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Liga-Report: Hart arbeiten und Charakter zeigen

Liga-Report: Hart arbeiten und Charakter zeigen

Nach der Saison ist vor der Saison. Bereits jetzt dreht sich das Personalkarussell bei den Klubs der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) auf Hochtouren. Wir verschaffen einen Überblick: Wer geht, wer kommt und wer bleibt? Heute beleuchten wir die TBB Trier.
1311323459/img_Henrik_Roedl_TBB_Trier.jpgWenn es ein Team verdient hat, als Überraschung der Saison 2010/2011 bezeichnet zu werden, dann mit Sicherheit der TBB Trier. Lange Zeit schnupperten die Moselstädter für die meisten völlig unerwartet an den Playoff-Plätzen, ehe dem jungen Team von Trainer Henrik Rödl auf der Zielgeraden etwas die Luft ausging.

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Eine (zu) kurze Bank und Verletzungen bei Leistungsträgern waren die wichtigsten Gründe dafür, dass Trier am Ende nur auf dem zehnten Platz landete. Das „nur“ bezieht sich dabei einzig und allein auf die Tatsache, dass der Abstand zum achten und letzten Playoff-Spot in der Endabrechnung lediglich zwei Punkte betrug. Dr. Ralph P. Moog, Aufsichtsratsvorsitzender der Trägergesellschaft Treveri, ist dennoch weit davon entfernt, in irgendeiner Weise an der abgelaufenen Spielzeit herum zu mäkeln.

„Alles, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir erreicht. Die Teilnahme an den Playoffs wäre das i-Tüpfelchen gewesen, war aber in keinster Weise eingeplant“, erklärt Moog. Dies wäre, legt man die sportlichen Ergebnisse der Spielzeiten zuvor zugrunde, sicher auch vermessen gewesen. Doch die neue Strategie, mit der die Treveri AG den Klub belegte, trug erstaunlich schnell Früchte.

Wichtigster Baustein des „neuen“ TBB war und ist Trainer Henrik Rödl. „Die Verpflichtung von Henrik Rödl war ein echter Volltreffer“, freut sich der Aufsichtsratsvorsitzende. „Seine fachliche Kompetenz war unbestritten, aber auch seine menschlichen Qualitäten und seine Fähigkeit, absolut fokussiert zu arbeiten, haben uns in unserer Entscheidung bestätigt.“

Die Handschrift des „Verteidigungsministers“

Rödl, aber auch das Team, lebten in der vergangenen Saison die neue Philosophie, die sich der TBB verordnet hat: „Wir wollten die Marke `Basketball in Trier´ mit neuen, positiven Werten aufladen“, formuliert es Moog im besten Marketing-Deutsch. Eine Mannschaft mit Charakter, die hart arbeitet und ehrlichen Basketball zeigt, so lautete die Botschaft an die Trierer Fans. Und die honorierten die neue Ausrichtung, weil sie sich wieder mit ihrem Team identifizieren konnten.

1311323417/img_Philip_Zwiener_TBB_Trier.jpgNationalspieler Philip Zwiener entpuppte sich dank einer bärenstarken Saison, die ihm eine Nominierung für das Beko BBL ALLSTAR Game in seiner sportlichen Heimat einbrachte, als die notwendige Galionsfigur, in dessen Fahrwasser sich anderenorts für zu „leicht“ befundene junge deutsche Akteure wie Oskar Faßler oder Oliver Clay entfalten und Selbstbewusstsein entwickeln konnten.

Gepaart mit Veteranen wie Dru Joyce, dem „Leader of the pack“, Dragan Dojcin und John Bynum zelebrierten die Moselstädter eine Defensive, an der sich die meisten anderen Mannschaften die Zähne ausbissen. Eine beinharte Verteidigung wird auch in der kommenden Saison das Markenzeichen der Trierer sein, dafür wird allein Coach Rödl, in seiner aktiven Zeit selbst „Verteidigungsminister“, sorgen.

