nach vorne treibt. "Die Erfolge der letzten Wochen geben uns einen gehörigen Push. Vielleicht klappt es ja mit der Überraschung in Berlin", so Betz vor dem so gar nicht besinnlichen Weihnachtsprogramm.
Dazu muss bei den von leichten Blessuren gebeutelten Ulmern aber auch alles passen. Während die im Spiel gegen Göttingen verletzten Rocky Trice (Innenbanddehnung im Knie) und Keaton Nankivil (Platzwunde) wieder wohlauf sind, plagen sich John Bryant und Steven Esterkamp mit leichten Beschwerden. "Ob wir topfit antreten werden, kann ich jetzt noch nicht sagen, aber dass wir alles für den Sieg geben werden schon", verspricht Leibenath.

Das wird auch nötig sein, denn der etwas holprige Saisonauftakt mit zwei Niederlagen aus drei Spielen ist in Berlin schon längst in Vergessenheit geraten. Die Berliner Serie von acht Siegen in Folge ist die momentan längste der Beko BBL; seit Ende Oktober sind die "Albatrosse" in der Liga ungeschlagen. In diesem Zeitraum stampfte der Hauptstadtclub seine Gegner im Schnitt mit knapp 18 Zählern Vorsprung in den Boden und bezwang auch Titelmitfavoriten wie Oldenburg (97:67), Bamberg (87:81) oder München (85:79) teils deutlich. "Für uns wird es deshalb darum gehen, das Tempo zu kontrollieren", so Leibenath. Was gegen Göttingen (82:71) erst gegen Ende des Spiels funktionierte, soll gegen Berlin von Beginn an klappen.

Denn der neue Berliner Head Coach Gordon Herbert eine Mannschaft zusammengestellt, die in fast allen Belangen zum Besten der Beko BBL zählt. Sowohl offensiv (85,3 PpS, 3.) als auch defensiv (69,5 PpS, 3.) ist Berlin sehr gut aufgestellt. Aus Frankfurt brachte Herbert im Sommer DaShaun Wood, den MVP der letzten Spielzeit, mit an die Spree. Der flinke Point Guard (15,6 PpS, 5,5 ApS) ist der herausragende Akteur in einer homogenen Auswahl, die auf allen Positionen mit routinierten Kräften besetzt ist. Neben Wood agieren mit dem NBA-erfahrenen Kyle Weaver und dem sprunggewaltigen Bryce Taylor zwei vielseitige Guards.

Der kantige Torin Francis und BBL-Urgestein Derrick Allen geben unter dem Korb ein variables Duo ab, das von Nationalspieler Yassin Idbihi und Wurfspezialist Sven Schultze ergänzt wird. Mit Heiko Schaffartzik steht ein weiterer Akteur im Kader, der im Sommer regelmäßig mit dem Bundesadler auf der Brust aufläuft. Der 27-Jährige ist mit 10,1 PpS bester Punktelieferant von der Bank und drittbester Scorer überhaupt unter den einheimischen Akteuren der Liga.

"Um in Berlin eine Chance auf den Sieg zu haben, müssen wir schon unser allerbestes Spiel aufs Parkett bringen", fasst Sebastian Betz die Analyse zusammen. Wie gut, dass der Ulmer Tross von einer rund 40-köpfigen Fanschar in die Hauptstadt begleitet wird: "Das ist den Fans nicht hoch genug anzurechnen und gibt uns eine Menge Energie", bedankt sich Leibenath stellvertretend für die Unterstützung.
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