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Liga-Report: Die Hallen-Frage steht über allem

Liga-Report: Die Hallen-Frage steht über allem

Nach der Saison ist vor der Saison. Bereits jetzt dreht sich das Personalkarussell bei den Klubs der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) auf Hochtouren. Wir verschaffen einen Überblick, wer geht, wer kommt und wer bleibt. Heute beleuchten wir den FC Bayern München.
1305706184/img_Steffen_Hamann_FC_Bayern_Muenchen.jpgDie letzten Meisterschaftsfeierlichkeiten sind längst beendet, der FC Bayern München rüstet sich seit Monaten für die Beko BBL. Bereits sieben Spieltage vor Saisonende in der ProA standen die Münchener als Aufsteiger fest. Für die meisten keine große Überraschung, wie auch Manfred Schöttner, Geschäftsführer des zukünftigen Liga-Rivalen BBC Bayreuth, konstatiert: „Der FC Bayern ist nicht mit den Maßstäben eines normalen Aufsteigers zu messen.“

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Und so hält sich der Verein unter Präsident Uli Hoeneß auch nicht mit den üblichen Zielsetzungen eines Neulings auf: Ein Platz unter den ersten Fünf, Sechs der Liga soll im ersten Beko BBL-Jahr her. Dass sich der FCB schon kurzfristig mit den Branchenführern Brose Baskets und ALBA BERLIN messen kann, steht für viele Beobachter außer Frage.

Bis dahin brennt den Verantwortlichen an der Säbener Straße aber ein ganz anderes Problem unter den Nägeln: das der künftigen Spielstätte. „Wir sind in guten Gesprächen mit der Stadt München, was die künftige Nutzung der Rudi-Sedlmayer-Halle angeht“, erklärt FCB-Geschäftsführer Thomas Oehler.

Neue Heimat für die bayerischen „Riesen“

In die Arena, in der 1972 das olympische Basketball-Finale über die Bühne ging, will der FC Bayern München umziehen, nachdem der Verein in der ProA die Olympia-Eissporthalle für seine Heimspiele genutzt hat. „Da mussten wir allerdings jedes Mal einen Riesenaufwand für den Umbau betreiben, denn in der Halle wurde auch Eishockey gespielt. Allein für die richtige Temperatur bei unseren ProA-Heimspielen zu sorgen, war extrem aufwändig“, blickt Oehler zurück. Nun soll die Sedlmayer-Halle, die 2005 stillgelegt wurde und nur 2008 durch einen inzwischen insolventen Discothekenbetreiber kurzzeitig wiederbelebt werden sollte, die neue Heimat der bayerischen „Riesen“ werden.

7.000 Zuschauer soll diese nach Sanierungs- und Umbauarbeiten fassen – eine Kapazität, die die Standards der Beko BBL erfüllt und die aller Voraussicht nach auch benötigt wird. Fast alle Heimspiele des FC Bayern in der Eissporthalle waren mit 3.000 Zuschauern ausverkauft, das Spitzenspiel gegen Mitaufsteiger s.Oliver Baskets sahen 12.200 Fans in der Olympia-Halle. „Auch wir sind überrascht von der Begeisterung, die wir mit unserem Basketball-Projekt in der Sportstadt München entfacht haben. Sie zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Oehler.

Investitionen zwischen drei und fünf Millionen Euro

Um diesen Weg weiter zu beschreiten, investiert der FC Bayern zwischen drei und fünf Millionen Euro, um die Rudi-Sedlmayer-Halle zu sanieren und den heutigen Anforderungen anzupassen. „Speziell in Sachen Brandschutz müssen wir einiges investieren“, weiß Oehler. Klar sei aber auch, dass der Verein das Hallenprojekt nicht allein stemmen kann und will. „Hier muss ich die Stadt München einmal loben, mit der wir sehr konstruktiv zusammenarbeiten und schnell Dinge umsetzen können.“ Weil der Verein eine große Summe in den Umbau der Halle steckt, kommt die Stadt als Eigentümer dem FCB bei den Mietkosten entgegen.

Noch in diesem Monat sollen die letzten Details zwischen Verein und der Kommune geklärt werden. Derweil wollte Oehler nicht ausschließen, dass die Münchener bei einem Spiel, das auf großes Fan-Interesse stößt – etwa gegen den diesjährigen Euroleague-Teilnehmer Brose Baskets – noch einmal in die Olympia-Halle ausweichen. „Die Olympia-Halle ist sicher eine Option, aber oft schon terminlich vergeben und deshalb schwierig zu buchen. Unser Fokus liegt zunächst auf der Rudi-Sedlmayer-Halle.“

Ein Sextett steht noch unter Vertrag

1305706377/img_Demond_Greene_FC_Bayern_Muenchen.jpgAngesichts der dringend zu klärenden Hallenfrage laufen die Gespräche, was den Spielerkader der Saison 2011/2012 betrifft, im Hintergrund.

„Wir werden keine Namen, die bei uns gehandelt werden, kommentieren“, betont Oehler. Klar ist lediglich, dass ein Sextett mit laufenden Verträgen ausgestattet ist: Die beiden Nationalspieler Steffen Hamann (bis 2013) und Demond Greene (2013), Jonathan Wallace (2012), Aleksandar Nadjfeij (2013) und Bastian Doreth (2012) bilden in den nächsten ein bis zwei Jahren das Gerüst des Teams; auch Youngster Bogdan Radosavljevic (18), der kommende Saison auch noch in der Nachwuchs Basketball Bundesliga spielberechtigt ist, ist noch langfristig den Klub gebunden.

Klar ist, dass nicht nur auf dem Parkett, sondern auch für das Team hinter dem Team Verstärkungen gesucht werden. „Wir müssen in allem eine Schippe drauflegen, was die Geschäftsstelle oder das Hallenmanagement betrifft. Für die Anforderungen in der Beko BBL ist es notwendig, eine ganz neue Organisationsstruktur aufzubauen“, kündigt der Geschäftsführer an. Die sportliche Zielsetzung, im ersten Beko BBL-Jahr direkt die Playoffs zu erreichen, hält Thomas Oehler nicht für vermessen. „Nicht nur organisatorisch, sondern auch sportlich ist unser Anspruch, der Marke FC Bayern München gerecht zu werden. Und unser Anspruch ist, oben mitzuspielen.“

Der Status-Report


Wer bleibt?
Steffen Hamann, Demond Greene, Jonathan Wallace, Aleksandar Nadjfeij, Bastian Doreth, Bogdan Radosavljevic

Wer geht?
-

Wer kommt?
-

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