Mit Picard auf „Fan-Jagd“ im benachbarten Luxemburg

Neben „Charakter“ ist „Kontinuität“ die Eigenschaft, an der sich der TBB mittelfristig messen lassen will. Und deshalb bleiben sieben Spieler des letztjährigen Kaders Coach Rödl erhalten. Darunter auch Samy Picard. Seine statistischen Werte (knapp 3 PpS in rund zehn MpS) sind nicht außergewöhnlich, dafür aber sein Status im TBB-Team. Picard ist der erste Luxemburger im Erstligakader der Trierer, für die er seit 2009 spielt. Und so dient er als Aushängeschild für die Großregion Trier/Luxemburg/Belgien, wo der Verein Fans werben will.

Im Falle Picards hat das schon geklappt: Das Fan- und Medieninteresse im angrenzenden Luxemburg ist groß, es hat sich eine regelrechte „Samy-Mania“ ausgebreitet. Der 23-Jährige hat seinen Platz im Beko BBL-Kader aber nicht seinem Pass, sondern seinen Leistungen zu verdanken, stellt Rödl klar:

„Er hat vor allem in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison bewiesen, dass er uns auf diesem Niveau wirklich helfen kann. An seiner Rolle wird sich nicht allzu viel ändern: Samy gibt uns viel Energie von der Bank und ich weiß, dass ich ihn jederzeit einsetzen kann, weil er immer bereit ist. Sein Einsatz ist vorbildlich, er füllt seine Aufgaben extrem gut aus und hilft unserer Mannschaft enorm weiter.“ Moog freut sich zudem darüber, dass – auch wegen Picard – „bis zu 20 Prozent unserer Zuschauer aus dem angrenzenden Luxemburg zu unseren Heimspielen kommen“.

Linhart und Seiferth machen es „mit links“

1311323776/img_Dru_Joyce_TBB_Trier.jpgMit dem US-Amerikaner Nate Linhart und dem Deutschen Andreas Seiferth haben die Trierer bis zum jetzigen Zeitpunkt erst zwei neue Spieler unter Vertrag genommen, „ein, zwei weitere für die kleinen Positionen werden noch folgen“, sagt Moog. Der 24-jährige, 2,01 Meter große Linhart spielte zuletzt in der NBA Development League (NBDL) für die Erie Bay Hawks, wo er in 50 Spielen in der Saison 2010/2011 durchschnittlich 10,3 Punkte, 5,8 Rebounds, 2,9 Assists und 1,7 Steals pro Partie erzielte.

Rödl sieht vor allem die enorme Vielseitigkeit als große Stärke Linharts an: „Er hat eine sehr gute Beinarbeit, schnelle Hände, ist linkshändig und für seine Größe ein sehr guter Rebounder. Defensiv wird er uns auf den Positionen 2 bis 4 helfen können und auch in der Offensive ist er ein variabler Spieler, der unseren Kader auf den Positionen 2 bis 4 komplettiert.“

Ebenfalls Linkshänder ist Andreas Seiferth. Der 22-Jährige wurde vergangene Saison in Diensten des ProB-Farmteams von ALBA BERLIN zum „Youngster des Jahres“ gewählt. Mit Rödl, Zwiener und Faßler trifft er an der Mosel auf einige alte Weggefährten. Der 2,09 Meter große Seiferth fühlt sich sowohl auf der Power Forward- als auch auf der Center-Position zu Hause. „Wir glauben, dass uns Andreas sofort helfen kann und sind sehr froh darüber, dass sich ein solcher Spieler für unser Programm entschieden hat“, so Moog.

Trotz leicht erhöhten Etats im Vergleich zur Vorsaison wird sich an der Zielsetzung beim TBB Trier für die kommende Spielzeit nichts ändern, die da lautet: Möglichst früh nichts mehr mit den unteren Tabellenregionen zu tun haben und dann schauen, was nach oben möglich ist. „Natürlich greift das Team nach den Playoffs, die will schließlich jede Mannschaft erreichen. Erwarten, dass wir es schaffen, können wir aber nicht; wir sind noch keine hundertprozentige Playoff-Mannschaft“, bleibt der Aufsichtratsvorsitzende realistisch.

Der Status-Report


Wer bleibt?
Trainer Henrik Rödl, Philip Zwiener, Dragan Dojcin, Maik Zirbes, Samy Picard, John Redder Bynum, Oskar Faßler, Dru Joyce

Wer geht?
Oliver Clay, Kosta Karamatskos, George Evans, Bill Borekambi

Wer kommt?
Andreas Seiferth, Nate Linhart

Bei wem ist die Zukunft noch ungewiss?
Barry Stewart

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