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Letzte Chance auf die Playoffs verspielt

Letzte Chance auf die Playoffs verspielt

Die Telekom Baskets Bonn haben am 30. Spieltag in der Beko Basketball Bundesliga eine bittere 64:68 (19:9, 14:19, 12:21, 19:19) -Niederlage bei den Gloria GIANTS Düsseldorf hinnehmen müssen und damit fast alle Chancen, doch noch die Playoffs 2010/2011 zu erreichen, verspielt. Es war der erst fünfte Sieg für den Tabellenletzten in der laufenden Saison. Mehrere punktlose Minuten der Baskets im dritten und vierten Viertel sorgten für eine enge Partie, die schlussendlich an der Freiwurflinie zugunsten der Gastgeber entschieden wurde. Auf Bonner Seite zog sich Mark Tyndale Mitte des finalen Durchgangs eine Fußgelenksverletzung, die im Laufe des Samstagvormittags genauer untersucht wird.
Die Ausgangssituation vor dem Spiel gegen das Team aus der Landeshauptstadt war nicht die Beste. Mit Nic Wise und Chris Ensminger waren gleich zwei wichtige Leistungsträger in der abgelaufenen Woche verletzungsbedingt kaum zum Trainingseinsatz gekommen. Nic Wise erhielt erst am Samstagmorgen das O.K. für einen Start bei den Giants und er und seine Teamkollegen wussten genau, dass ein Sieg beim Tabellenletzten Pflicht war, um die Chance auf das Erreichen der Viertelfinalspiele zu wahren.

Gleich im ersten Bonner Angriff kamen die Baskets durch Nic Wise zu Zählbarem - ein guter Start, der in den Folgeminuten fortgesetzt werden sollte. Die Hausherren kamen gegen die gut verteidigenden Gäste überhaupt nicht zum Zuge und taten sich schwer einen richtigen Angriffsrhythmus zu entwickeln. GIANTS-Coach Murat Didin sah sich zu einer frühen Auszeit gezwungen (2:7, 4. Minute), nach der die Partie langsam aber sicher Fahrt aufnahm. Das galt jedoch nicht nur für die Landeshauptsstädter, sondern auch für Bonn. Zwei Dreier von Wise sorgten dafür, dass der Vorsprung anstieg. Kurz vor der Viertelpause war es Tim Ohlbrecht, der die Bonner Führung mit einem Korbleger erstmals in den zweistelligen bereich anhob, ehe die heruntertickende Uhr die Partie unterbrach (9:19).

Düsseldorf kam mit mehr Energie zurück aufs Feld, traf im Angriff klügere Entscheidungen, wodurch die Lücke zwischen den beiden Mannschaften zunehmend geringer wurde (19:23, 13. Minute). Bonn intensivierte die Bemühungen in der eigenen Hälfte, konnte die zuvor gezeigte Souveränität zunächst aber nicht mehr aufs Parkett bringen. Die Geschehnisse auf dem Parkett des Burg-Wächter Castello wurden immer zäher, woran Basketball-Puristen ihre wahre Freude gehabt hätten (24:27, 17. Minute). Michael Koch nutzte kurz hintereinander zwei Auszeiten, um seine Schützlinge einzunorden - und sollte die passende Reaktion auf dem Feld erhalten. Zwei Distanztreffer durch Jacob Jaacks und Jeremy Hunt hielten Düsseldorf auf Abstand, wenngleich der einst schöne Vorsprung aus dem ersten Durchgang zur Halbzeit auf die Hälfte zusammengeschmolzen war (28:33).

Die Baskets schienen aus der Kabine kommend das Momentum auf ihrer Seite zu haben. Nic Wise, der allein im ersten Viertel bereits zehn Zähler aufgelegt hatte, eröffnete die zweite Hälfte mit seinem dritten Dreier des Abends (28:36, 21. Minute). Doch der Eindruck trübte, wie den Gästen durch einen langgezogenen Lauf der GIANTS ungeschönt klargemacht wurde. Mit einem Korbleger stellte Esmir Rizvic die erste Führung des Tabellenletzten her (42:41, 26. Minute). Damit jedoch noch nicht genug, legte Steven Wright noch einen Wurf sowie einen Treffer von „Downtown" nach. Außer zwei Freiwürfen von Chris Ensminger kam bei den Baskets in über sechs Minuten nichts Zählbares mehr auf die Anzeigetafel, ehe Patrick Flomo die Flaute an Feldtreffern kurz vor der Viertelpause beendete (49:45).

Mit einem erfolgreichen Dreipunktspiel blies Tim Ohlbrecht zur Aufholjagd. Düsseldorf wehrte sich nach Kräften, zog sich sehr weit in die eigene Zone zurück, konnte aber nicht verhindern, dass Alex King mit einem Leger die Führung für Bonn zurückeroberte (51:52, 34. Minute). Obwohl gerade im Aufwind befindlich, schien die Baskets wie schon im dritten Viertel das Wurfpech zu ereilen. Fast drei Minuten lang wollte das Leder einfach nicht durch die Reuse fallen, was Düsseldorf zu einem 6:0-Lauf nutzte. Wise und Co. rauften sich zusammen, konterten ihrerseits mit fünf Zählern in Folge und läuteten damit eine heiße Schlussphase ein (57:57, 37. Minute).

GIANTS-Guard Steven Wright behielt einen kühlen Kopf und brachte sein Team 40 Sekunden vor Schluss mit einem Dreier erneut in Führung (63:60). Bonn geriet unter Zugzwang, musste selbst schnell punkten, aufgrund des knappen Zeitfensters aber auch taktisch foulen. Nach vier Freiwürfen ohne Patzer von DeAndre Haynes (67:64) war Coach Koch dazu gezwungen in der finalen Auszeit einen Spielzug vorzugeben, der mit einem Dreier zum Ausgleich enden sollte. Der Dreierversuch von Wise ging auf den Ring, sodass Haynes abermals an die Linie geschickt wurde, wo der Amerikaner den Endstand herstellte.

Michael Koch (Trainer Telekom Baskets Bonn):
„Wir haben heute im Angriff keine Balance gefunden. Weder von außen, noch am Brett ist es uns gelungen dauerhaft Druck aufzubauen. Stattdessen haben wir uns von den wechselnden Verteidigungsvarianten Düsseldorfs aus dem Konzept bringen lassen und die hochprozentigen Ausstiege nicht gefunden. In der eigenen Hälfte haben wir gut gestanden, konnten unsere schwache Offensive damit aber nicht kompensieren."

Telekom Baskets Bonn:
Hauer (0), Ensminger (8), Hunt (7/1 Dreier), King (4), Thülig (5/1), Wise (20/3), Jaacks (5/1), Flomo (6), Ohlbrecht (7), Tyndale (2, 8 Rebounds, 4 Assists)

Gloria GIANTS Düsseldorf:
Kisielius (3), McDaniel (3/1), Wright (18/4), Wischnewski (dnp), Petric (2), Buck (3), Pope (6/2), Haynes (14. 11/14 Freiwürfe), Watt (0), Rizvic (19, 9 Rebounds)

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